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Alles ist durch das Wort geworden', heißt es im Johannesevangelium. Tatsächlich erzeugt das Wort immerfort Welt, daran hat sich seit biblischen Zeiten nichts geändert. Zu dieser Welt gehörten und gehören die imaginären, fantastischen Geschöpfe, die als mythische Kreaturen die Landschaften von Literatur und Kunst bevölkern.Der zweite Band der Reihe Mittelaltermythen stellt Dämonen, Monster und Fabelwesen vor. Das Mittelalter hat diese wundersamen und Furcht einflößenden Fantasiegeschöpfe nicht von realen Naturgeschöpfen unterschieden, weil man in Gottes Schöpfung nichts für unmöglich hielt. Deshalb begegnen uns in Naturkunden, Reiseberichten, Bestiarien, Epen, Chroniken, in den Vorstellungen des Volksglaubens und immer wieder an den Portalen der Kathedralen die absonderlichsten und schrecklichsten Wesen in Wort und Bild. Darunter sind Geschöpfe wie Medusa oder Pegasus, wie Leviathan oder Lilith, die antike und biblische Mythen an das Mittelalter weitergegeben haben. Vor allem aber sind es Wesen wie das Einhorn oder der Drache, wie Riesen oder Hexen, die nach mittelalterlicher Ansicht zu den Lebewesen und übernatürlichen Geschöpfen der beschreibbaren Welt gehören. Wissenschaftler aus verschiedenen Ländern und unterschiedlichen Fachgebieten stellen solche fantastische Wesen vor, von denen viele bis in unsere Gegenwart hinein auch in den modernen Medien lebendig geblieben sind.
Jede Mark wert!Ich kenne ja nun schon den ersten Teil und finde das gesamte Thema hochinterressant und das obwohl ich noch nicht zum "alten Eisen" gehöre, welcher Jugendliche mit 21 Jahren interressiert sich schon für Dämonen, doch nur wenn man ein irgend einem dummen Computer sitzt und Spielerchen spielt aber genau aus diesem Grund bin ich auf diese Bücherreihe gestoßen und habe den 1. Band regelrecht verschlungen. Da man als unreligiöser Mensch auch noch relativ wenig Informationen zu altertümlichen Fabelwesen und Gestalten in keiner vorhandenen kirchlichen Ausbildung bekommt kam mir diese Informationsquelle gerade recht. Ich kann das Buch nur jedem empfehlen, egal ob jung, ob alt, es ist eine "übernatürliche" und hochinterressante Dämonenfibel.
Kulturgeschichte des Monströsen - mit fehlenden SeitenIch kann mich meinem Vorredner nur anschließen: Der zweite Band der Reihe liefert eine überaus detail- und reichhaltige Analyse mittelalterlicher und neuzeitlicher Monster. Dass namhafte Kulturhistoriker und Mediävisten am Werk waren, merkt man an der Präzision und dem Quellenreichtum.
Ein wenig verblüfft war ich, dass ein so liebevoll gestaltetes Buch einen solch markanten Fehler enthält: Die Seiten 657 bis 672 fehlen vollständig (zumindest in meiner Ausgabe), wodurch der letzte Text über Zwerge und Riesen mittendrin abbricht und die "Enzyklopädischen Stichworte" erst beim Buchstaben "M" beginnen. Das trübt den Eindruck des doch recht teuren Bandes so sehr, dass man eigentlich von einem Kauf abraten muss.
(Ob es bereits eine Folgeauflage gibt, in der der Fehler behoben ist oder ich wirklich das eine Exemplar erwischt habe, in dem die Seiten fehlen, weiß ich nicht.)