Goscinny, Rene

Das Geschenk Caesars

Das Geschenk Caesars
  • Verlag: Ehapa Comic Collection - Egmont Manga & Anime
  • Erscheinungsdatum: 2008-04
  • Bindung: Taschenbuch
  • Seitenzahl: 48
  • ISBN: 3770400216
  • EAN: 9783770400218
  • Amazon.de Verkaufsrang: 94.069
Bestellen Sie über obige Links! Sie fördern dadurch die Digitalisierung weiterer Bücher, da Zeno.org eine Provision von dem Sponsor erhält. Wann immer Sie etwas bestellen möchten - prüfen Sie vorher die Millionen von Angeboten, die im Zeno.org-Shop beschrieben sind. Bookmarken Sie die Einstiegsseite in den Zeno.org-Shop für spätere Gelegenheiten. Vielen Dank für Ihre Unterstützung.
Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension von weiser111 fanden 16 von 19 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen "Diese Fremden da sind nicht von hier!"

Ein alter Suffkopp bekommt von Cäsar als "Belohnung" für seine unschätzbaren Dienste als römischer Legionär ein ganz besonderes Stück Land für seine Altersversorgung geschenkt: Das wohlbekannte gallische Dorf... Sollen die doch den Veteranen Keinentschlus vermöbeln! Aber wieder mal hat Cäsar nicht mit den Tücken des Alltags gerechnet; diesmal hat er nicht vorausgesehen, durch welche Hände diese Besitzurkunde noch gehen soll, und welche ungeahnten Folgen diverse Transaktionen haben können...

Zunächst einmal lockt die schicksalsträchtige Besitzurkunde den Gastwirt Orthopädix mit seiner Familie ins gallische Dorf, und da seine Gattin Gelatine von ähnlicher Durchschlagskraft ist wie Majestix' Hausdrachen Gutemine, wenn es um das angemessene gesellschaftliche Ansehen geht, entbrennt bald ein Wahlkampf um den Posten des Chefs -- ein Wahlkampf, bei dem's mit harten Bandagen zur Sache geht und in dem man heutigen Absurditäten in antikem Gewand begegnet: Schließlich bietet das kleine, uns wohlbekannte gallische Dorf jede Menge Ansatzpunkte für Kulturpolitik (Troubadix!) und Themen wie Förderung der Schwerindustrie und des Handels. Sogar eine Podiumsdiskussion findet statt, deren Verlauf einen irgendwie nur allzu gut an Kanzlerduelle (bzw. das französische Äquivalent) erinnert. Und natürlich gibt's auch unzufriedene Wähler und Wähler, die eher auf weibliche Reize ansprechen als auf Argumente...

Während also Verleihnix und Jellosubmarine einerseits und Automatix andererseits von den Kandidaten aufs hartnäckigste umworben werden, die weiblichen Reize der kleinen Zechine (Orthopädix' Tochter) dem armen Obelix ganz besondere Seelenqualen bescheren und der Hardliner Methusalix eine hinreißende Karikatur auf heutige Rechtsaußen abgibt ("Ich hab' nichts gegen Fremde. Einige meiner besten Freunde sind Fremde. Aber diese Fremden da sind nicht von hier!"), dräut sich ein Unwetter überm gallischen Dorf zusammen, denn der Veteran Keinentschlus taucht im Römerlager Laudanum auf und pocht auf sein Recht -- nicht unbedingt zur Begeisterung von Zenturio Zusammenschlus.

Wieder mal präsentieren sich die unbesiegbaren Gallier mit ihren außergewöhnlichen Macken als zwerchfellerschütterndes Vergrößerungsglas für die Absurditäten der heutigen Welt; diesmal geht es um Politik und Politiker, um Spiegelfechtereien und deren Antriebskräfte. Wenn diese Urgewalten nun auf die schrägen Charaktere der Gallier treffen, bleibt kein Auge trocken, und das nicht nur, weil man vielem Bekannten wiederbegegnet. Goscinny und Uderzo haben mit dem 21. Asterix-Band eine glänzende Satire hingelegt, die außerdem auch schon vor allem Gegenwartsbezug aufgrund ihrer Handlung und Situationskomik hinreißend komisch ist.

Für die Weiterbildung ist ebenfalls gesorgt; diesmal lernt man die Belagerungstechniken der Römer und ihre Form der Veteranenpension kennen.

Natürlich müssen auch diesmal wieder die Piraten dran glauben, wenn auch leider nur im Off, und einige Kulturgüter obendrein: Cyrano de Bergerac ist ebenso fällig wie Zorro, Ludwig XIV. und archäologische Entdeckungen. Und dass am Ende die Römer auch noch ihr Fett abkriegen, versteht sich von selbst... "Idefix! Hierher!"

