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Elke Heidenreichs erstes Kinderbuch erzählt von dem italienischen Kater Nero Corleone, einem ganzen Kerl, der nach Abenteuern dürstet, dem es auf dem heimischen Bauernhof zu eng wird. Mit samtenem Katerblick erobert er die Herzen des deutschen Touristenpaars Isolde und Robert, und auf geht es nach Köln am Rhein einer aufregenden, strahlenden Zukunft entgegen. Ein Buch für Kinder ab 8 Jahren und für alle Erwachsenen. Quint Buchholz hat diese Katzengeschichte mit wunderbaren farbigen Bildern versehen.
Es ist keine Frage, was entsteht, wenn sich eine meiner Lieblingsschriftstellerinnen und mein Lieblingsillustrator zusammentun und ein Buch herausbringen: Eine wunderbare Geschichte natürlich -- eine Katzengeschichte, um genau zu sein, die Geschichte eines Katers! Es ist die Story des mutigen italienischen Katers Nero Corleone -- er ist bis auf eine weiße Pfote pechschwarz. Für die dummen Hühner auf dem Bauernhof, den eingebildeten Hofhund und den philosophischen Esel allerdings ist er selbstverständlich Don Nero Corleone. Darauf legt er wert und setzt dies auch mit allem Nachdruck durch. Wie er es schafft, das Herz zweier deutscher Urlauber aus Köln zu erobern und sie dazu bringt, ihn und seine Freundin, die einfältige Rosa, freiwillig mit in ihr Heim nach Deutschland zu nehmen -- und damit seine Schäfchen dauerhaft ins Trockene zu bringen -- das ist eine wunderbar witzige Geschichte. Der gerissene Kater Nero ist eine unvergessliche Figur. Draufgängerisch und skrupellos setzt er seinen Willen durch, unabhängig davon, ob es sich um Zwei- oder Vierbeiner handelt. Die Dialoge, die Katzengedanken, die typische freche Art von Katzen, das alles wurde von Elke Heidenreich trefflich eingefangen. Die passenden Bilder liefert Quint Buchholz. Wenn man genau hinschaut, sieht man Nero im Lauf der Geschichte auf den Bildern richtig altern und auch das lästige Schielen von Rosa, Neros Liebster, könnte nicht besser gezeichnet sein. Es sind die großen Themen des Lebens, die in dieser Erzählung abgehandelt werden: Geburt, Heimat, Liebe, Sterben und Tod. Das alles spielt schließlich auch in einem Katzenleben eine wichtige Rolle. Was will man also von einer Erzählung mehr verlangen -- Weltliteratur für große und kleine Katzenfans. Schnurr! --Manuela Haselberger
Einfach schnurrigIm November 2003 nahm der Verlag die „Neue Rechtschreibung" zum Anlass, dieses bereits seit 1995 auf dem Buchmarkt befindliche Buch neu und auch in neuem Format aufzulegen. Offensichtlich mit gutem Erfolg, denn bereits im März 2004 erfolgte die zweite Auflage der Neuauflage, und das freut mich. Denn der nicht nur durch das Medium Fernsehen und nicht nur als Autorin bekannten, Elke Heidenreich ist im Zusammenwirken mit dem Illustratoren Quint Buchholz ein kleines, aber feines Buch seinerzeit gelungen, dem man jeden Erfolg gönnt.
Nero Corleone, den ländlichen, italienischen Machokater zieht es nach dem deutschen Köln, wo er seine frühreif vorhandenen Begabungen zur vollen Entfaltung bringen kann, durchaus auf unterschiedliche Weise. Die Katzendamen lieben und die Katerkonkurrenz respektiert ihn. Mehr ist eigentlich nicht. Nur eine Katzengeschichte. Aber wie sie erzählt wird und wie sie zeichnerisch umgesetzt ist, verdient allen Respekt. HMcM
Miau, miau, hörst du mein Schreien?Nero ist wahrlich die schwarze Katze seiner italienischen Bauernhofsippe. Er macht, was er will, nimmt, was er bekommt und geht so ziemlich allen auf die Nerven. Wie gut nur, dass die deutschen Touristen ihn so liebreizend finden, dass sie Nero ein fettes Leben in Deutschland bieten wollen - und auch werden. Elke Heidenreich gelingt es ausgesprochen liebevoll und amüsant aus der Sicht einer Katze zu schreiben. Plötzlich scheint man die Fellknäule viel besser zu verstehen und muss sich manchmal richtig schämen ein Mensch zu sein. Wirklich, nach der Lektüre dieser Geschichte würde auch Sie sich wünschen eine Katze zu sein!
