Bestellen bei Buecher.de! Preis: 9,00 €
Bestellen bei Amazon.de! Neu ab 9,00 €, gebraucht ab 3,58 €.
Neue Bücher bestellen bei: Buch.de.de, Buch24.de, Bol.de, Libri.de, Thalia.de
Gebrauchte und neue Bücher bestellen bei: AbeBooks.de, Booklooker.de
Seit über zweihundert Jahren ist er nun schon der Rebell unter den Vampiren, der unbestrittene König der Nacht: Lestat de Liancourt, eine Legende im Reich der Untoten wie der Lebenden. Doch Lestat sehnt sich danach, zu seiner vergessenen Existenz als gewöhnlicher Mensch zurückzukehren, und ergreift deshalb die Gelegenheit, für kurze Zeit seinen Körper mit dem eines Sterblichen zu tauschen. Als dieser nicht zurückkehrt, beginnt Lestats verzweifelte Suche nach dem 'Körperdieb'. Und die Zeit drängt, denn der Usurpator hat bereits eine blutige Spur quer durch die Vereinigten Staaten gezogen . . .
Wahnsinn!Das vierte Buch aus der Vampir-Chronik ist anders als seine Vorgänger. Die Handlung spielt dieses mal nur in der Gegenwart und konzentriert sich fast nur auf LESTAT, DAVID und natürlich "Die Geschichte vom Körperdieb", so auch der Originaltitel. Warum das Buch bei uns unter dem Namen "Nachtmahr" erschienen ist, weiss ich nicht. Sicherlich meint man, sich in einem Alptraum zu befinden...
Wieder wird die Handlung von LESTAT erzählt und das natürlich in seiner gewohnt eigenwilligen Art und Weise. Aber wir lernen jetzt auch eine andere Seite von ihm kennen...
Zu der Handlung möchte ich nicht viel verraten. Allein die Idee zum Körpertausch und wie dieser vollzogen wird ist der reine Wahnsinn. Aber das Highlight in diesem Buch ist das Finale auf dem Kreuzfahrtschiff. Spannung pur! Anne Rice, bekannt für ihre ruhige, detaillierte Schreibweise, beweist uns hier, dass sie es auch anders kann.
Und dann der Schluss!!! Eigentlich denkt man, dass die Geschichte zu Ende ist und dann zeigt uns LESTAT doch noch mal seine absolut vampirische Seite. Da ist man absolut sprachlos. Aber dann versteht man LESTAT. Wie konnte er auch anders?
Alles in allem ganz klar 5 Sterne für mich. Ein tolles Buch mit vielen Highlights!
Vom Vampir zum MenschIm vierten Buch der Vampire Chronicles präsentiert uns Anne Rice erneut eine ihrer kreativsten Ideen: während in unzähligen Büchern Menschen zu Vampiren gemacht werden, nimmt in "The Tale of the Body Thief" ein Vampir den Körper eines Menschen ein. Dieses Konzept ist im klassischen Fantasygenre ein Novum und daher bewundernswert. Trotzdem ist diese Rahmenhandlung, abgesehen vom Ende, sowohl simpel als auch vorhersehbar.
Im Vergleich zu den vorherigen Büchern verlangsamt sich die Geschwindigkeit, in der der Handlungsstrang abgearbeitet wird. Die Autorin legt mehr Wert auf Stimmung, Details und Gefühle. Gelgentlich setzt sogar die Rahmenhandlung komplett aus und die Protagonisten diskutieren über philosophische Prinzipien und Lebenskonzepte. So wird beispielsweise Gretchens philantropisch- theologische Einstellung den anarchistischen und atheistischen Prinzipien Lestats gegenübergestellt.
Bei genauerem Nachdenken entdeckt man, daß der Plot im Wesentlicher auf purer Ironie basiert: als unzerstörbarer Vampir sehnt sich Lestat nach dem Tod. Als er sich schließlich in einer sterblichen Hülle befindet und er theoretisch keine Probleme hätte, seinen vorherigen Wunsch zu verwirklichen, kämpft er mit allen Mitteln um die Unsterblichkeit. Im übertragenen Sinne führt dies zu der Frage, ob Menschen stets das begehren, was sie nicht besitzen.
Obwohl "The Tale of the Body Thief" über eine sehr plausible Handlung verfügt, findet man immer wieder inhaltliche Schwachpunkte: wäre es für Raglan James nicht naheliegender gewesen, Lestat direkt nach der Übergabe zu töten, zumal er von Anfang an beabsichtigt, dessen unsterblichen Körper zu behalten? Gleichzeitig klingt es auch ziemlich paradox, daß Orangensaft und Sex das einzige sind, was Lestat am menschlichen Leben genießt.
