Bronte, Charlotte

Jane Eyre

Jane Eyre
  • Verlag: Insel, Frankfurt
  • Erscheinungsdatum: 2008-03-20
  • Format: Taschenbuch
  • Umfang: 644
  • ISBN: 3458325131
  • EAN: 9783458325130
  • Amazon.de Verkaufsrang: 43.379
Bestellen Sie über obige Links! Sie fördern dadurch die Digitalisierung weiterer Bücher, da Zeno.org eine Provision von dem Sponsor erhält. Wann immer Sie etwas bestellen möchten - prüfen Sie vorher die Millionen von Angeboten, die im Zeno.org-Shop beschrieben sind. Bookmarken Sie die Einstiegsseite in den Zeno.org-Shop für spätere Gelegenheiten. Vielen Dank für Ihre Unterstützung.
Beschreibung von buecher.de

Jane Eyre ist die fiktive Autobiographie einer Frau, die sich zwischen ihrer Leidenschaft zu einem Mann und ihrem Wunsch nach Selbständigkeit entscheiden muß: 'Ich bin kein Vogel, und kein Netz umgarnt mich, ich bin ein freier Mensch mit einem freien Willen - das werde ich zeigen, indem ich Sie verlasse', sagt Jane Eyre zu dem Mann, den sie liebt.

Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension von Radiocat fanden 7 von 9 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Besser als Puddingkochen

Nachdem ich mit Begeisterung Jane Austen Romane gelesen habe machte ich mich auf die Suche nach anderen englischen AutorInnen jener Zeit und traf auf Charlotte Bronte und Jane Eyre.

Aufgemacht wie eine Autobiografie werden zuerst Janes Kinder- und Jugendjahre beschrieben. Jane Eyre wächst bei der reichen Familie ihres Onkels auf, sie ist Vollwaise. Als ihr Onkel stirbt wird sie von ihrer Tante und besonders ihrem Cousin schwer schikaniert. Sie rebelliert und wird in ein Internat für arme Waisenkinder gesteckt. Auch die Jahre auf der Schule sind hart und grausam doch wie durch ein Wunder überlebt die kränkliche, blasse Jane auch diese Zeit. Nach der Schule und nachdem sie dort einige Jahre selbst Lehrerin gewesen war, möchte Jane mehr von der Welt sehen und sucht sich eine Stelle als Gouvernante. Sie landet im düsteren Haus von Mr.Rochester. Dieser ist fasziniert von Janes scharfer Intelligenz, ihrer ehrlichen Natur und ihrem Mut, sie verlieben sich. Doch Janes seltenes Glück währt nicht lange, denn Mr.Rochesters Haus birgt ein dunkles Geheimniss aus der Vergangenheit seines Bestitzers...

Jane Eyre ist mir im Laufe des Buches zu einer meiner liebsten RomanheldInnen geworden. So viel Unglück, Grausamkeiten und Schmerz Jane auch erfahren hat, hat sie nie daran gedacht aufzugeben. Charlotte Bronte hat damals mit Jane eine ganz neue Art von Romanheldinnen geschaffen. Eine Frau, die sich weder durch Schönheit, Sittsamkeit noch durch Geld auszeichnet sondern mit einem scharfen Verstand und die dazu noch Rechte einfordert die zur damaligen Zeit nur Männern vorenthalten waren.

Die Atmosphäre ist im ganzen Buch düster und passt zu Jane Eyre und Mr.Rochester. Auch das Ende ist kein klassisches happy ending es trägt einen dunklen Nachgeschmack.

Den Roman habe ich sehr gerne gelesen und er hat mir sehr viel gegeben. Und obwohl schon 150 Jahre alt, lässt sich Charlotte Brontes plastischer Schreibstil gut und flüssig lesen. Vorallem für Frauen (gerne auch für Männer) ist Jane Eyre ein Stern am ewigen Literaturhimmel und wärmstens zu empfehlen.

