Frenzel, Herbert A.; Frenzel, Elisabeth

Daten deutscher Dichtung

Daten deutscher Dichtung
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag
  • Erscheinungsdatum: 1981-05-01
  • Format: Taschenbuch
  • Umfang: 848
  • ISBN: 3423030038
  • EAN: 9783423030038
  • Amazon.de Verkaufsrang: 34.976
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Beschreibung von buecher.de

Daten der Ersterscheinung oder Erstaufführung von literarischen Druck- und Bühnenwerken in chronologischer Folge: mit kurzen Inhaltsangaben und Werkanalysen, nach Epochen gegliedert, mit literaturwissenschaftlichen und historischen Einführungen.

Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension fanden 22 von 22 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Kompakt und informativ

Die Bände zur deutschen Dichtung nehmen nicht viel Platz im Bücherregal weg und bieten trotzdem einen umfangreichen und guten Überblick vom Mittelalter an. Also nicht nur StudentInnen der NDL (Neueren Deutschen Literaturwissenschaft) finden hier Informationen, auch die Mediävisten kommen auf ihre Kosten, um bestimmte Werke in den Gesamtzusammenhang einzuordnen. Der erste Band beginnt mit dem frühen Mittelalter von 750 bis 1170, läuft weiter über das hohe und späte Mittelalter, die Renaissance von 1470 bis 1600, auch Barock, Aufklärung, Empfindsamkeit, natürlich Sturm und Drang, die Klassik und Romantik, schließlich Biedermaier und Vormärz. Der Realismus ab 1850 leitet den zweiten Band ein, den man gleich zusammen mit dem ersten Band anschaffen sollte. Zu jeder Epoche gibt Frenzel einen historischen Überblick mit wesentlichen Ereignissen auf politischer und geisteswissenschaftlicher Ebene, den Zusammenhang zu zentralen Werken, Vorbildern und ausländischen Einflüssen. Darauf folgt für die jew. Epoche eine Chronologie aller bedeutenden Werke mit Angaben zu Autor, Titel, Inhalt und Bedeutung. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)

Diese Rezension fanden 10 von 10 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Literaturgeschichte auf einen Blick mit hohem Anspruch

Der zweite Band der Literaturgeschichte knüpft nahtlos an den ersten Band an: Mithilfe von Kurzzusammenfassungen der wichtigsten Werke, Nennung und Kurzbiographie entscheidender Autoren sowie größeren Einleitungen zur jeweiligen Epoche (mit ihrem politischen, sozialen und philosphischen Hintergrund) vermittelt das Buch einen differenzierten sowie wissenschaftlich fundierten Einblick.Im zweiten Band ist besonders der Beitrag zur Moderne positiv herauszuheben: Anders als in Handbüchern mit ähnlichem Anspruch werden hier Inhalte vermittelt, die sonst verborgen bleiben. Einfühlsam wird auf die verschiedenen Strömungen eingegangen, die die Moderne geformt haben und die sie ausmachen. Die Autoren zeichnen ein ganzheitliche Bild der Epoche und gehen dabei erfreulicherweie auf wichtige Details ein, ohne sich jedoch darin zu verlieren. Besonders lobend hervorzuheben ist die Darstellung der Literatur nach 1945, die in keinem anderen vergleichbaren Werk so verständlich und zugleich so vielschichtig behandelt wird.Außerdem ist noch positiv zu vermerken, daß der vorliegende Band über die Wende und deutsche Einheit von 1989/ 90 hinausgeht. So kommt auch der aktuelle Anspruch, den viele Leser aus Mangel an brauchbarer sehr neuer Forschungsliteratur stellen, nicht zu kurz.Alles in allem sind beide Teile der Literaturgeschichte als nahezu unentbehrlicher Begleiter durch den germanistischen Alltag nur zu empfehlen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)

Diese Rezension fanden 3 von 3 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Toller Überblick

Der erste Band des chronologischen Abriß ist besonders als Überblick der - im Vergleich zur (beginnenden) Moderne "abgrenzbareren" älteren Epochen (Von den Anfängen bis zum jungen Deutschland) - hilfreich. Gerade für Studenten, aber auch für die oberen Klassen des Gymnasiums findet der Lernende hier, wonach er schon lange gesucht hat: Dies ist keine typische Literaturgeschichte, die mit Daten und Namen zugepfercht ist, und auch kein hochphilosophischer Abriß, den man erst nach dem 13. Semester intensiven Germanistikstudiums versteht. (Natürlich ist trotz allen Lobs klar, daß eine solche Literaturgeschichte trotzdem Gefahr läuft, Namen und Daten zu "häufen".)Frenzel/ Frenzel haben schon im ersten Teil einen ordentlichen Überblick über die deutsche Literaturgeschichte vorgelegt, in dem viel erklärt wird, Kurzbiographien der wichtigsten Autoren verzeichnet sind, und die bedeutendsten Werke in Kurzzusammenfassungen (inkl. "Mini-" Interpretationen) vorgestellt werden.Besonders positiv scheint der Beginn des Abrisses, der im Titel vage mit "den Anfängen" charakterisiert wird. Hier werden auch Autoren und Werke lange vor der frühen Neuzeit (ab 750!!) berücksichtigt, die in manch anderem ähnlichen Werk außen vor bleiben. Die Mischung zwischen germanistischem Anspruch und dem Verlangen der Lernenden nach einer verständlichen Literaturgeschichte mit Tiefgang scheint gelungen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)

