Bestellen bei Buecher.de! Preis: 7,50 €
Bestellen bei Amazon.de! Neu ab 7,50 €, gebraucht ab 2,50 €.
Neue Bücher bestellen bei: Buch.de.de, Buch24.de, Bol.de, Libri.de, Thalia.de
Gebrauchte und neue Bücher bestellen bei: AbeBooks.de, Booklooker.de
Niccolò Machiavellis 1532 erschienene Schrift "Il Principe" ist unter dem Titel Der Fürst Weltliteratur geworden. In seiner Radikalität, in seiner scharfen Trennung zwischen rein politischem Handeln und den Entscheidungen des Einzelnen, überstrahlt Machiavellis Werk die politiktheoretischen Schriften aller seiner Zeitgenossen. Machiavelli will klären, "was das oberste politischen Amt sei, wie viele Arten es davon gibt, wie und wann man es behält, und wie und wann man es verliert". Es geht ihm dabei um die Herrschaftsbildung und Herrschaftssicherung, um die Bewahrung des principato. Sämtliche Handlungen des Fürsten werden an ihrem politischen Zweck der Erhaltung der Herrschaft gemessen. Entscheidend für den Erfolg ist nicht der moralische Wert sondern allein die Wirkung des Verhaltens. Dieser ausschließlich erfolgsorientierte amoralische Zweckrationalismus war es, der viel seiner Zeitgenossen zutiefs verstörte. Schon vor Jahrhunderten wurde "Machiavellismus" zu einem Synonym für Verschlagenheit und Hinterlist, für Amoral und Rücksichtslosigkeit in der Politik. Man hat sich angewöhnt, jede skrupellose Machtpolitik als "machiavellistisch" zu bezeichnen, jene berühmte oder vielmehr berüchtigte "Realpolitik", die sich auf Machiavellis "Il Principe" berufen zu können glaubt. Jedes Jahrhundert hat Machiavellis Schrift anders ausgelegt. In jüngster Zeit wurde sie, wie viele andere Klassiker der Staats- und Kriegskunst auch, erfolgreich von der Managementlehre adaptiert. Ob unternehmerische Führungsstrategien oder persönliche Karriereplanung, an Machiavellis und Anti-Machiavellis herrscht auf dem Buchmarkt kein Mangel. Dennoch lohnt sich ein Blick ins Original, denn Der Fürst ist eine realistische, und in seiner Art zeitlose Diagnose der Politik, in der die Interessen des Staates stets Vorrang vor allen ethischen Überlegungen hatten. --Stephan Fingerle
"Italien von den Barbaren zu befreien"So betitelt Niccolo Machiavelli eines seiner Kapitel in diesem Buch, seinem Hauptwerk: "Der Fürst". Und sogleich erscheint uns das, was dem gebildeten Renaissance - Menschen wichtig und darum erstrebenswert war als Ziel und Bild vor Augen: Der Staat, in dem der einzelne Bürger erst einmal etwas zu leisten hat (z. B. Wehrpflicht!), dann aber auch Mitspracherecht genießt.Alles, was dazu diente, diesem "gerechten" Gebilde, das dem griechischen Vorbild ähneln sollte, dem Athener- Staat des Perikles z.B., nahezukommen, wurde in diesem Buch versuchsweise aufgeführt.
