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Lange Zeit haben Missverständnisse und selektiver Gebrauch die Philosophie Nietzsches in Misskredit gebracht. Eine neue Generation von Lesern musste Nietzsche wieder entdecken und hat ihn als geistigen Vater des Sinnlosigkeitsverdachts gegenüber allen endgültigen Konstruktionen von Geschichte, Moral und Wahrheit erkannt.
Wiebrecht Ries' Einführung bietet einen Leitfaden durch Nietzsches Werk, das vielen Interessierten oft verwirrend und unüberschaubar erscheint. Um zu einem sachlich angemessenen Verständnis des umstrittenen Philosophen zu verhelfen, gibt Ries zunächst einen Überblick über die einzelnen Werkphasen und entfaltet dann die Leitmotive, die sie durchziehen.
Als Einführung ungeeignet, aber umfassendIch rate dringend jedem von diesem Buch ab, der sich noch in keinster Weise mit Nietzsche auseinandergesetzt hat. Es wird viel Kontextwissen und Vorwissen vorausgesetzt. Die Sprache ist schwierig und manchmal wirklich etwas umständlich gewählt. Das hätte man auch einfacher haben können, aber nun gut.
Positiv hervorzuheben ist die Tatsache, dass Ries es versteht Halbwissen über Nietzsche gekonnt zusammenzuflechten, sodass man hinterher den Anschein hat, es habe alles einen Zusammenhang - bei Nietzsche wirklich schwierig.
Mein Problem bei Nietzsche war und ist das Zusammenbringen von Stückchenwissen zu einem Ganzen - denn Nietzsches Schriften sind gewollt nicht stringent komponiert. Das bekommt Ries wunderbar hin. In diesem Fall sind Sätze wie: "Seine Zeitlichkeit und Geschichtlichkeit überwinden wollende Lehre von Zeit und Sein, zentriert im Gedanken der ewigen Wiederkehr, verweist auf einen dem Vorstellungsvermögen entrückten Ort »jenseits von Mensch und Zeit«, auf die Perspektive einer fremden Welt jenseits von Logik und Teleologie." echt horizonterweiternd.
Fazit: Als Einleitung vollkommen ungeeignet, als Gedankenstütze zum Werk absolut empfehlenswert. Dieses Buch kann einige Verständnisschwierigkeiten beseitigen, auch bei gründlichen Nietzsche-Lesern.
Abgesehen von alledem kann es immer noch als, ich nenne es mal eigentümliche Interpretation "Reibungsstoff" für hitzige Nietzsche-Debatten liefern.
Empfehlenswert.
Nicht zur Einführung geeignet !Zur Einführung geeignet? Eher zur Wiederholung bereits vorhandener Kenntnisse. Bereits die Einleitung erschlägt den Leser mit Fachworten, die nicht erklärt werden und deren genaue Bedeutung für den hier präsentierten spezifischen Kontext also vorausgesetzt wird - bei einem Buch, das sich als Einleitung bezeichnet, nicht gerade dienlich. Dazu kommen verschachtelte Sätze, welche die Lektüre um ein Nochmaliges erschweren.
Ich bin es gewohnt, für die Uni geisteswissenschaftliche Sekundärliteratur zu lesen und ich habe auch bereits andere Ausgaben dieser Reihe gelesen, von diesem Buch kann ich jedoch nur abraten. Ich habe mich durch die ersten drei Seiten der Einleitung gekämpft, dachte daß die weiteren Kapitel erträglicher werden (man kennt das ja, auf den ersten Seiten beweisen ja die Verfasser meistens sich selbst und ihren Kollegen, was sie sprachlich draufhaben) und wurde dann enttäuscht, als es genau so weiter ging.
Ein Beispiel aus Seite 23: "Womit dieses Werk ernst macht, ist eine an der Zerfallslogik der Metaphysik orientierte Phänomenologie des europäischen Nihilismus, dessen Ergebnis eine radikale Verdächtigung des durch systematische Philosophie und erkenntnistheoretische Forschung vorgetragenen Wahrheitsbegriffs zeitigt, so daß "nichts mehr wahr" und darum "alles erlaubt" ist." Tauchen bei Ihnen jetzt auch erstmal Fragen auf? Was ist Zerfallslogik? was versteht der Autor unter "Phänomenologie des europäischen Nihilismus"? was ist mit dem "Wahrheitsbegriff" gemeint? Und dann noch - warum benutzt der Autor antiquierte Wörter wie "zeitigt", deren Bedeutung ich auch nachschlagen müsste?
