Goldoni, Carlo

Der Diener zweier Herren\Il Servitore di due Padroni

Der Diener zweier Herren\Il Servitore di due Padroni
  • Verlag: Reclam, Ditzingen
  • Erscheinungsdatum: 1986
  • Format: Taschenbuch
  • ISBN: 3150099277
  • EAN: 9783150099278
  • Amazon.de Verkaufsrang: 260.476
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Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension von N. K. fanden 14 von 15 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Feuerwerk der Spitzbübigkeit

Wer eine wahre italienische Verwirrungskomödie kennenlernen möchte, der sollte unbedingt Goldonis Diener zweier Herren" in bester comedia dell'arte-Manier lesen. Da ist der Diener als verkappter Clown, der aus Geldgier gleich zwei Jobs annimmt. Und die beiden Arbeitgeber (Männlein und taffes Weiblein - wie sollte es auch anders sein) sind seit Jahren ineinander verliebt und konnten bis dato nicht zueinander finden. Jetzt natürlich schon. Dazwischen muss aber eine Menge passieren: Verwechslungen, Irrungen, Wirrungen und diverse andere Spitzbübigkeiten, die einen herzlich lachen lassen. Manchmal jagt ein Schenkelklopfer den nächsten, doch gerade das macht diese Komödie so herrlich rasant. Goldoni hat das Tempo erfunden, welches Shakespeare für seine Komödien perfektionierte.

Diese Rezension von Mario Pf. fanden 11 von 12 Kunden hilfreich:
4 von 5 Sternen Ein Diener zweier Herren

Dieses Stück befasst sich mit der Paradedarstellung eines Dieners zweier Herren, also Jemandes der versucht zwei Herren gleichzeitig zu bedienen, um doppelt daran zu verdienen. Der komplizierte Sprachstil und einige lateinische Begriffe mögen den einfachen Leser etwas verwirren, der Inhalt des Werkes liegt jedoch ganz offen auf der Hand.Eine kleine Lüge, ein Fehler, kann schon dazu führen, dass man sich in der misslichen Lage befindet zwei Herren dienen zu müssen, wie der Protagonist dieses Stücks. So mancher sieht sich im Alltagsleben auch des Öfteren in der gleichen Lage und gebraucht dann gerne den Ausdruck ein Diener zweier Herren zu sein. Doch dem Interesse halber kann man ja dieses Büchlein lesen, um zu verstehen von wo er kommt. Zur großen Bekanntheit dieses Ausdrucks mag auch der andaunernde Ruhm dieses Welttheaters für die Ewigkeit beitragen, dass schon den Ein oder Anderen Schauspieler zu einer glanzvollen Karriere verholfen hat.Der Inhalt grob geschildert:

Vor dem Hintergrund einer geplanten Hochzeit gerät der einfache Bedienstete in die Versuchung, sich schnell ein bisschen Geld zu verdienen und ehe er sich versieht muss er bereits zwei statt nur einem Herrn dienen. Der nicht besonders kluge oder ehrliche Bedienstete ist zumindest gerissen genug, um das Schauspiel zunächst noch aufrecht zu halten. Als er jedoch immer mehr durch sein eigenes Unglück und seine Lügen bedrängt in die Lage gerät seine beiden Herren übereinander belügen zu müssen fliegt sein Tun auf und schließlich muss er die Konsequenzen ziehen, dass zwei Herren zu dienen nicht nur die erhofften Vorteile mit sich bringt.Kurzum ein interessantes lesens- und sehenswertes Stück des klassischen Theaters/der klassischen Literatur.

Diese Rezension von unisono milano fanden 5 von 6 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Carlo Goldoni: Il Servitore di due Padroni

Auffuehrungsnotiz zum 60sten Jahrestag Thalias Piccolo Teatro:

Es gibt viele schoene Dinge im Leben, aber Goldonis "Diener

zweier Herren" im Piccolo gehoert zum Feinsten und Edelsten.

Die Schaubuehne wurde schon kurz vor dem ATTO PRIMO hiner einem

weissen, durchsichtigen Vorhang beleuchtet - ein Dipinto von

unglaublicher Schoenheit ganz nach der Regie des verstorbenen

Giorgio Strehlers. Das ganze Stueck wurde so belassen wie es

sich Strehler erdacht hatte: ein einfacher Holzboden, Vorhaenge,

auch die Kostueme. Strehler und Brecht waren mehr als Kollegen,

und Strehler hielt an Ferruccio Soleri fest. Soleri! Seit 1963

spielt er nun den Truffaldino, fuehrt seit dem Tod Strehlers

das Schauspiel weiter und spielte nun auch wieder im Alter von

78 Jahren den Arlecchino! Eine schwere Rolle, die sehr viel

Tempo und Akrobatik abverlangt. Es ist schwer zu sagen, was den

Zauber des Stueckes ausmacht - die Komik, der Spott, die Poesie,

die darin zu finden ist, der Urhunger der Armut, die Wut ueber

die Ungerechtigkeit? Endlich demaskierte sich Soleri unter

tosendem Beifall.

Diese Rezension von Christel Walther fanden 1 von 1 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Benissimo!!

Habe das Stück gestern im Theater gesehen und war restlos begeistert. Zu dem alten Stück passt ganz hervorragend die Musik von Gianna Nannini. Das Buch werde ich mit Sicherheit auch noch lesen.

Diese Rezension von helmut seeger fanden 1 von 1 Kunden hilfreich:
3 von 5 Sternen Flottes Boulevardstück

Der Diener zweier Herren ist ein Boulevardstück aus dem 18. Jahrhundert, welches flott und ohne höheren Anspruch daher kommt. Es geht um einen Diener, der, um sein Gehalt aufzubessern, neben seiner ersten Stellung noch eine zweite annimmt.

Da die Personen, die er bedient, durch familiäre und amouröse Bande miteinander verknüpft sind und der Diener Gegenstände, die er einer Partei zustellen soll, jeweils der anderen zustellt, führt dies zu einer Aneinanderreihung von Szenen mit mehr oder weniger Situationskomik und zu jeder Menge Verwechslungen, bis am Ende die richtigen Paare vereint sind.

Es ist eine recht amüsante Komödie ohne Längen und geschliffenen Dialogen, welche zu ihrer Zeit wohl stilbildend war und auch heute noch mit wenig Adaption in Theatern gespielt werden könnte.

Der Diener zweier Herren\Il Servitore di due Padroni



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