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Diese Vorlesung aus dem Wintersemester 1930/31 enthält Interpretationen der Abschnitte 'Bewusstsein' und 'Selbstbewusstsein' der 'Phänomenologie des Geistes'. Mit Hegel ist Heidegger in der Absicht einig, die Eigenart des Selbstbewusstseins tiefer als Kant zu fassen; andererseits stellt er Hegels dialektischer Überwindung der Endlichkeit des in Gegensätze verstrickten Bewusstseins die Idee der Transzendenz über das Seiende zur Selbstheit entgegen, der Unendlichkeit des absoluten Wissens die Endlichkeit des transzendierenden Daseins.
Die letzten MetaphysikerSowohl Hegel als auch Heidegger sind, was ihre Philosophien betrifft, umstritten; beides rührt zumindest teilweise aus der politischen Wirkung der Philosophie dort (woran ein gewisser Karl Marx aus Trier einen gewichtigen Anteil hat), des Mannes dort (was man fahrlässigerweise immer öfter auf die Philosophie abfärben lässt !)her. Einig ist man sich im Falle der Phänomenologie des Geistes darüber, dass es sich um eines der schwierigsten Werke der Weltliteratur handelt (H.P.Hansen); Ludwig Siep bemerkte in diesem Zusammenhang, dass ein über oberflächliche Lektüre hinausgehendes Studium der Phänomenologie des Geistes "Lebensjahre" koste. Das kann von hier bestätigt werden; wobei ich nicht glaube, dass oberflächliche Lektüre überhaupt etwas ausrichtet.
Martin Heideggers Vorlesung ändert daran, dass sich die Lektüre in der Gangart der Krebse vollzieht, nämlich mal drei Schritt vor, dann wieder zwei zurück (an guten Tagen) nichts. Zuweilen spürt man das Verlangen, Hegels Hauptwerk zur offenen Balkontür rauszuwerfen.
Heideggers Text nimmt sich diesen Schwierigkeiten an, allerdings ohne es einfacher zu machen als zulässig; er beginnt mit der Werkgeschichte und der Einordnung der Phänomenologie und interpretiert danach textnah sämtliche Kapitel aus Teil A) Bewusstsein und danach in Ansätzen das B-Kapitel. Er vermag in das spekulative Denken einzuführen und es gelingt ihm eine -soweit möglich- plastische Dastellung des Textes. Besonders wertvoll dürfte dies im Kapitel "Kraft und Verstand" mit dem Unterkapitel "Die verkehrte Welt" sein; hier bringt einen der Hegel-Text (fast) dazu, hinter dem Buch her vom Balkon zu springen. Aber es scheint dass die beiden Schwaben Hegel und Heidegger sich verstanden hätten.
Alles in allem eine sehr gute Einführung in eines der schwierigsten Werke der Philosophiegeschichte, die allerdings selbst vom Anforderungsniveau nicht ohne ist.
Goetzinger-1885: Brüder des freien Geistes
Herder-1854: Heiligen-Geistes-Archipel · Heidegger
Meyers-1905: Phänomenologie · Hospitalbrüder des Heiligen Geistes · Ausgießung des Heiligen Geistes · Brüder und Schwestern des freien Geistes · Brüder von der Gesellschaft des Heiligen Geistes · Heidegger
Pierer-1857: Priesterliche Gesellschaft des heiligen Geistes · Heiligen Geistes-Orden · Brüder des freien Geistes · Zuchtamt des Heiligen Geistes · Brüder von der priesterlichen Gesellschaft des Heiligen Geistes · Aushauchen des Heiligen Geistes · Amt des Heiligen Geistes · Brüder der priesterlichen Gesellschaft des Heiligen Geistes · Brüder u. Schwestern des freien Geistes · Heidegger