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Lancre, ein kleines Königreich auf der Scheibenwelt, wird Schauplatz turbulenter Ereignisse. Kein Wunder, wohnen dort doch die drei Lieblingshexen Oma Wetterwachs, Nanny Ogg und Magrat Knobloch. Und ausgerechnet Magrat steht kurz vor ihrer Vermählung mit dem Ex-Hofnarren (und heutigen König) von Lancre. Aber als ein paar Nachwuchs-Hexen und diese bissigen Elfen, Lords und Ladies eben, auftauchen, wird der Mittsommernachtstraum verhexter als je zuvor - und nicht nur die drei Hexen fühlen sich, als würden Märchen wahr ...
Elfen sind böse!Sollte man ja nicht meinen, wenn man Blondlöckchen Legolas bei seinen guten Taten im Herr der Ringe beobachtet - aber zumindest die Elfen der Scheibenwelt sind alles andere als tugendhafte Wesen. In Lords und Ladies suchen sie das kleine Königreich Lancre heim, in dem gerade alles für die Hochzeit zwischen Ex-Narren Verence und Ex-Hexe Magrat vorbereitet wird. Die Geschichte macht wirklich großen Spaß zu lesen. Dabei werden es werden sämtliche mythischen Wesen in ihren Gut-Böse-Funktionen auf den Kopf gestellt - die Elfen erwähnte ich ja schon und auch das Einhorn ist jetzt das, was es äußerem Anschein nach zu sein scheint: ein enorm großes Pferd mit einem gefährlich spitzen Horn auf der Stirn! *g* Zurück zu den Zuständen im Königreich Lancre: Besonders unterhaltend fand ich die Ein-Mann-Armee Shawn Ogg, der nebenbei auch noch alle anderen an einem Königshofe anfallenden Aufgaben erledigt. Oder Verence, den Neu-König, der sich in seiner Aufgabe erst einmal zurecht finden muss (er war vorher Narr des alten Königs, siehe MacBest). Zum Glück gibt es zu jedem Problem ein Buch und so bestellt er eifrig Ratgeber zu den verschiedensten Themen. Sein (und Magrats) Pech allerdings, dass statt "Marital Arts" nur "Martial Arts" ankam (mit erläuternden Abbildungen). Außerdem erfährt der Leser dieses besonders gelungenen Buches von Terry Pratchett noch, dass selbst Oma Wetterwachs einmal über so etwas wie ein Liebesleben verfügt hat - und erhält aktuelle Informationen über das von Nanny Ogg...Fazit: Ein wunderbarer Spaß für alle Liebhaber der Scheibenwelt, oder solche, die es noch werden wollen. Allerdings sollte man vorher die Bücher MacBest und Total Verhext gelesen haben, um den Ablauf der Ereignisse besser verstehen zu können.
"Helle Barden"Das Buch habe ich auf die Schnelle nur im Doppelpack bekommen - eigentlich wollte ich nur "Lords & Ladies" haben. Nachdem mir dann der Lesestoff ausgegangen ist, habe ich "Helle Barden" dann doch gelesen - und war begeistert! Die Geschichte gefiel mir insgesamt sogar noch besser als "Lords & Ladies".
Der gutmütige wie charismatische Korporal Karotte ist Wächter in Ankh-Morpork, der größten Stadt der Scheibenwelt. Nachdem in der Assassinengilde das Gfähr gestohlen wird (was immer das sein soll) liegt es an der Nachtwache, eine Mordserie aufzuklären, die mit dem Gfähr begangen wurde. Das Problem ist nur, dass es so gut wie keine Morde in Ankh-Morpork gibt. Nur Selbstmorde. Zumindest offiziell. Zudem werden die Ermittlungen der Nachtwache vom Patrizier der Stadt tatkräftig behindert. Wirklich bedauerlich für ihn, denn er ist ebenfalls ein Ziel des Gfährs. Hauptmann Mumm ist mit diesem Fall überfordert und er ergibt sich dem Suff, schliesslich wird er alsbald Lady Sibyll Käsedick heiraten, dann ist er Privatier und Mitglied der sog. besseren Gesellschaft.
Es liegt also an Korporal Karotte, Licht in die immer verstrickter werdenden Morde zu bringen, und das mit der recht interessanten Truppe der Nachtwache: ein Zwerg, ein Troll, ein Wehrwolf, ein Söldner... Das sieht nicht gut aus, zumal Zwerge und Trolle Todfeinde sind, die sich - quasi immerzu - bekämpfen.