Mit der mehrfachen Erwähnung von Faust und der Einführung des Charakters Gretchen beabsichtigt Anne Rice zweifelsohne eine Homage an Goethes Werk. Trotzdem sind keine weiteren offensichtlichen Parallelen ersichtlich.
Im Prolog wird ausdrücklich betont, daß dieses Buch keine inhaltliche Kenntnis der Vorgängerromane voraussetzt. Ich halte diese Behauptung für falsch, da gerade der Charakter und die Vergangenheit von Lestat, Louis und Marius die Handlung des Werkes plausibel machen. Daher bleibt als Fazit zu sagen, daß "The Tale of the Body Thief" in seiner Qualität nicht an seine Vorgänger heranreicht.
NachtmahrLestat de Lioncourt - diesen Namen muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Ein unsterblicher Blutsauger aus den dunklen Zeiten der Aufklärung, der Morgendämmerung der Revolution. In einem düsteren und verfallenen Schloss in der Auvergne zum Zwanzigjährigen herangereift, durch und durch Rebell gegen alle Regeln und Konventionen der Gesellschaft, flieht er schließlich aus der bedrückenden Enge des verarmten Landadels in das schillernde, pulsierende Paris des 18. Jahrhunderts. Dort wird er aus dem Leben gerissen und zum Vampir gemacht - ein gefallener Engel, hochgewachsen für seine Zeit, lange blonde Locken, strahlend blaue Augen, eine Haut so weiß wie frisch gefallener Schnee. Die Jahrhunderte streichen dahin und Lestat wird zum ersten unter gleichen - der mächtigste Vampir den die Welt je gesehen hat, selbst stärker als die Alten denen jahrtausendealtes Blut durch die Adern strömt. Es gibt nichts was er nicht tun, nicht besitzen kann - außer den Anblick des Sonnenlichts. Zudem quält ihn all die Jahre des heißen Sehnens die eine alles bestimmende Frage nach seinem Seelenheil. Und hier setzt „Nachtmahr" ein: Der Unsterbliche Lestat de Lincourt, Mörder tausender unschuldiger und schuldiger Menschen ist auf der Suche nach Gott und dem Teufel. Welche Rolle spielt er im großen „Wilden Garten" Gottes? Ist er nicht genauso Teil der Schöpfung wie die Menschen und Tiere auf dieser Welt? Oder ist er, wie seine Königin Akascha es einmal formuliert hat, „ein Unfall", eine Mutation? Gibt es überhaupt einen Gott? Lestat, Fürst der Finsternis, gefallener Engel, König der Nacht und Gentleman-Vampir - ist er ein böses Geschöpf und somit für die Ewigkeit der Verdammnis verschrieben? Lestat will es wissen: Er spielt mit dem Gedanken für kurze Zeit in den Körper eines Menschen zu schlüpfen um sich noch einmal vor die Entscheidung zu stellen: Mensch oder Vampir? Gut oder böse? Doch dabei muss er sich auf einen dubiosen Handel mit einem bekennenden Lügner und Betrüger einlassen, einem sogenannten „Körperdieb". Er ist sich den Gefahren dieses Plans sehr wohl bewusst, weiß, dass der verrückte kleine Mann jederzeit mit seinem Körper verschwinden kann und er ihm in diesem sterblichen Körper vollkommen hilflos ausgeliefert wäre. Was tut Lestat? Wie wird er sich entscheiden? Die Antwort auf diese Frage entfaltet sich in den mehr als 500 Seiten starken Roman „Nachtmahr". In gewohnter Weise verarbeitet Anne Rice alle ihr typischen Elemente: Großen Reichtum, bezaubernd schöne Menschen, grundlegende philosophische Fragen und den ewig brennenden Durst nach menschlichem Blut... So findet man sich schon mal in einem Pariser-Café Gott und dem Teufel persönlich gegenüber, á la „Der Alte Mann und Mister Smith" (ein Motiv das in „Memnoch der Teufel" wieder aufgegriffen wird), oder taucht in die Gedankenwelt von Goethes „Faust" ein. Alles in allem: Ein wahrhaft gelungenes schaurig-schönes Vampir-Spektakel mit viel Geist und vielen gutbekannten und altgeliebten Klischees. Wer dachte nach „Interview mit einem Vampir", „Der Fürst der Finsternis" oder „Die Königin der Verdammten" gäbe es keine Steigerung mehr - hier ist sie!
die vampire sind im jetzt und fesseln weiterDer ‚historische' Teil der Geschichte der Vampire ist nun erzählt. Mit dem vorliegenden 4. Band der Chronik begibt sich Anne Rice zum ersten Mal mit ihren Vampiren direkt in die Gegenwart. Was jetzt aber nicht heißen soll, dass es nicht minder spannend zugeht wie in ihren ersten Werken.