Mein Fazit: ALS EINLEITUNG ABSOLUT NICHT GEEIGNET!
Es gibt differenziert Auskunft über Nietzsches Deutung.Es gibt eine, wenn auch knappe Deutung zur Nietzsches Texten. Als Philosophielehrerin ist man, wie in keinem anderen Fach, auf unterschiedliche Sekundärliteratur angewiesen, da es sehr wenig entworfene Unterrichtsmodelle oder Reihen gibt. So auch nicht zu Nietzsches "Antichrist". Ries vereinfacht erheblich die Entwicklung einer Reihe, ohne oberfläch zu sein. Ein differenzierter Zugang zu Nietsche ist gegeben, auch wenn man Nietzsche an der Uni. studiert hat, gibt es viel Neues über diesen Philosophen zu lernen. Das zeigt Ries eindeutig.
Beste mir bekannte Nietzsche EinführungDie vorliegende Einführung in das Werk von Friedrich Nietzsche schafft es, trotz seines schmalen Umfanges, die wichtigsten Grundlagen und Begriffe anhand der chronologsichen Veröffentlichungen und Entwicklungsphasen verständlich (!) darzulegen.
Abseits des vorherrschenden Bildes vom "Protofaschisten" Nietzsche wird deutlich, was Nietzsche eigentlich meinte, wenn er z.B. vom "Übermensch" oder "Gott ist Tot" spricht. Ebenso werden Metaphern wie "Nihlismus" oder "Umwertung der Werte" erklärt.
Ich kann die Einführung guten Gewissens allen denjenigen empfeheln, die ohne ideologische Scheuklappen einen ersten Einstieg wagen wollen, ohne von der Sprachgewalt Nietzsches erschlagen zu werden.
Adelung-1793: Rieß, das · Ries, das
Brockhaus-1911: Ries [2] · Ries · Ries [4] · Ries [3] · Nietzsche · Wolff-Metternich zur Gracht · Zur Straßen · Frei bis zur Adria · Herbergen zur Heimat · Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger
DamenConvLex-1834: Ries, Ferdinand · Pauline, Christine Wilhelmine, Fürstin zur Lippe
Eisler-1912: Nietzsche · Nietzsche, Friedrich Wilhelm · Förster-Nietzsche, Elisabeth
Herder-1854: Ries [3] · Ries [2] · Ries [1]
Lueger-1904: Ries · Einführung · Cyklon zur Entstaubung
Meyers-1905: Ries [3] · Ries [2] · Rieß · Ries [1] · Nietzsche · Zur Guten Stunde · Wolff-Metternich zur Gracht · Signalwesen zur See · Rettungswesen zur See · Frei bis zur Adria! · Deutsche Gesellschaft zur Beförderung rationeller Malverfahren · Aufgabe zur Post · Haager Gesellschaft zur Verteidigung der christlichen Religion · Recht zur Sache · Privateigentum zur See · Kolonien zur Heimat
Pataky-1898: Ries, Frl. C. E. · Förster-Nietzsche, Elisabeth · Förster-Nietzsche, Frau Elisabeth · Rosen, Hildegard zur · Elisabeth, verw. Fürstin zur Lippe · Hartog zur Megede, Marie · Megede, Marie zur
Pierer-1857: Rieß · Ries [3] · Ries [1] · Allerheim am Ries · Ries [2] · Einführung · Zur Tracht bringen · Zur [1] · Choletsche Methode zur Aufbewahrung des Fleisches · Zur [3] · Zur [2] · Metternich zur Gracht · Beth-Zur · Nordeck zur Rabenau · Zur Jungfer machen · Wolf von u. zur Todenwarth
Roell-1912: Bedingungsweise zur Beförderung zugelassene Gegenstände