Lindgren, Astrid

Der Drache mit den roten Augen

Der Drache mit den roten Augen
  • Verlag: Oetinger Verlag
  • Erscheinungsdatum: 1986-02
  • Format: Gebundene Ausgabe
  • Umfang: 32
  • ISBN: 3789160377
  • EAN: 9783789160370
  • Amazon.de Verkaufsrang: 42.019
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Beschreibung von buecher.de

Das kleine Mädchen und sein Bruder trauen ihren Augen kaum, als sie eines Morgens in den Stall kommen: In der Ecke, neben den neugeborenen Ferkeln, steht ein kleiner grüner Drache. Keiner weiß, wie er dahin gekommen ist. Zuerst ist er noch ganz schwach, aber als die Kinder ihm immer wieder etwas zu essen bringen, wird er zunehmend munterer...

Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension von S. Erlemann fanden 7 von 7 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Tolle Geschichte!

Der Schweinestall ist das erste Ziel der Geschwister an diesem Morgen. Denn eine Sau hat Ferkel geworfen und nichts ist süßer und interessanter, als den Kleinen beim Saugen, Schmatzen und Quicken zuzusehen.

Doch die beiden Kinder trauen ihren Augen nicht. Zwischen den kleinen rosafarbenen Wesen liegt etwas Grünes, Schuppiges. Es ist ein Drache. Ein richtiger, echter, lebendiger Drachen. Er schaut sie mit blutroten Augen an und wimmert. Die Muttersau will ihn nicht säugen und die "Geschwister" rempeln und drücken ihn.

Die Kinder beschließen, den Drachen großzuziehen. Und was der frisst. Schnüre, Kerzen, alles, was die Geschwister ihm anbieten, schlingt er in sich hinein. Und frech ist er auch. Doch man kann ihm nicht böse sein. Wenn er die Beiden flehentlich ansieht, verzeihen sie ihm auch die schlimmsten Untaten.

1986 erschien bei Oetinger eines der Kinderbücher, die immer wieder gedruckt, gekauft und bewundert werden. Die schwedische Bestsellerautorin, die so unsterbliche Figuren wie Pippi Langstrumpf, Michel aus Lönneberga, Ronja Räubertochter oder die Gebrüder Löwenherz geschaffen hat, verfehlt auch in "Der Drache mit den roten Augen" nicht den richtigen Ton. Die Geschichte ist herzallerliebst und zum Ende hin sogar richtig traurig. Kinder ab sechs Jahren werden ihre helle Freude daran haben.

Aber nicht nur der Text ist bemerkenswert, auch die Illustrationen von Ilon Wikland sind eine Augenweide. Die altmodischen, großformatigen Zeichnungen sind wunderbar detailliert und zeigen - so ganz nebenbei - eine entschwundene Zeit. Die Zeit der Jahrhundertwende, als Astrid Lindgren selbst ein Kind war und die sie so wundervoll vor den inneren Augen ihrer Leser wieder belebt. Dank Wikland haben diese Vorstellungen auch ein Bild, eine optische Entsprechung.

Dieses Buch gehört in jeden Bücherschrank, in jede Sammlung von Bilderbüchern. Der Preis ist angemessen, auch wenn der Text sehr knapp ist und man kaum zehn Minuten zum Vorlesen braucht. Doch das Betrachten der Bilder kann schon mal eine halbe Stunde in Anspruch nehmen. Für die kleinen Bewunderer jedenfalls gehört "Der Drache mit den roten Augen" mit Sicherheit zu ihren Lieblingsbüchern.

Diese Rezension von finamareike fanden 15 von 21 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Märchenhaft

Eines Tages finden zwei Kinder einen Drachen im Schweinestall. Was die Kinder mit "ihrem" Drachen alles erleben, und wie schwer ihnen der Abschied fällt, das ist hier nach zu lesen. Sie werden "ihren" Drachen nie vergessen und ich dieses Buch nicht.

Diese Rezension fanden 14 von 20 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Eines meiner Lieblings-Kinderbücher

Ich habe dieses Buch schon als kleines Kind sehr gemocht und auch heute noch steht es in meinem Bücherregal. Die typischen Bilder aus den Astrid Lindgren Büchern haben mir schon immer gut gefallen, besonders diese hier. Die Geschichte von dem Drachen mit den roten Augen ist wirklich rührend und hat mich immer sehr nachdenklich gemacht. Empfehlenswert!

Diese Rezension von A. Rank fanden 1 von 1 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Lieben heißt Loslassen

Zwei Kinder leben auf einem Bauernhof. Eines Tages finden sie bei den neugeborenen Ferkeln einen kleinen Drachen. Der Drache ist frech und unberechenbar. Gerade dadurch bringt er in das harte Landleben der beiden Kinder Spaß, Abwechslung und Freude. Vor allem das Mädchen liebt ihn über alles.

"Und dann - nein, war das seltsam - flog er einfach fort. Wir hatten nicht gewußt, daß er fliegen konnte. Aber er hob sich geradewegs in die Lüfte und flog mitten hinein in den Sonnenuntergang. Schließlich sahen wir ihn nur noch als einen kleinen schwarzen Punkt in der feuerroten Sonne. Und wir hörten ihn singen. Er sang mit einer ganz reinen, hellen Stimme, während er flog. Ich glaube, er war glücklich."

Für das Mädchen, das ihn so sehr liebt, ist das ein tiefer Verlust.

Das Märchen ist aus der Rückschau erzählt. Wir erfahren, dass die Ich-Erzählerin noch immer oft an den Drachen ihrer Kindheit denkt. Und wir lesen zwischen den Zeilen, dass sie froh ist - trotz der Kürze der gemneinsamen Zeit- diese Zeit erlebt zu haben.

Obwohl ich das Buch als Kinderbuch besitze und es meiner Tochter auch sehr gefiel, ist es doch auch ein Buch für Erwachsene. Es ist ein Buch über Abschied und das Ende von Beziehungen. Es ist ein Buch über das Glück, trotz des Endes diese Beziehung erlebt zu haben.

Und nicht zuletzt ist es auch ein Buch mit einer wunderwunderbaren Sprache: Astrid Lindgren at her best. Und die Bilder sind auch toll.

Ich habe mal als Kunstprojekt zum Thema Kontrastfarben zu diesem Märchen Drachen vor rotem Himmel malen lassen (wie die Umschlaginnenseite). Das war sehr schön.

Diese Rezension von Claudia Und Clemens Wimmer fanden 1 von 1 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Empathie, Abschied und Trauer

Der kleine rote Drache den die Kinder eines Morgens im Stall vorfinden ist schwach und ganz anders als seine rosigen Ferkelgeschwister. Die Kinder kümmern sich um ihn und umsorgen ihn liebevoll. Umso trauriger sind sie, als er sie eines Tages verlässt "und in den Himmel fliegt".

Ein einfühlsames Bilderbuch zum Thema "anders sein" Abschied und Tod. In meinem Fall war es das ideale Bilderbuch mit dem Hintergrund eines schwer kranken und behinderten Geschwisterkindes, von dem es Abschied zu nehmen gilt.




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