Daß dabei die Empfehlungen für eine starke Führung den Vorrang hatte, ist dieser Zeit (und unserer!) nicht vorzuwerfen. Denn es ist wahrlich eine starke und gerechte Führung in einem guten Staat durchaus vonnöten.Aber die Annahme, diese Führung auch skrupellos ausführen zu dürfen (immer das Ziel eines gefestigten Staatengebildes vor Augen!), ist vielfach (bis heute!) wohl auch mißverstanden worden. Daher wurden und werden den Tyrannen immer (wenn auch oftmals zu spät!) Grenzen gesetzt.Somit werden wir es als Leser dieses interessanten Buches auch weiterhin mit der versuchten (hoffentlich gerechten!) Führung (einer weltweit-gespannt- politischen!) zu rechnen haben. Die Vorbereitungen dahin sind bereits in ausgewählten Händen (nicht nur in den Köpfen!)derjenigen, die Macht haben über finanzielle Mittel und durchführbare Techniken. Hoffentlich mit dem Ziel eines gerechten und gefestigten Staatsgefüges und einer wehrhaften Pflicht, die nicht gleich bei erster Prüfung versagen wird, wie es weiland mit der wehrpflichtigen Bürgerwehr bei Prato geschehen.Niccolo Machiavelli wird oftmals gerne etwas spöttisch betrachtet und der Ausspruch: "Sie Machiavellist!" ist ein oft gehörtes nicht nur schmückende Beiwort für einen starken Politiker auch heute noch.Niccolo Machiavelli ist in Diensten der Medici gestanden, war ein politischer und gebildeter Mensch durch und durch, wurde gefoltert, stand oft wieder nach Rückschlägen auf und diente seinem Stadtstaat Florenz vorbildlich.Natürlich war er ergriffen von Stärke und Macht, doch wenn diese im Dienste der Bürger steht, ist es denkbar, daß daraus etwas entstehen kann, das Sinn macht, wenn man nur immer den Verstand einsetzt. Daran aber mangelt es wohl oft, so wie es an der Hybris nicht fehlt, auch nicht an denkbaren Verwirrungen inmitten all der technischen Möglichkeiten. Und so scheitert der moderne Politiker (der momentanen und der etwas entfernteren Zeitgeschichte!)gerne, was wir nur allzugut am eigenen Leib schon erlebt haben.Umso mehr sollte z.B. ein übergeordnetes Forum, wie die UNO nicht nur eine Mitsprache anstreben, sondern in Zukunft auch mehr und mehr ein echtes Handeln, damit voraussehbare Fehler, die nicht wiederholt vorkommen dürfen, vermieden werden können.Wir als Erben der Ideale der Renaissance, nämlich der Ästhetik (dem Griechischen verhaftet!), der Mode, der Architektur, der Musik, des Schönheitsideals überhaupt und der Macht(auch der heute in etwa verstandenen Religion!) sollten eigentlich gelernt haben, aus entstandenen Fehlern. Ziel könnte es sein, nur noch etwaige Feineinstellungen zu betreiben, mögliche Fehler und entstehendes Unglück endlich zu vermeiden.Machiavelli hat einen modernen Staatsentwurf gewagt, als Gegenentwurf zum mittelalterlichen augustinischen Gottes-Staatsentwurf, einer großen Reichsidee mit religiösem Inhalt, wie sie zur Zeit mit Ausrufezeichen nicht nur andeutungsweise wieder angemahnt wird (Samuel Huntington!). Das wäre dann aber ein Zurück zu einer etwas romantisch anmutenden Variante.
Höchst relevant!Ich hatte mir dieses Buch gekauft, weil es ein Klassiker der Weltliteratur ist und man immer wieder Artikel oder Bücher liest, in denen Bezug auf Machiavelli genommen wird - man will ja schließlich mitreden können. Um so überraschter war ich, wie brandaktuell dieses Buch ist. Obwohl vor fast 500 Jahren geschrieben, ist es immer noch höchst relevant für alle, die in verantwortungsvollen Positionen sitzen. Machiavellis Ratschläge zur Regierung eines Landes oder zur Übernahme einer (Staats)Macht kann meiner Meinung nach direkt auf das Top-Management übertragen werden. Seine Argumente sind plausibel und fundiert, er analysiert jedes Problem, das auftauchen könnte, und denkt es zu Ende. Ich war zuerst skeptisch, weil Machiavelli oft in Zusammenhang mit brutaler Machtpolitik genannt wird. Das ist auch nicht ganz aus der Luft gegriffen, schließlich war Cesare Borgia das Vorbild für den "Fürsten". Natürlich wird heutzutage eleganter mit den Konkurrenten umgegangen als zu Machiavellis Zeiten, aber die Grundideen dürften, denke ich, immer noch gültig sein: Durch dieses Buch bekommt man einen Einblick in die Gedankenwelt der Mächtigen.
Muss man kennen, wenn man ihn im Munde führt...Immer wieder hört man in den Medien und in der Öffentlichkeit das Wort vom „Machiavellisten" oder „Machiavellismus". Die meisten, die es im Munde führen, haben aber das Werk, auf das sich dieser Ausdruck bezieht wahrscheinlich nie gelesen. Das ist meines Erachtens unredlich, und es gibt auch keinen Grund dafür. Das Buch ist so leicht geschrieben, dass man es sich auch getrost als Nachtlektüre neben das Kopfkissen legen kann. Außerdem hat es kaum 120 Seiten, sodass man damit seine klassische Bildung recht schnell und ohne große Mühsal erweitern kann.