Diese Rezension von IronCrane fanden 2 von 2 Kunden hilfreich:
3 von 5 Sternen Gut, aber nicht vollends überzeugend

Jane Eyre (spricht sich wie das englische "Air"): Was hat man nicht schon alles darüber gelesen. Bei John Irvings "Gottes Werk und Teufels Beitrag" spielt es eine große Rolle, ja sogar bei Commissario Brunetti geht es einmal darum; das Buch ist schlicht ein großer Klassiker. Doch auch Klassiker müssen nicht zwangsläufig grandios sein - "Jane Eyre" ist der Beweis.

Ich empfand den Roman - neben seinen Vorzügen, auf die ich noch zu sprechen kommen werde - als langatmig und ein wenig konzeptlos. Anfangs erschien er mir eine weibliche Version von Dickens' "David Copperfield" zu sein, dann plötzlich wurde daraus ein Liebesroman, der sich zu einem wohlig-schönen Schauerroman formte, dann aber viel zu früh seine From wieder verließ, um zu einem unangenehmen Theologiekurs auszuufern. Erst zum Ende hin wusste das Buch wieder so richtig zu überzeugen.

Erzählt wird die Lebensgeschichte des Waisenkindes, das dem Buch seinen Namen gibt. Jane wächst bei einer lieblosen Verwandten auf, deren Kinder sie in einem fort drangsalieren, bevor sie schließlich in ein Internat gesteckt wird. Dort leidet sie unter Hunger, Kälte und dem abgrundbösen Mr. Brocklehurst, findet aber auch gute Freundinnen, die sie allerdings nur zu bald an eine Typhus-Epedemie und einen Ehemann verliert.

Inzwischen zu einer Lehrerin ausgebildet, heuert sie schließlich auf Thornfield Hall an, einem herrlich-düsteren Herrensitz, wo sie dem herrlich-düsteren Mr. Rochester begegnet, der ein herrlich-düsteres Geheimnis mit sich herumträgt, was aber die Erfüllung einer sich entspinnenden tiefen Liebe zwischen den Beiden schlechterdings unmöglich macht.

Jane flieht - ganz viktorianische Tugend - und landet bei einem kleinen Landpfarrer, der, wie sich überraschenderweise herausstellt, ihr Cousin St. John ist. Um den Überraschungsreigen rund zu machen, erbt Jane auch noch ein beträchtliches Vermögen von einem ihr unbekannten Onkel. Weil dieser aber St. John leer ausgehen ließ, teilt Jane schwesterlich - und ermöglicht so dem Pfarrer, seiner Berufung zu folgen und Missionar zu werden. Er will sie heiraten, damit sie ihm folge; aber - glücklicherweise - gibt Jane ihm einen Korb. Grund dafür ist eine akustische Erscheinung: sie hört Mr. Rochester sie verzweifelt rufen, und kehrt zu ihrer großen Liebe - die inzwischen von den ehedem zu großen Problemen befreit ist - zurück.

Ende gut, alles gut? Beinahe. Das Ende ist in der Tat so schön, dass es mich mit den ärgerlich-langatmigen Passagen des Buches fast aussöhnte. Aber eben nur fast. Denn trotz des Endes, der teils herrlichen Naturbeschreibungen, der schönen Sprache und des tollen Mr. Rochesters ließ mich der Roman ein bisschen zu unbefriedigt zurück, um ihm mehr als drei Sterne zu geben. Vor allem wohl, weil mir die Theologie-Diskurse mit St. John zu ausufernd und ermüdend waren. Ich habe nichts gegen Religion und auch nichts gegen Bücher, die ein paar unspannende Passagen haben: "Die Herrin von Wildfell Halle" zum Beispiel hat mir sehr gut gefallen. Aber bei "Jane Eyre" war es mir doch ein bisschen zu viel. Vielleicht bin ich auch enttäuscht worden, weil ich zuvor die ungleich ungestümere, düsterere und spannendere "Sturmhöhe" gelesen habe und ums Vergleichen zwischen den Brontë-Schwestern nicht herum kam...

Diese Rezension von Wendy fanden 6 von 8 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Ein wundervoller Klassiker!