Terry Pratchett hat hier etwas Grossartiges geschrieben, denn unter der Oberfläche des herrlichen Humors steckt eine grosse Tiefe in der Geschichte. Die Feinde müssen nicht nur lernen friedlich miteinander zu leben sondern auch eng zusammenarbeiten. So lernen der Troll und der Zwerg sich schliesslich gegenseitig schätzen und helfen einander tatkräftig, bis sie Freunde werden.
Terry Pratchett zeigt ziemlich schonungslos Vorurteile und Vorverurteilungen auf, die er mit viel Witz in seiner Geschichte verpackt. Und: er zeigt, dass es auch anders geht. Wie mit Interesse am andersArtigen Grenzen leichtfüssig überschritten werden, und unterschiedliche Wesen friedlich und sich gegenseitig unterstützend miteinander leben können. Eine Frage drängt sich da geradezu auf: Wenn das Trolle und Zwerge können, warum nicht auch Menschen? Terry Pratchett kommt nicht belehrend daher, sondern schreibt ausgesprochen verschmitzt, mit sprühendem Witz und bestechender Ironie.
Ein tolles Buch, das ist sehr empfehlen kann.
"Die Andere" vs "Durchgeknallte Feenkönigin"Je mehr Scheibenweltromane man verschlingt, desto klarer kristallisiert sich heraus, dass es eigentlich -abgesehen vielleicht von Kommandeur Mumm- nur einen wahren und substanziellen CHARAKTER in dieser Bücherreihe gibt: Oma Wetterwachs. Kein/e andere/r Protagonist/in stellt sich als derart intensiv und komplex dar... ein kleines in sich geschlossenes Universum, fürchterlich, bemitleidenswert und einfach nur cool. Auch in diesem Buch gibt sie sich wieder mal beeindruckend souverän....wissend um das in ihr lauernde irre Potential zögert sie nicht, eigene Belange in den Hintergrund zu stellen, um ihren Heimatgrund Lancre vor der Übernahme durch eine bösartige Elfe samt Hofstaat zu verteidigen. Ganz nebenbei tauchen auch noch eine -wie immer- verhuschte Magrat Knoblauch, ihr triefäugiger und zukünftiger Bräutigam und einige Zauberer auf... nicht zu vergessen "Naughty Old" Gytha Ogg, die einmal mehr vom zweitbesten Liebhaber der Welt belagert wird. Ein munteres Zusammentreffen altbekannter Figuren und eine wahrschaft schauerliche wetterwachs'sche Atmosphäre. Fünf Sterne!
"ein Sommernachtstraum" auf scheibenweltisch...Dieser Scheibenweltroman ist die Fortsetzung von MacBest und der Vorgänger von "Ruhig Blut!". Was sofort ins Auge springt, sind die Parallelen zu Shakespears "Ein Sommernachtstraum". Auch wird endlich mit dem Vorurteil aufgeräumt, dass jedes Mädchen Königin sein will und Elfen freundlich sind.
Margrat (eine ehemalige Hexe) will sich nicht damit abfinden,dass eine Königin sich nur um die Etikette kümmert. Derweil versuchen die Elfen bzw. die Elfenkönigin das Königreich Lancre zu übernehmen.
Alles in allem ein super gelungener Pratchett-Roman, der in keiner Sammlung fehlen darf.
witzig, real und doch irrealwenn man fatasy geschichten mag, so ist dies mit sicherheit ein buch daß man gelesen haben muß. es spielt zwar in einer völlig irrealen welt mit märchengestalten, aber immer wieder stößt der leser auf die heutige welt., sei es was die sprache angeht oder auch die probleme mit denen sich die hexen, zwerge, gnome und anderen gestalten auseinandersetzen müssen. terry pratchet versteht es mit worten und "bildern" zu spielen und man ist sofort in der welt der fanatsie aufgenommen. was an den romanen der scheibenwelt schön ist, daß jedes buch für sich ein abgeschlossener roman ist, daß jedoch egal welches buch man danach von der scheibenwelt liest immer wieder bekannte personen und gegebenheiten auftreten. alles in allem ein buch das sich schnell, leicht und genüßlich lesen läßt und man herzlich darüber lachen kann (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)