Der Fürst, ein Buch besser als sein RufDer Inhalt von Niccolò Machiavelli berühmtesten Werk ist hoch interessant und sehr schlüssig. Wer „Der Fürst" liest, wird die Verteufelung dieses Mannes, dessen Name bis heute Synonym für das Verhalten skrupelloser, absolutistischer Herrscher ist, nicht mehr ganz verstehen können. Weder fordert er zu Brutalität und Grausamkeit auf, noch hebt er Alleinherrscher in den Stand von Heiligen oder Göttern. Im Gegenteil! Er stellt klar, dass niemand sich lang an der Spitze halten kann, der das Volk gegen sich hat. Er zeigt an Beispielen der Großen und Nicht - So - Großen der Geschichte (vornehmlich Roms, Italiens und Frankreichs) wie ein Herrscher Erfolg haben kann oder wie er auf schnellstem Wege seinen Thron verliert. Sicherlich kann man diese Regeln und dieses Verhalten nicht eins - zu - eins in unsere Zeit übertragen; zu viel hat sich in 500 Jahren verändert. Doch Machiavelli zeigt ein erstaunliches Feingefühl für das Denken und Handeln der Menschen. Aus seinen Schlüssen können wir heute noch etwas lernen. Außerdem erkennt man während dem lesen den Mann hinter dem Namen. Ein treuer Bürger von Florenz, der zu Unrecht verbannt wurde, und ein Italiener, der die Ausschlachtung Italiens durch fremde Mächte nicht mehr ertragen kann. „Der Fürst" ist nicht zuletzt ein Aufruf zur Befreiung Italiens. Es ist auch ein sehr gut zu lesendes Buch. Trotz seines Alters ist es frei von schwerverständlichen und altertümlichen Floskeln. Allein der Stil, in dem es geschrieben ist, macht es äußerst lesenswert. „Der Fürst" ist also auf keinen Fall ein Buch nur für Historiker und Machtbesessene; es ist ein Buch für alle, die versuchen, das Handeln der Menschen in Vergangenheit und Gegenwart zu begreifen.
Das Original, von dem viele nur abschreiben.Macciavelli hatte ein großes Ziel - die Einigung des zersplitterten Italiens zu seiner Zeit - daher faßte er die ganze politische Erfahrung seines Lebens zusammen, um es einem recht jungen Mann zu widmen, dem er die Verwirklichung seines Zieles zutraute. Und Maciavelli hat scharf und genau beobachtet, wie Macht, Politik, sozialer Zusammenhalt funktioniert - alles was Menschen so tun wenn sie zusammentreffen und miteinander/gegeneinander auskommen müssen. Es ist also eine Anleitung zum politischen Leben - kurz, prägnant und zielsicher. Manch aufgeklärtem Leser mag das Werk furchtbar stereotyp vorkommen - es gibt keine alternative Handlungsweise als die vorgeschlagene. Doch bedenke: Wer je in seinem Leben den Genuß oder die Ohnmacht der Macht erfahren hat, der wird die Worte Maciavellis aufsaugen und ihnen zu 100% beipflichten. Ich habe in diesem Buch zahlreiche Schlüsse gefunden, die in Sozialpsychologiebüchern Niederschrift gefunden haben (Verhalten in der Gruppe, Autorität). Maciavelli wußte es also schon vor vielen hundert Jahren - es gilt noch heute und wird immer gelten.
Brockhaus-1809: Der Fürst Primas · Gregor Alexandrowitsch, Fürst von Potemkin · Raimund, Fürst von Montecuculi · Wenzel Anton, Fürst von Kaunitz
Brockhaus-1911: Niccolò · Machiavelli · Fürst-Primas · Fürst · Fürst [2]
DamenConvLex-1834: Wilhelm, Fürst von Oranien · Pückler-Muskau, Hermann, Fürst von
Eisler-1912: Machiavelli, Niccolo
Herder-1854: Fürst [3] · Fürst [2] · Fürst [1]
Meyers-1905: Niccolò de' Niccoli · Niccolò di Liberatōre · Machiavelli · Canīno, Fürst von · Stirbey, Fürst Alexander · Fürst [2] · Fürst [1]
Pagel-1901: Fürst, Carl Magnus · Fürst, Livius
Pataky-1898: Fürst, J. · Fürst, Elise · Fürst, A.
Pierer-1857: Niccŏlo dell' Arca · Niccŏlo · Fürst Primas · Fürst [1] · Fürst [2] · Fürst [3]