Jane Eyre, ein Name, der einem in der Literatur immer wieder begegnet. Als große Heldin der Frauen wird sie gefeiert, als romantische Protagonistin geliebt, von mir aber vor allem für ihre Standhaftigkeit und dafür, dass sie stets auf ihre Prinzipien bestanden hat.Aufgewachsen in einer alles andere als liebevollen Umgebung, ausgegrenzt von der einzigen Familie, die ihr noch bleibt, ist Jane froh, ins Internat zu dürfen, wo es ihr zwar wenig besser geht, sie jedoch zumindest unter Gleichen ist.

Nach 8 Jahren an dieser Schule zieht sie aus um als Gouvernante im Haus von Mr. Rochester zu arbeiten. Zwischen den beiden entwickeln sich zarte Gefühle, zuerst noch verborgen, dann voller Leidenschaft. Doch Mr. Rochester hütet ein Geheimnis, welches sein und das Glück Jane Eyres auf eine harte Probe stellen soll.Man fiebert von der ersten bis zur letzten Seite mit Jane mit und kann sich weder dem Bann der Geschichte noch dem außergewöhnlichen Charme Edward Rochesters entziehen. Für Frauen ist dies ein Muss unter den klassischen Werken der Literatur.

Die Sprache hat mich ebenfalls fasziniert, weil sie, obwohl altmodisch, wie ja zu erwarten, in einem fast modernen Stil die Geschichte dieser modernen Frau erzählt. Charlotte Bronte spart nicht an Details, Beschreibungen wirken jedoch nie überladen. Man hat stets das Gefühl, genug zu wissen, aber auch nichts zu verpassen.Besonders schön fand ich das Ende, das obwohl im Großen und Ganzen gut, doch einen tragischen Unterton mitschwingen lässt und dadurch das Buch nicht wie ein Hollywood-Skript wirken lässt. Für Jane Eyre gibt es von mir die volle Punktezahl, denn dies ist ein Buch, was ich bestimmt noch viele Male lesen werde.

Diese Rezension von H. J. Klaus fanden 6 von 8 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Puddingkochen nichts für Frauen

"Es ist zwecklos zu fordern, der Mensch solle sich mit einem beschaulichen Leben zufriedengeben. Er braucht Betätigung und Abwechslung, und wenn er sie nicht findet, schafft er sie sich selbst. Millionen sind zu einer noch geruhsameren und eintönigeren Existenz verdammt als ich, und Millionen lehnen sich stumm gegen ihr Los auf. Niemand weiss, wieviel Aufruhr und Rebellion - abgesehen von politischer Empörung - in den Menschenmassen gären, die die Erde bevölkern. Frauen gelten im allgemeinen als sehr ruhig und sanftmütig, aber sie fühlen nicht anders als Männer; sie müssen ihre Begabungen ebenso erproben können wie ihre Brüder, und genau wie diese brauchen sie einen Bereich, in dem sie ihre Fähigkeiten entfalten können. Sie leiden unter allzu starker Einschränkung und er-zwungener Tatenlosigkeit nicht weniger als Männer; und es ist engstirnig, wenn ihre privilegierteren Mit-menschen sagen, sie sollten sich aufs Puddingkochen und Strümpfestricken, aufs Klavierspielen und Taschenbesticken beschränken. Es ist gedankenlos, sie zu verurteilen oder sich über sie lustig zu machen, wenn sie bestrebt sind, mehr zu tun oder zu lernen als das, was Tradition und Sitte ihrem Geschlecht zubilligen."

Aus Jane Eyre" von Charlote Bronte, Verlag Philipp Reclam 1990, übersetzt von Ingrid Rein, S. 173 f.

Kleine Anmerkung zum Roman.

