Auster, Paul

Im Land der letzten Dinge

Im Land der letzten Dinge
  • Verlag: Rowohlt Tb.
  • Erscheinungsdatum: 1992-01-02
  • Format: Taschenbuch
  • Umfang: 198
  • ISBN: 3499130432
  • EAN: 9783499130434
  • Amazon.de Verkaufsrang: 32.855
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Beschreibung von buecher.de

Austers Bücher wirken überraschend zeitgemäß, weil sie auf eine Erfahrung des Lebens - jetzt in diesem Augenblick - aus sind und mit einer monomanischen Lust vordringen in einen sonst sorgsam gehüteten Bereich: in unsere eigene Verwirrtheit angesichts der Welt ... In dem Roman 'Im Land der letzten Dinge' sind alle Spuren einer vertrauten Wirklichkeit scheinbar getilgt ... Allerdings spielt Paul Auster hier nur mit Science-fiction-Versatzstücken, denn in seinen Augen bedarf es nur einer kleinen Drehung an der Schraube unserer Zivilisation, um sie in die Apokalypse, in ein neues (altes) Barbarentum umkippen zu lassen.' (Süddeutsche Zeitung)

Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension fanden 11 von 14 Kunden hilfreich:
4 von 5 Sternen erschreckend und beeindruckend

Ich bin ein Paul Auster Fan und habe schon viele seiner Bücher gelesen, aber dieses ist ein wenig anders als die anderen. Es war sehr heftig. Ich kann sagen, dass es mich von Beginn an fesselte. Ich konnte nicht aufhören es zu lesen und mußte immer daran denken, was wohl mit Anna geschehen würde. Ihr Leben schien furchtbar hoffnungslos und abstoßend, aber sie gab nie auf. Der Punkt dieses Buches ist der Kollaps der Gesellschaft wie wir sie kennen. Es gab da keine Nuklearkatastrophe oder ähnliches, die Gesellschaft kollabiert und erstickt an sich selbst wegen der Unfähigkeit unter dem Druck von Überbevölkerung und Wirtschaftskrise zu bestehen. Die sozialen Auffangnetze, die es einst gab, existieren nicht mehr und die Menschen laufen amok. Auster nahm die Alltagserscheinungen unserer Gesellschaft und extrapolierte jede zum Extremum wie nur er es kann. Dies ist unsere Welt in ihrem Zusammenbruch, wo Zivilisation eher zur Ausname wird als dass sie die Regel ist. Ich möchte dieses Buch jedem empfehlen, der keine Angst davor hat am Rand des Abgrunds zu stehen und hinunter zu schauen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)

Diese Rezension fanden 11 von 12 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen absolut lesenswert

Paul Auster, dieser große amerikanische Schriftsteller, der in letzter Zeit auch als Regissvon sich Reden gemacht hat, beschreibt in diesen Buch die Geschichte der Anna Blume, die auf der Suche nach ihren Bruder sich in ein Land begibt, in dem nach und nach alles verschwindet, man sich auf nichts mehr verlassen kann. Was gestern noch da war, ist morgen schon weg. Deswegen wird dieses Land auch das Land der letzten Dinge genannt. Mit kleinen brillianten Anmerkungen und bewundernswerten Details wird ihre Geschichte in diesen Land erzählt. Sie versucht trotz des Kampfes ums Überleben noch die Menschlichkeit in dieser unmenschlichen Welt zu bewahren. Und trifft dabei auf Weggenossen. Das Buch ist ein Meisterwerk, eine moderne Utopie, die an Orwell und Huxley erinnert, und in manchen Passagen denkt man, daß man trotz aller Unterschiede vielleicht doch nicht gar nicht so weit davon entfernt ist von dieser "City of Destruction" und das sollte uns zu denken geben. Also kurz gesagt, es ist ein Vergnügen dieses Buch zu lesen, obwohl die Stimmung ziemlich düster ist. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)

Diese Rezension fanden 8 von 8 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen fasziniernde Darstellung einer apokalyotischen Welt

Im Land der letzten Dinge ist ein Buch das fasziniert. Es herrscht Weltuntergangsstimmung. Permanent bedroht der Tod die Hauptperson. Paul Auster versteht es die apokalyptische Umgebung die er darstellen will stimmungsmäßig intensiv rüberzubringen. Es gibt in der Welt die er darstellt keine Fixpunkte mehr auf die man sich verlassen kann, alles ist unsicher, veränderlich, und fast immer nur zum Negativen hin. Sogar auf das Wetter kann man sich nicht mehr verlassen. Allerdings kommt die faszinierend düstere Stimmung die vermittelt wird, wie so oft, in dem englischen Original besser rüber als in der deutschen Übersetzung. Einen weiteren Pluspunkt verdient das Buch das es keine langatmigen oder überflüssigen Passagen enthält. Es ist relativ kurz geschrieben. Meiner Meinung nach ist dieses der Beste Roman von Paul Auster .Das Buch ist fesselnd und sehr eindringlich geschrieben,es hebt sich qualitativ deutlich von den meisten anderen Romanen die es zur Zeit gibt, ab. Wer allerdings seichte Unterhaltung sucht ist mit diesem Buch falsch bedient. Dieses Buch entspannt den Leser nicht, es fesselt ihn und läßt ihn auch wenn man es weglegt nur allmählich los. Ein Buch von dem es mehr geben sollte. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)

Diese Rezension von Noel fanden 8 von 9 Kunden hilfreich:
4 von 5 Sternen Blick in eine Zukunft, die bereits begonnen hat

Paul Auster hat hier im Jahre 1992 einen Blick in eine Zukunft gewagt, in ein Land der letzten Dinge, welches für mich von Jahr zu Jahr mehr an Realität gewinnt. In diesem Werk wird von Schnelllebigkeit gesprochen, von einem Leben, welches durchaus nicht mehr als linear bezeichnet werden kann, welches gefährlich ist, wo man heute nicht weiß, was morgen sein wird. Wenn ich mit meinem Vater spreche und unser beider Leben vergleiche, komme ich unweigerlich zu der Annahme, dass diese Fiktion, dieses großen amerikanischen Romanciers, hier und jetzt stattfindet.Ein beklemmendes Buch, welches durchaus zum Nachdenken anregt. So, wie eben gute Belletristik sein sollte...

Diese Rezension von stefanchallenge fanden 7 von 11 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Reale Utopie

Ob Orwell oder Huxley - die bekanntesten Utopien kommen ohne wesentliche - fiktive - technische/naturwissenschaftliche Errungenschaften (?) nicht aus.

Paul Auster schafft es. Er kombiniert reale Versatzstücke, von rechtsfreien Räumen in westlichen Grossstädten bis hin zu Weltuntergangssekten und Naturkatastrophen zu einem Moloch, der das Land der letzten Dinge ist.Gerade das macht dieses Buch so faszinierend und ängstigend.

Wir kennen die Details und sehen nun ein neues Ganzes.Im Land der letzten Dinge lässt nicht unberührt, es fesselt und rüttelt auf.

Die Kürze des Buches verstärkt diesen Effekt. Es entwickelt ein Tempo, das den Sog fühlen lässt, in den die protagonisten geraten.

Man fiebert und hofft mit - und verliert genau die Hoffnung und fühlt die Verzweifelung.Eine Erlösung, wenn man das Buch zuende gelesen hat und aufschaut, in eine Welt, die noch nicht ganz verloren ist und man macht sich plötzlich neue Gedanken zur alten Mutter Erde.

Im Land der letzten Dinge



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