Eine Monographie über Rahel Varnhagen, eine der bedeutendsten intellektuellen Frauen Deutschlands, ist mit mehr als den üblichen Schwierigkeiten verbunden, denn weder ihr Leben noch ihre Wirkung entsprechen den traditionellen Erwartungen und können somit nicht einfach innerhalb der vorgegebenen sozialen und literarischen Kategorien dargestellt werden. Die Schwierigkeiten setzen schon bei der Wahl des Namens ein und sind Ausdruck der Doppelproblematik einer Existenz als Frau und Jüdin. Geboren wurde sie 1771 als Rahel Levin, in den neunziger Jahren nahm sie auf Reisen den Nachnamen Robert an (vermutlich um Unannehmlichkeiten als Jüdin zu entgehen). Kurz vor ihrer Hochzeit ließ sie sich auf den Namen Friederike Antonie Varnhagen taufen, und durch ihre Heirat wurde sie Friederike Antonie Varnhagen von Ense.
Brockhaus-1837: Varnhagen von Ense
Brockhaus-1911: Varnhagen von Ense
DamenConvLex-1834: Varnhagen von Ense, Rahel Antonie Friederike Robert · Varnhagen von Ense · Rahel, Antonie Friederike Robert, verehelichte Varnhagen von Ense
Meyers-1905: Varnhagen von Ense · Varnhagen
Pataky-1898: Varnhagen, Frau Helene · Varnhagen von Ense, Rahel