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Für LiebhaberInnenMenschen, die Bernhard nicht verstehen, werden von diesem Werk nicht angetan sein. Wahrscheinlich wird es ihnen nichts sagen, vielleicht sogar langweilig erscheinen.
Menschen, die sich in seine über die Maßen feindliche Gedankenwelt einfühlen können, werden ihren Spaß haben.
Ich habe das Buch gleich noch einmal lesen müssen, nachdem ich es beendet hatte, weil ich aus dem Lachen und Staunen nicht mehr herausgekommen bin.
Was sich manche/r bisweilen denken kann, wird hier ganz klar: Bernhard hatte Humor. Eine große Portion. Es ist schade, dass die meisten Menschen mit ihm immer nur den großen Zyniker und Menschenfeind verbinden.
bernhard einmal andersim gegensatz zur anderen/normalen literatur bernhards wird hier durch den kakao gezogen.
aber nicht irgendwen oder irgendwas, sondern sich selbst.
bernhard macht sich in einem kurzen büchlein ein wenig über
sich selbst lustig.
wer mit bernhard nicht vertraut ist, wird sich nicht richtig
zurechtfinden und auch wenig komisches daran finden können.wer allderings viel von bernhard kennt und vertraut ist mit
der bernharschen landschaft, der hat einiges zu lachen.
Selig, wer trotzdem lachtDass Bernhard gewisse Dinge kritisch (und oft nur allzu wörtlich) meint, das scheint mir tatsächlich der Fall zu sein, aber über den Punkt, an dem ich ihn noch ernst genommen hätte, geht er weit hinaus. Derart überspitzt formuliert gewinnt Bernhards Kritik einen unwahrscheinlichen grotesk humoristischen Wert. Da er sich selbst hier nicht ausnimmt, kann man ihm seine giftige Art, die Dinge zu zeichnen, wie ich meine, noch weitaus weniger Übel genommen werden. Somit sollte man ihm schon vergeben können und auch wenn "Claus Peymann kauft sich eine Hose und geht mit mir essen" die Welt wohl nicht verbessern dürfte, so muss sich auch niemand in seiner Ehre gekränkt fühlen. Was nämlich von den Tatsachen bei Bernhard bleibt, sind Karikaturen, nichts weiter. Und noch etwas: Man kritisiert nur, was einem wichtig ist. Wie sehr muss Bernhard beispielsweise an Wien also gelegen sein?
Massentauglicher Bernhard?Die Thematik erinnert doch sehr an den Theatermacher: Es geht um die Absurditäten und Perversitäten und Verlogenheiten des Theaters und Österreichs und der Schauspieler und der Dramaturgen, das Wien voller Nazis und Dummköpfe und Idioten und Katholiken. Typisch Bernhard eben.
Aber dieses Stück ist definitiv massentauglicher. Es ist nicht weiter notwendig, sich in Bernhard Biographie einigermaßen auszukennen, um den Witz des Stückes zu verstehen, wie es im Theatermacher der Fall ist. Das Stück ist auch ungemein kürzer, als der T.: auf Kosten der schier endlosen Monologe und Wort- und Haarspaltereien, welche aber naturgemäß nicht gänzlich fehlen.
Erfrischend ist die Selbstironie des sonstigen Dogmatikers: Er trifft sich treffend: Denn genau so, wie er sich in "Claus Peymann kauft sich eine Hose und geht mit mir essen" darstellt, muss er denken, habe er auf seine Umwelt gewirkt.
Auf jeden Fall ist C.P. kurzweiliger, eine Aufführung dürfte eine Stunde dauern, beim Theatermacher können es gut und gerne drei und mehr werden und so ist es insgesamt eine sehens- und vor allem lesenswertes Werk Bernhards, das humoristischer kaum sein könnte.
Ein echter Bernhard.Die höchste Form selbstironischer Überspitzung. Großartig.