Hegel, Georg W. Fr.

Wissenschaft der Logik

Wissenschaft der Logik
  • Verlag: Meiner
  • Erscheinungsdatum: 1999
  • Format: Taschenbuch
  • Umfang: 320
  • ISBN: 3787314377
  • EAN: 9783787314379
  • Amazon.de Verkaufsrang: 193.427
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Beschreibung von buecher.de

Die Logik des Seins umfaßt drei Abschnitte: Bestimmtheit (Qualität), Größe (Quantität) und Maß. - Jeder Region des Logischen eignet eine bestimmte Weise dialektischer Bewegtheit. Die beiden ersten Kategorien der Logik des Seins, das Sein und das Nichts, sind nur im Meinen gesondert zu erfassen; sie sind immer schon ineinander übergegangen. Die dialektische Bewegungsform der übrigen Kategorien der Logik des Seins kennzeichnet Hegel als Übergehen. Studienausgabe mit Einleitung, Literaturverzeichnis und Personenregister auf der Grundlage der historisch-kritischen Ausgabe der Gesammelten Werke. Mit den Anmerkungen dieser Ausgabe und Übersetzungen altsprachlicher Zitate.

Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension von Kai Froeb fanden 5 von 6 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen vielleicht das beste bezahl- und lebare Buch zu Hegels Logik

Die Aufsätze sind alle sehr gut lesbar, nützlich zum Verständnis und enthalten dabei gleichtzeitig den aktuellen Stand der Hegelforschung, repräsentiert durch die besten Forscher der neuen Generation.Sinnvolle Ergaenzungen:* Thomas Soeren Hoffmann: "GWF Hegel - Eine Propaedeutik" - beste Einfuehrung zu Hegel, enthaelt dabei auch 100 Seiten Erläuterung zu Hegel mit Klasse Beispielen (wird fuer ca. 12 EUR angeboten!)* Primin Steckler Weithofer: "Hegels Analytische Philosophie". PSW ist einer der Autoren in dem hier besprochenen Sammelband. Das Buch ist eine gute Ergänzung, aber leider teuer.* Walter Jaeschke: Hegelhandbuch - die ultimative Quelle für philologische Informationen rund um Hegel.

Diese Rezension von Domitor Invictus fanden 1 von 1 Kunden hilfreich:
4 von 5 Sternen Guter Kommentarband.

Die Kommentarbänder des Akademieverlags fußen in einer Idee, die besonders im Hinblick auf Hegels nicht unumstrittene Wissenschaft der Logik sehr adäquat erscheint: Ein möglichst weites Spektrum an interpretatorischen Ansätzen offerieren, um die Fülle an Blickwinkeln darzustellen, von denen aus ein Werk konsideriert werden kann. Die Idee ist deswegen adäquat, weil Hegels Wissenschaft der Logik nicht nur in einzelnen Punkten diskutiert werden, sondern überhaupt als Entwicklung eines Leitsatz übergreifend in Frage gestellt werden kann. Es leuchtet ein, dass man sich von einem solchen Kommentar keine einheitliche Interpretation erwarten kann.

So weit, so gut. Das Problem, das eine solche Zusammenstellung im Falle der Wissenschaft der Logik in sich trägt, ist das Risiko, ein Thema um Meilen zu verfehlen. Die Aufsätze in diesem Band sind insgesamt gut, teilweise auch sehr gut, jedoch wirken einzelne auch vollkommen deplaziert. Pirmin Stekeler-Weithofer führt das elementare Kapitel der Quantität als formalsemantische Erörterung an, die sich auf die Paraphrasierung des Hegel'schen Originaltextes in den semantischen Jargon beschränkt. Natürlich stellt eine solche Erörterung dar, wie unterschiedlich die Wege sind, auf denen man sich der Wissenschaft der Logik nähern kann, aber wenn ich mir die Interpretation einer Philosophie zu Gemüte führen will, die die Kategorie als Zusammenfallen des Seins mit dem Denken beschreibt, dann erwarte ich keine rein formallogische oder semantische Reflexion. In diesem Sinne hätte man die Aufsätze thematisch doch etwas einschränken können.

Im Laufe der Lektüre kann man aber rasch auch noch eines zweiten Problems gewahr werden, welches wohl bei Hegel in den Ausmaßen auffällt, die es ansatzweise auch bei Husserl und Heidegger annimmt. Ich finde das Bild einer Komödie des späten 19. Jahrhunderts, welche Hegel karikiert, hier sehr passend. Es müsste das Stück "Die Winde" von Gruppe gewesen sein, in dem Hegels Syntax mit einem Kaleidoskop verglichen wird: Man schüttelt es, die bunten Steine ordnen sich ganz willkürlich und man beschaut das bunte Gemisch verständnislos. So wenig dieser Vorwurf auf Hegel zutrifft, so sehr erinnerte mich der Aufsatz Thomas M. Schmidts an das Bild. Aber gerade bei Hegelinterpretationen ist der syntaktische Kaleidoskopismus eben stellenweise unvermeidbar - ausgleichend glänzen einige andere Aufsätze auch mit sehr überzeugenden Vergleichen und Verweisen auf Physik, Mathematik und Chemie.

Insgesamt bietet dieser Band doch einen interessanten Einblick in das weite Feld der aktuellen Hegelforschung. Als Einführung eignen sich die Texte selbstverständlich nicht, die grundverschiedenen Denkansätze bieten aber die Möglichkeit, neue Gesichtspunkte der Hegel'schen Logik aufzudecken.

Wissenschaft der Logik



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