Als der Roman 1847 erschien war er über Nacht ein grosser Erfolg, obwohl Charlotte Bronte darin die Religion und das Patriarchat, zwei Säulen der Gesellschaft, fadengerade und unzweideutig kritisiert hatte, obwohl sie es deshalb ratsam fand, den Roman unter einem Pseudonym zu veröffentlichen und obwohl ein grosser Teil der Kritik den Roman als höchst schädlich und antichristlich einstufte. Nicht zuletzt die oben zitierte Stelle hatte zu diesen Abqualifizierungen geführt. Nun, die Kritiker von damals kennt kein Schwein mehr, der Roman von Charlotte Bronte dagegen ist well und alive, weiterhin in vielen Ausgaben erhältlich und, last but not least, eine weiterhin lesenswerte und packende Geschichte.

Diese Rezension von Dostojewskaja fanden 2 von 4 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Die wohl berühmteste Gouvernante der Welt...

...und ich bin froh, dass ich ihre Geschichte gelesen habe, denn als ich mir das Buch vor einigen Monaten kaufte, war es eigentlich nur die zweite Wahl für mich (das Buch, das ich mir eigentlich kaufen wollte, hatte es nicht gegeben). Heute, nachdem ich das Buch bereits zweimal ganz gelesen habe (einmal auf Deutsch, einmal auf Englisch), wäre diese fiktive Biografie nicht nur die erste Wahl für mich, sondern dient mir auch treu als bezaubernde Lektüre für zwischendurch. Denn, das habe ich in den letzten Monaten festgestellt - dieser Roman ist reiner Seelenbalsam, und ich liebe es, in ruhigen Momenten meine Lieblingspassagen immer und immer wieder durchzugehen: Janes trostlose Kindheit bei der kühlen Verwandtschaft, die mageren, aber geistreichen Zeiten in der Lowood Institution, Janes Einzug in Thornfield Hall und natürliche ihre Begegnung mit Mr. Rochester. Die Dialoge zwischen Jane und Rochester sind einfach großartig; der bärbeißige Rochester, der mit Sarkasmen nur so um sich schmeißt, und als sein Gegenpol die gute alte Jane, die ihrem Herren mit Klugheit, Zurückhaltung und Scharfsinn begegnet und schließlich sämtliche Gesprächs-Duelle für sich gewinnt. Überhaupt ist die Zeit auf Thornfield großartig gestaltet, Janes langsam aufsteigende Gefühle für Rochester glaubwürdig und rührend beschrieben - hin und wieder blitzen auch gelungene Schauerromanelemente auf. Janes Verlobung mit Rochester (und das darauffolgende Hochzeitsdebakel) bildet den vorläufigen Höhepunkt der Handlung, woraufhin mit Janes verzweifelter Flucht aus Thornfield ein längerer Tiefpunkt folgt. Dafür entschädigt jedoch das Ende, welches wieder ein einziger Höhepunkt ist.

Es lohnt sich also definitiv, diese hundertsechzig Jahre alte, ungewöhnliche Geschichte um herzzerreißende Liebe, Vergangenheitsbewältigung, (falschen) Spuk und Geheimnisse zu lesen. Ich bin mir sicher, dass jeder Leser überrascht sein wird, wie keck und frisch Jane und wie unterhaltsam ihre Geschichte ist. Vom literarischen Anspruch her kann Charlotte Bronte vielleicht nicht ganz mit den englischen Meistern Dickens und Thackeray mithalten, aber mit einer Jane Austen definitiv. Ich danke also den Bronte-Schwestern für eine Reihe wunderbarer Romane (an dieser Stelle: Die Werke von Charlottes Schwestern Emily und Anne sind ebenfalls sehr zu empfehlen) und setze meine Entdeckungsreise durch das literarische England fort.




Empfehlungen
Bronte, Charlotte
24,90 €

Bronte, Charlotte
24,95 €

Bronte, Charlotte
29,95 €

Bronte, Charlotte
11,95 €

Bronte, Charlotte
9,90 €

Bronte, Charlotte
44,90 €

Bronte, Charlotte
9,50 €

Bronte, Charlotte
10,20 €

Bronte, Charlotte
9,95 €

Bronte, Charlotte
12,90 €

Bronte, Charlotte
8,50 €

Bronte, Charlotte
29,95 €

Bronte, Charlotte
26,99 €

Bronte, Charlotte
10,00 €
Bookmarks
delicious wong linkarena google