Diese Rezension von weiser111 fanden 15 von 15 Kunden hilfreich:
4 von 5 Sternen Durchaus lesenswerter Komikspaß

"Das Geschenk Cäsars" ist eine durchaus lesenswerte Geschichte. Sie gehört aber meines Erachtens nicht zu den allergrößten Erzählung von Goscinny und Uderzo. Wieder einmal spielt die Handlung innerhalb des kleinen gallischen Dorfes. Die Komik des Bandes entsteht vor allem dort, wo die heutigen politischen Verhältnisse karikiert werden. Methusalix als Polithardliner, Majestix als Spitzenkandidat. Wie die Wahlkampfveranstaltungen im Dorf der rauflustigen Gallier ausfallen, muß wohl nicht mehr näher erläutert werden. Es geht dort ja so unverblümt menschlich zu. Auch die Floskeln der Politiker und ihre Reden über die Wirtschaft und das Fischereiwesen werden im Kontext von Verleihnix' Fischladen ad absurdum geführt. Aber nicht nur Politikerschelte wird betrieben, sondern auch leisere Töne vernimmt der Leser. Obelix hat es einmal wieder erwischt, den armen Kerl. Ein anderer armer Kerl hat am Ende des Bandes wieder die Hosen an, die vorher das Beinkleid seiner Frau waren. Ich persönlich freue mich immer, wenn in Asterix und Obelix neben der Karikatur der Jetztzeit auch noch Elemente der römischen Kultur in die Komikwelt einfließen. Technische Errungenschaften der Römer sowie die typisch römische Altersversorgung der ausgedienten Legionäre finden Aufnahme in die Geschichte. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)

Diese Rezension von Koyaanis fanden 4 von 4 Kunden hilfreich:
4 von 5 Sternen Viel Altbekanntes, wenig Innovation

Die Dorfbewohner lernen es einfach nicht! Kaum taucht ein unerwartetes Problem in Form einer gallischen Familie auf, die das Dorf für sich in Besitzanspruch nimmt, bricht die Einigkeit mit einer Leichtigkeit auseinander, als ob die früheren Kontakte mit Ränkeschmied Tullius Destructivus (STREIT UM ASTERIX) oder Seher Lügfix (DER SEHER) und die daraus entstandenen Katastrophen nie stattgefunden hätten.

Dieses Geschehen ist zwar wieder mit einem großen Witz dargestellt, der sich im Gegensatz zu den direkten Vorbänden endlich wieder einmal in ausufernder Situationskomik präsentiert, ohne groß zu moralisieren, erweckt aber auch berechtigte Kritik an dem eher dünnen Storygerüst, welches bereits in den Vorgängern nicht gerade von Genialität zeugte. Dass Julius Cäsar zur Befriedigung seines gekränkten Egos einem versoffenen Armeeveteranen das verhasste gallische Dorf "schenkt", der es dann wiederum für einen Krug Wein an einen Kneipenbesitzer verhökert, ist schon reichlich starker Tobak.

Auch die Protagonisten agieren wieder so, wie man es von ihnen erwartet: Die Dorfzicken sorgen für Klatsch und Tratsch, Methusalix beeinflusst die jüngere Generation zu deren Schaden, und Asterix und Miraculix behalten als einzige die Übersicht.

Der "Hingucker" des Bandes, die Tochter des Kneipiers (mit atemberaubendem Minirock!), setzt die Reihe der verwöhnten Horrorkinder Marke Grautvornix und Pepe fort, indem sie mit divenhaftem Verhalten den armen Obelix an den Rand der Verzweiflung treibt und sich auch sonst wie eine antike Paris Hilton gebärdet...FÜRCHTERLICH!

Der einzig wirklich kritische Verweis in Form von Zeitsoldaten, die sich nach Ende ihrer Dienstzeit als dermaßen lebensuntauglich herausstellen, dass sie gleich wieder in die Armee eintreten, hätte sicherlich Potential gehabt, geht aber im zunehmend chaotischen Dorfgeschehen fast völlig unter.

Der Band in seiner Gesamtheit lohnt sich definitiv; im gesamten Asterix-Kontext zählt er jedoch zu den schwächeren Ausgaben.

Diese Rezension von Oggel fanden 1 von 1 Kunden hilfreich:
4 von 5 Sternen 1:0 für Cäsar

Diesmal hat Cäsar die Nase vorn; mit der Altersversorgung für 20 Jahre Legionsdienst geht das kleine gallische Dorf in den Besitz des größten Trunkenboldes der römischen Armee über.

Das Dorf wechselt dann für einen Krug Wein in den Besitz des Gastwirtes Orthopädix und der versucht, seinen Besitzanspruch durchzusetzen. Nicht so leicht auf dem letzten Flecken Gallien, der nicht erobert wurde.....

Jedenfalls wird die gesamte Poltik durch den Kakao gezogen. Jeder für sich, und alle für keinen....? oder so.

Majestix läuft Gefahr, von einem Fremden als Häuptling abgelöst zu werden. Aber was ist eigentlich ein Fremder..(mal Methusalix fragen).

Mit Wahlversprechen, Geschenken oder einem kurzen Rock wird auf Stimmenfang gegangen. Ich will nicht zuviel verraten; der Band stellt eine hinreißende Parodie auf unsere heutige Politiklandschaft dar.

Und der einzige Band, bei dem Cäsar wirklich die Nase vorn hat. Er erteilt dem versoffenen Legionär Keinentschluss eine Lektion und sorgt ganz nebenbei für Chaos im aremorischen Dorf.

Das Geschenk Caesars



Empfehlungen
Zeichnungen: Uderzo, Albert. Text: Goscinny, René
10,00 €






Goscinny, Rene
10,00 €

Goscinny, Rene
10,00 €

Goscinny, Rene
10,00 €

Goscinny, Rene
10,00 €

Goscinny, Rene
10,00 €

Uderzo, Albert und Rene Goscinny
10,00 €

Goscinny, Rene
10,00 €
Bookmarks
delicious wong linkarena google
Sponsoren