Löwith, Karl

Von Hegel zu Nietzsche

Von Hegel zu Nietzsche
  • Verlag: Meiner
  • Erscheinungsdatum: 1995-01
  • Bindung: Taschenbuch
  • Seitenzahl: 464
  • ISBN: 3787313591
  • EAN: 9783787313594
  • Amazon.de Verkaufsrang: 17.205
Bestellen Sie über obige Links! Sie fördern dadurch die Digitalisierung weiterer Bücher, da Zeno.org eine Provision von dem Sponsor erhält. Wann immer Sie etwas bestellen möchten - prüfen Sie vorher die Millionen von Angeboten, die im Zeno.org-Shop beschrieben sind. Bookmarken Sie die Einstiegsseite in den Zeno.org-Shop für spätere Gelegenheiten. Vielen Dank für Ihre Unterstützung.
Beschreibung von buecher.de

Diese zum Klassiker avancierte Studie zur Geschichte des deutschen Geistes im 19. Jahrhundert sucht das Schicksal des Hegelschen Denkens zu erfassen: die Umbildung und Verkehrung der Philosophie des absoluten Geistes durch Marx und Kierkegaard, den Umschlag des geschichtlichen Denkens in das Verlangen nach Ewigkeit bei Nietzsche. Die Erstausgabe erschien 1941 in New York. Der Text dieser Studienausgabe folgt der leicht gekürzten 2. Auflage von 1950.

Aus der Amazon.de-Redaktion

Bücher wie das von Karl Löwith während seines Exils in Japan zur Geistesgeschichte des neunzehnten Jahrhunderts geschriebene sind heute nicht mehr denkbar. Die durch originäre philosophische Leitfragen inspirierte Verbindung von Gelehrsamkeit im Detail und großem Wurf aus der Perspektive der Gegenwart ist für eine im Zuge zunehmender Spezialisierung mutlos gewordene Philosophiegeschichtsschreibung kaum mehr möglich. Die Frage, der Löwith in diesem Buch nachgeht, ist die nach der geistigen Bewältigung des Verfalls der bürgerlich-christlichen Welt in der Nachhegelschen Philosophie und der daraus folgende, jedoch direkt in die Krisen des 20. Jahrhunderts führende Neubeginn mit Nietzsche. Letztlich steht das Problem der Geschichte und ihres Sinnes selbst auf dem Spiel, das Löwith auch in seinem Buch Weltgeschichte und Heilsgeschehen verfolgt hat. Ausgehend von der Konstellation zwischen Hegel und Goethe, in deren Denken auf je spezifische Weise die Idee einer Versöhnung des Subjekts mit der Welt seine letzte Formulierung im Rahmen einer metaphysischen Gesamtschau der Wirklichkeit gefunden hat, breitet Löwith ein weit ausholendes Panorama der geistigen Strömungen aus, die schließlich die im Dritten Reich kulminierende kulturelle Krise gezeitigt haben. Nüchtern, aber nicht ohne skeptische Untertöne beschreibt er den Weg vom Verfall und Umbau der Hegelschen Geschichtsphilosophie durch seine Schüler und Nachfolger bis hin zu den aussichtslosen intellektuellen Experimenten Nietzsches. Durch ständige Verweise und Reflexionen auf die Themen seiner Zeitgenossen, zum Beispiel seines Lehrers Martin Heidegger, wird deutlich, wie die Folgen dieses revolutionären Bruchs bis ins 20. Jahrhundert nachwirkten. Nicht alle Themen Löwiths sind für heutige Leser noch von aktuellem Interesse. Allerdings ist der Prozess, der aus dem Zusammenbruch der großen Systemphilosophien und des christlichen Weltbildes hervorgegangen ist, immer noch nicht abschließend reflektiert. Angesichts ermattender Debatten um die Postmoderne kann ein Griff zu Löwiths eindrucksvollem Buch einige originelle und vernachlässigte Perspektiven in Erinnerung bringen. --Jens Kertscher




Bookmarks
delicious wong linkarena google
Sponsoren