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Aus der großen Zahl seiner Reportagen und kleinen Prosaarbeiten hat Ransmayrs hier die wichtigsten zusammengestellt: unter anderem über eine Lastwagenfahrt auf Java, die Hallig Hooge, einen bergsteigerisch begabten Totengräber, die Eroberung Konstantinopels im Jahr 1453 oder das Fernsehen. Der Band zeichnet die Entwicklung Ransmayrs vom Journalisten zum Erzähler nach.
eine Sammlung von MeisterwerkenEs ist erstaunlich, wie gut sich einzelne Artikel, die der Autor in verschiedenen Zeitschriften und zu verschiedenen Zeitpunkten publiziert hat, in diesem Buch vereint zu einem harmonischen Ganzen zusammenfügen. Alle Geschichten haben eines gemeinsam: sie sind aus dem wachsamen Blick des Autors für Zwischentöne und die ruhige, teils kaum beachtete Welt abseits der großen Trampelpfade entstanden. Ransmayr beobachtet und beschreibt Dinge, die uns entweder gar nicht mehr auffallen oder selbstverständlich erscheinen und daher nicht hinterfragt werden. Die Lektüre des Buches ist so erholsam wie ein einsamer, ohne Zeitdruck absolvierter und in Gedanken versunkener Spaziergang.
Ein wunderschönes, stilles BuchDie vorliegenden Erzählungen sind Beweis für die außerordentlich feinsinnige Beobachtungsgabe des Autors für das Stille, die Zwischentöne, für das, was im Mainstream nicht mehr wahrgenommen wird. Ein Buch zum Zurückziehen und Genießen. Exzellent die Schilderung der Reisegruppe, die zum Besuch der letzten Kaiserin Zita in die Schweiz fährt, sowie die sorgfältig argumentierte, daher nicht beleidigende, aber umso zielsicherere Kritik an der Monarchie oder vielmehr an denen, die ihr noch immer dumpfbackig nachtrauern.
Die Vorstufe zu Ransmayrs VisionenAnders als in den sehr visionsgeprägten Romanen sind hier versch. Darstellungen menschlicher Rückzugsgebiete gesammelt. Visionen sind vielfach "schon" vorhanden, man kann sie spüren und Beziehungen zu Romanstoffen erkennen. Wie packend allseits bekannte Themen sein können!
SehnsüchtigDie gesammelten Reiseberichte (ich weiß nicht, ob's alle sind, ich denke nicht) sind wahnsinnig schön. Sie bestechen nicht nur durch ihre klare, wunderbare Sprache, sondern vor allem die Art, wie er die verschieden Gegenden vorstellt, ist nicht nur mal was Anderes, sondern auch noch interessanter. Er beschreibt die Landschaften kurz, aber treffend und konzentriert sich eigentlich darauf, die Menschen zu beschreiben, wobei man zumindest den Eindruck gewinnt, das Land besser kennenzulernen.
Gefährlich für alle, die für Fernweh anfällig sind.
Adelung-1793: Weg · Weg, der · Nach-Trieb, der · Nach-treten · Nach-Trupp, der · Nach-trillern · Nach-treiben · Nach-traben · Nach-Trab, der · Nach · Nach-tragen · Nach-Trag, der · Nach-trachten
Brockhaus-1911: Nasser Weg · Trockner Weg · Nach uns die Sintflut · Eulen nach Athen tragen · Nach Kanossa gehen wir nicht · Nach Sicht
Herder-1854: Surabaya · Nasser Weg · Bedeckter Weg
Lueger-1904: Weg(Straßen-)kreuzungen
Meyers-1905: Nasser Weg · Trockner Weg · Gedeckter Weg · Eulen nach Athen tragen · Zug nach dem Westen · Nach Canossa gehen wir nicht · Nach uns die Sündflut!
Pierer-1857: Todter Weg · Nasser Weg · Trockner Weg · Bedeckter Weg · Weg · Reise nach Jerusalem · Gestalter Sachen nach · Fortdauer nach dem Tode · Nach dato · Nach Wechselrecht · Nach Sicht