Bestellen bei Buecher.de! Preis: 8,90 €
Bestellen bei Amazon.de! Neu ab 6,00 €, gebraucht ab 0,99 €.
Neue Bücher bestellen bei: Buch.de.de, Buch24.de, Bol.de, Libri.de, Thalia.de
Gebrauchte und neue Bücher bestellen bei: AbeBooks.de, Booklooker.de
Jeder Versuch, ins Schloss zu gelangen, misslingt; so bleibt es nah und fern zugleich; seine Hierarchie fordert Gehorsam, aber die Weisungen bleiben dunkel und unverständlich.
Wie hätte es wohl geendet...............wenn „Das Schloss" je vollendet worden wäre?
So düster wie die Umschlaggestaltung, ist auch der gesamte Roman gehalten. Der Leser wird in eine Welt voller schemenhafter Figuren und banaler Nebensächlichkeiten versetzt, die jegliche Bedeutung verloren zu haben scheinen.
Akribisch wird jedes noch so unwichtige Detail geschildert, aber alle Bemühungen der handelnden Personen irgendetwas zu erreichen, laufen ins Leere.
Man gewinnt den surrealen Eindruck einer Traumwelt.
K., der ins Dorf gekommene Landvermesser, kann das Schloss zwar im Nebel erkennen, gelangt aber auf der Straße nie dort hin. Die Gehilfen, welche ihm eher als Wächter zur Seite gestellt wurden, wechseln mehrmals ihr Aussehen. Mit Beamten kann man nicht reden, zufällige Gespräche erinnern aber an Verhöre ohne jeglichen Sinn.
Man kann Kafka entweder lieben oder hassen, der Widersprüchlichkeit und Beklemmung in seinen Werken kann man sich jedoch nicht entziehen.
Fantastisch!Als K. eines Abends in einer Wirtschaft eintrifft, will er nur eines: Eine Übernachtungsmöglichkeit. Doch um diese zu erhalten, muss er sich als der erwartete Landvermesser ausgeben, der er höchstwahrscheinlich gar nicht ist. Da die Dorfbewohner natürlich nichts von einem Landvermesser wissen, fordert er Nachfrage bei der zuständigen Behörde ein, welche im Schloß ihrer Arbeit nachgeht. Durch fragwürdige Umstände ergibt es sich, dass tatsächlich ein Landvermesser erwartet wird, so bleibt K. im Dorf.An dieser Stelle beginnt der Kafka-typische Alptraum seiner Figur, die in einer unfassbaren Realität nach Halt sucht, den aber nich finden, nicht finden können. Sein Held K. erreicht, was immer er tut, nichts. Kleine Erfolge werden durch die ständigen Mißerfolge wieder zunichte gemacht. Die Dialoge mit verschiedenen Figuren glänzen aufgrund ihrer widersprüchlichen Aussagen, denn was immer K. sagt, das Gegenteil ist die erwartete Wahrheit. Jeder seiner Schritte führt in die falsche Richtung, was K. natürlich nicht begreifen kann.Ich empfehle „Das Schloß" im Anschluß an „Der Prozeß" zu lesen, da es eine nicht fertig geschriebenes Buch ist und somit sehr wage endet. „Der Prozeß" eignet sich daher wesentlich besser als Einstieg in die nihilistische Welt des Franz Kafka.
Kafkas bedrückendster RomanNeben „Der Process" der zweite große Roman aus Kafkas Feder. Anders als ersterer wurde das Schloß nie eigentlich beendet, die einzelnen Kapitel wurden erst nach Kafkas Tod von seinem Freund Max Brod geordnet (anstatt sie testamentsgemäß zu verbrennen). Trotzdem ist der Roman von einigen wenigen Kapiteln am Schluß durchgehend strukturiert und chronologisch aufgebaut. Der Landvermesser Joseph K. wurde ins Dorf am Schloß gerufen, um dort festzustellen, daß man ihn eigentlich gar nicht brauch. Ihm wird zwar Bleiberecht gewährt, und er versucht, daß Schloß zur Klärung seiner Situation zu erreichen, während er sich, obwohl stets nur der geduldete Außenseiter, immer weiter in das Leben des Dorfes hineingezogen wird. Wer den „Prozeß" kennt, weiß, welchen Ausgang K.s Bemühungen nehmen. Die Atmosphäre in „Das Schloß" ist noch weitaus düsterer und bedrückender als im „Prozeß", fast alles um K. herum ist ihm feindlich gesinnt, seine Isolation ist praktisch vollständig, ein Entrinnen von vorneherein unmöglich. Die Konfrontation mit den niederen Beamten und Verwaltern, bis zu denen K. vordringen kann, bestätigt nur die absolute, nicht hinterfragbare Macht, die diese über ihn (und alle anderen Dorfbewohner) haben, jeglicher Widerstand ist zwecklos, abgesehen davon, daß außer ihm sowieso niemand an so etwas denkt. Das Buch ist zweifelsohne kein leichter Stoff, man muß schon eine gewisse Vorliebe für den Autor mitbringen, um daran seine Freude zu haben. Genial ist es allemal. Als Einstiegsliteratur in die Werke Kafkas ist es sicherlich nicht zu empfehlen, hierfür eignen sich „Der Prozeß" oder seine Erzählungen sicherlich besser. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
KafkaeskDas Dorf in welches K. - ein Landvermesser - kommt, wird hauptsächlich von Frauen "beherrscht", jedoch das Schloss, zu welchem er vordringen möchte wird von den Männern "regiert". Obzwar die Einwohner des Dorfes mit ihrer Lebensweise, z.B. wenig Fragen zu stellen und ebenfalls keinen Kontakt zum Schloss zu bekommen, gut zurechtkommen, bleibt für K. die Dorfgemeindschaft mehr oder weniger verschlossen.
K. misslingt jeglicher Versuch irgendwie Fuß zu fassen, ihm scheint alles zu misslingen... ein absurd-interessant-geschriebenes Buch. Lesenswert.
Spannend und Bedrückend!Das Schloss ist hinlänglich als Kafkas düsterster Roman bekannt, die ganze Atmosphäre wirkt stets bedrückend auf den Leser.Landvermesser K. kommt in ein Dorf um einen Auftrag zu erfüllen. Doch nach seiner Ankunft merkt er schnell, dass es gar keinen Auftrag gibt. Von nun an versucht er sich im sozialen Gefüge des Dorfes einzufügen, was ihm nicht sofort gelingt und warum wird er eigentlich nicht in das Schloss gelassen?Der Roman ist typisch Kafka und auf jeden Fall empfehlenswert, meiner Meinung nach allerdings nicht so gut wie "Der Prozeß".
Die Grundsituation ist, wie eigentlich fast immer in seinen Werken, ein Mann der nicht wirklich in sein soziales Umfeld passt und auf der Suche nach etwas ist.
Alles in allem ein gutes Werk, dass man empfehlen kann, doch Kafka in "Höchstform" ist es leider nicht.
Herder-1854: Schloß · Deutsches Schloß
Lueger-1904: Schloß [3] · Schloß [2] · Schloß [1]
Meyers-1905: Schloß [2] · Schloß [3] · Schloß [4] · Deutsches Schloß · Heidelberger Schloß · Schloß [1]
Pierer-1857: Schloß [4] · Schloß [3] · Consolsches Schloß · Alsbacher Schloß · Deutsches Schloß [2] · Deutsches Schloß [1] · Schloß [2] · Schloß [1]