Heine, Heinrich

Neue Gedichte

Neue Gedichte
  • Verlag: Reclam, Ditzingen
  • Erscheinungsdatum: 1995
  • Format: Taschenbuch
  • Umfang: 200
  • ISBN: 315002241X
  • EAN: 9783150022412
  • Amazon.de Verkaufsrang: 734.064
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Beschreibung von buecher.de

Heines Lyriksammlung Neue Gedichte erschien zuerst 1844, in einer erweiterten Ausgabe 1852. Sie stellt - zwischen dem Buch der Lieder einerseits und dem Romanzero andererseits - den 'mittleren' Heine dar. Schließt noch der Zyklus Neuer Frühling an den Ton der früheren Liebeslyrik an, so steht vor allem der Zyklus Zeitgedichte - alles andere als Tendenzpoesie - für den politischen Dichter Heine.

Rezensionen von Amazon.de-Kunden
4 von 5 Sternen "Junger Frühling, sei willkommen"

Die neuen Gedichte Heines aus dem Jahre 1831 haben jene düsteren Schatten verloren, welche noch das ,Buch der Lieder' kennzeichneten. Stattdessen zeugen sie vom neu gewonnenen Lebensmut des Dichters, der nach Paris übergesiedelt war.

"Junger Frühling, sei willkommen!", ertönt es da und "Klinge, kleines Frühlingslied". Selbstverständlich ist nicht nur der meteorologische Frühling angesprochen. Heine möchte seine alte Heimat aus dem Winterschlaf aufrütteln: "Da hört ich Deutschland schnarchen; es schlief da unten in sanfter Hut von sechsunddreißig Monarchen."

Seine "Lebensfahrt" beschreibt er in einem kurzen Gedicht. Es beginnt mit den Worten: "Ein Lachen und ein Singen". Doch bald schon kommt die Gesellschaft ins Straucheln und der "Kahn" zerbricht. Seine Freunde gehen unter. Heine strandet an der Seine. Heimweh überkommt ihn: "Wie schwer mein Herz! Die Heimat wie fern!"

"Graue Nacht liegt auf dem Meere,

Und die kleinen Sterne glimmen.

Manchmal tönen in den Wasser

Lange hingezogne Stimmen.

...

Und die Sterne, immer größer,

Glühen auf mit Lustgewimmel,

Und am Ende groß wie Sonnen

Schweifen sie umher am Himmel.

Zur Musik, die unten tönet,

Wirbeln sie die tollsten Weisen;

Sonnen-Nachtigallen sind es,

Die dort oben strahlend kreisen."

Dieses Gedicht erinnert mich an die Verse aus Goethes Faust: "Nacht ist schob herein gesunken, schließt sich heilig Stern an Stern, große Lichter, kleine Funken, Glitzern nah und glänzen fern ... ".

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