Ein toller Kater als unumschränkter HerrscherItalien - ein Bauernhof - dies ist das Reich von Nero Coreone (des schwarzen Löwenherz), ein Kater, wie es ihn kein zweites Mal geben kann. Die Welt wird geschildert aus seiner Sicht, mit seiner Sprache und mit einem gewissen Witz, den Nero ist gewitzt und weiß was er will...Die Autorin Elke Heidenreich liest diese herzliche Geschichte um den Kater Nero Corleone selbst, was ich besonders begrüße, denn nur die Autorin weiß schließlich, wie Sie es ganz genau betont und akzentuiert haben will.
Herausgekommen ist eine Lebensgeschichte um den Hofkater Nero (den Schwarzen), welcher unumschränkter Herrscher seines Reiches ist (Coreleone = Löwenherz). Selbst dem Hofhund bietet er Paroli und die Hühner treten ihm „freiwillig" jeden Tag ein Ei ab.
Zwar gibt es mehrere Katzen auf dem Hof, doch Nero ist einzigartig, denn er wurde geboren an einem italienischen Unglückstag (Freitag, 17.November) Punkt 12:00 Uhr bei Donner und Blitz. Niemand fängt ihn und keiner ist ihm über - und neugierig (wie alle Katzen) ist er zudem.Doch als eine deutsche Familie aus Köln im Nachbarhaus während der Ferien weilt, zieht es Nero unwiderstehlich dort hin und er merkt, daß die Frau dort, ihn gut behandelt. So beschließt er mit seiner Schwester Rosa (die etwas schielt) nach Deutschland zu ziehe, um etwas von der Welt zu sehen. Der Plan gelingt und nach 10 Stunden Autofahrt sind beide in Köln angekommen.In Köln wird Nero auch dort von allen respektiert oder verschafft sich diesen. Er erlebt so manches Abenteuer auch amuröser Natur und sieht ein, das es nicht das schlechteste Los war, das er gezogen hat. Nach 15 Jahren in Köln stirbt seine Schwester Rosa und Nero kehrt mit seiner Familie endlich heim nach Italien - dort erinnert man sich immer noch an ihn - als Don Nero Corleone, welcher seine weiße Pfote (alles andere war schwarz) immer in dunklen Geschäften hatte.Nero wird auch dort wieder aufgenommen und beschließt in Italien zu bleiben, zudem er dort auf dem Hof auch noch ein kleines Kätzchen gefunden hat, welches ihm ausnehmend gut gefällt. Doch Nero ist alt geworden und auch er, mit seinem schwarzen Fell bekommt langsam graue Stellen.Die Geschichte hat mir ausnehmend gut gefallen (auch wenn sie zu kurz war) und auch die Stimme von Elke Heidenreich war passend. Die Geschichte selbst ist ja aus wahren und dichterischen Elementen aufgebaut, den Nero wohnt tatsächlich in Köln (bei Elke Heidenreich) und auch Rosa hat es gegeben.Diese Kindergeschichte ist meines Erachtens auch für Erwachsene geeignet, vor allem für die, welche auch Katzen haben oder mögen. Vielleicht hören wir ja irgendwann mehr von Nero...
Wer Katzen liebt, muß auch diese Geschichte lieben.Ich habe diese Geschichte wirklich genossen, obwohl mir das Herz am Ende schwer wurde. Eine großartige Geschichte von Elke Heidenreich. Jeder Katzenbesitzer weiß, daß so eine Geschichte nur ein Katzenkenner schreiben kann.
Mein Tip: Das muß man sich anhören !!
Die ganz andere KorruptionAllein der Buchtitel ließe auf einen Krimi, ja gar auf eine Mafia-Story schließen. Und irgendwie ist Elke Heidenreichs Geschichte um „Nero Corleone“ eine solche. Aber die Hauptfigur ist ein eher überaus gerissener Kater, dessen Ausstrahlung ihn schon von frühester Jugend zum Boss derer macht, die ihn umgeben, Menschen inklusive. Sprechen kann er, der Nero, und so teilt er seine Gedanken laut dem Leser mit. Und der muss herzlich lachen, ganz besonders, wenn er selbst Katzen hat. Apropos, die Autorin Elke Heidenreich muss entweder Katzen besitzen oder lieben oder einfach sehr gut beobachtet haben, denn die Parallelen zu real existierenden sind frappierend, jedenfalls zu meinen. Nur wusste ich bis dato nicht, dass sie so korrupt sind... Ich hätte gerne weiter gelesen aber nach nicht mal 90 Seiten ist die Geschichte zu Ende. Schade, aber die herrlichen, zum Text passenden Bilder von Quint Buchholz, entschädigen dafür.