Der ‚Körperdieb' ist ein äußerst spannend und tiefsinnig geschriebenes Buch, mit dem Anne Rice ihre führende Rolle in ihrem Genre untermauert. Lestat lässt sich mit einem gewissen Raglan James ein, damit dieser erfährt, wie es ist, ein Vampir zu sein und Lestat kann für 24 Stunden wieder spüren, wie es ist, ein verletzlicher und sterblicher Mensch zu sein. So weit so gut. Das nicht alles nach Plan verläuft, wie es sollte, ist eigentlich vorprogrammiert, aber ich will ja nicht das Ende der Geschichte erzählen. Es bleibt spannend bis zum Schluß und in diesem Buch wird die Talamasca, noch unter der Regie von David Talbot, richtig bei den Vampiren eingeführt. Im Vorgängerroman spielte dieser Bund schon eine gewisse Rolle, und in der Hexenstunde wird die Talamasca richtig präsent. Überhaupt wird dieser Bund nie wieder aus ihrer Hexen und Vampirliteratur verschwinden.
Also, David Talbot verguckt sich in Lestat und dieser auch in David. Und dann ist da noch der vollzogene Körpertausch mit Raglan James. Wie sich das alles verstrickt und auflöst ist eine Meisterleistung von Anne Rice. Und wäre das alles nicht schon genug, bedient sie sich auch noch bei Goethes Faust und ein Gretchen in Gestalt einer barmherzigen Krankenschwester betritt das literarische Parkett. Wie schon im Interview mit einem Vampir beschäftigt sich Anne Rice intensiv mit den Fragen nach dem Sinn des Lebens und allem, was damit verbunden ist. Nur verstrickt sie das hier noch mit einem thrillerähnlichen Plot, bei dem auch Louis (mein Favorit) nicht fehlen darf. Die 539 Seiten sind viel zu schnell gelesen und machen wiederum neugierig auf die angekündigte Fortsetzung.
Ein Roman, den man lesen muss! Und nachdem sich mal wieder die Frage stellt, ob sie sich immer noch steigern kann. Jedenfalls unterstreicht dieser Roman wieder ihre herausragende Rolle in der Phantasyliteratur und macht es Nachahmern schwer, dort überhaupt Fuß zu fassen.
AlptraumDie ersten 3 Teile der "Vampir Chroniken" habe ich nicht gelesen, die habe ich verschlungen.
Wobei es bei "Königin der Verdammten" schon etwas schleppender lief, weil Lestat nicht in der Ich-Form erzählte.
Was Anne Rice aber hier abliefert, entbehrt jeder Beschreibung.
Durften wir uns in den vorherigen Bänden noch daran erfreuen, dass der Hauptakteur ein riesen Tamtam darum machte, wie sehr er Menschen liebt und dass auch in den Vorworten lesen, wird sich hier auf kurze, abweisende Worte beschränkt.
Der ach so große Vampir kommt nicht mehr aus dem Schwelgen über seine wahnsinnigen Kräfte heraus, vor allem nicht nachdem im ersten Teil des Buches ein Selbstmordversuch seinerseits fehlschlägt, und er erkennt, dass er wirklich und wahrhaftig unsterblich ist.
Und so mutiert das bisher immer so sympathisch wirkende Kind der Nacht zu einem Großkotz, mit dem man sich gar nicht mehr anfreunden möchte.
So ziehen sich die ersten 250 Seiten wie Kaugummi, beschränken sie sich doch fast ausschließlich auf mehr oder weniger tiefsinnige Gespräche zwischen Lestat und seinem sterblichen Freund.
Die zweite Hälfte läuft wesentlich besser, weil hier wirklich etwas passiert, und vor allem deshalb, weil Lestat mal wirklich eins übergebraten bekommt; was man ihm nach den vorherigen Ergüssen auch wünscht.
Ich kann mich dem Urteil der vorherigen Rezensenten nicht anschließen, dass dieses Buch "hocherotisch" wäre; es finden sexuelle Begegnungen zwischen Lestat und Frauen statt, diese sind allerdings weniger erotisch, sondern ziemlich plump beschrieben.
Ein ziemlicher Absturz, den Anne Rice sich hier leistet, und der keine Hoffnung aufkommen lässt, dass die nächsten Bücher der "Vampir Chroniken" besser sind.