Diese Rezension fanden 2 von 2 Kunden hilfreich:
4 von 5 Sternen Als Nachschlagewerk gut geeignet

"Daten sind die Voraussetzung aller geschichtlichen Erkenntnis", schreiben die Herausgeber in ihrem Vorwort. Nur allzuwahr, und auch in der Literaturwissenschaft muß man zuweilen wissen, welches Werk wann bzw. welche Werke in welcher Reihenfolge geschrieben wurden, um sie richtig einschätzen zu können. Dafür und für einiges andere leistet dieses Nachschlagewerk nützliche Dienste. Was es nicht ist, ist eine Literaturgeschichte im herkömmlichen Sinne. Denn hier werden nicht mehr oder minder mühsam Verbindungen von diesem zu jenem Werk hergestellt, die Vorgehensweise ist eine andere. Die Literaturgeschichte ist in Epochen aufgeteilt, wie sie allgemein in der Literaturwissenschaft üblich sind (auch wenn natürlich die Epochengrenzen nicht so absolut genommen werden dürfen, wie es zunächst erscheinen mag - das sieht man etwa auch daran, daß Werke, die bei einer bestimmten Epoche angegeben sind, aus deren Zeitrahmen herausfallen); zunächst wird stets der wesentliche geschichtliche Hintergrund der Zeit sowie vor allem die theoretischen Grundlagen einer bestimmten Epoche beschrieben, bevor dann in Kürze die "wesentlichen Werke" dieser Zeit angegeben werden. Bei einer solchen Auswahl, die sich nahe an einer Kanon-Bildung bewegt, kann man natürlich nur Fehler machen, und so werden zwangsläufig die einen oder anderen das eine oder andere Buch vermissen oder auch hier fehl am Platze weil unwichtig finden. Auch die (sehr knapp gehaltenen) Inhaltsangaben bieten reichlich Anlaß zu Kritik, denn in der Kürze verfälschen sie mehr als daß sie nützen. Aber "der Frenzel" kann und will ja auch weder große Lexika (etwa den Kindler) noch die eigene Lektüre ersetzen. Aber bei der Einordnung will und kann dieses Buch helfen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)

Diese Rezension fanden 1 von 1 Kunden hilfreich:
4 von 5 Sternen Nicht nur zum Nachschlagen, auch zum Lernen

Hier findet sich - Gottseidank! - keine Literaturgeschichte im herkömmlichen Sinne, wie man sie etwa bei Fritz Martini noch findet. Stattdessen wird hier die Literaturgeschichte in die wohlbekannten (gleichwohl problematischen, hier aber nur als Orientierungszeiträume verstandenen) Epochen untergliedert, und dann wird jeweils der Versuch unternommen, die Abgrenzung dieser Epoche dadurch zu rechtfertigen, daß man ihr jeweils bestimmte Eigenschaften zuschreibt - und zwar deskriptiv jene, die in der allgemeinen Forschung damit identifiziert werden, und z.T. aufgezeigt anhand der konkreten Texte. Insbesondere findet sich zu jeder Epoche eine Liste der "wichtigsten" Autoren sowie der bedeutendsten Werke. Die Auswahl mag einige ärgern, aber irgendwo mußte halt die Grenze gezogen werden. Wer sich hineinkniet, wird eh' noch rechts und links von dem lesen wollen (und natürlich können, dürfen und sollen), was hier angegeben ist. Speziell zu Schiller und Goethe finden sich ausgedehnte Abschnitte, die Leben und Werk ausführlich (aber immer noch lexikonartig) behandeln; auf diese Art und Weise entsteht - nicht nur für die Klassik - eine Art Zeittafel, auf der die einzelnen Werke eingetragen sind, so daß man sich eine gute Vorstellung von bestimmten Entwicklungen machen kann. Allein dies rechtfertigt schon die Anordnung der Texte streng nach dem Zeitprinzip (was auch zeigt, daß das Epochenprinzip nicht knallhart durchgezogen wird - ab und an schaut schon einmal ein Text über die eigentlich zugewiesenen Zeitgrenzen hinaus. Und das macht das Buch ja nur besser). (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)

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