Anhand neuer Forschungen gelingt es Floros, Schritt für Schritt und überzeugend zu entwickeln, daß und wie eng Autobiographisches und Poetisches in Brahms Oeuvre verknüpft sind. Er beschreibt die Janusköpfigkeit von Brahms, seinen 'stacheligen Charakter', sein Single-Dasein aus Überzeugung und seine Einsamkeit als Preis für die Freiheit. An ausgewählten Werkbeispielen stellt er dar, wie Brahms durch persönliche Erlebnisse - zum Beispiel durch den Tod der Mutter oder die Krankheit von Clara Schumanns Sohn Felix - und durch poetische Vorstellungen, Bilder und Gedichte - zum Beispiel von Hölderlin oder Klaus Groth - zur Komposition von Liedern, Sonaten, Symphonien und anderem angeregt worden ist. Als Quelle dienen Floros bisher unveröffentlichte Materialien, u. a. Briefe, Tagebuchaufzeichnungen und Notenautographen, sowie die Analyse einzelner Werke.
So ist eine faszinierende Darstellung über sein Leben für eine poetische Musik entstanden, die sich nicht allein an Musikwissenschaftl
er wendet, sondern auch für an Musik interessierte Laien verständlich ist. Zurückhaltend, aber bestimmt liefert dieses Buch neue Argumente für eine neue Diskussion über Brahms, den Menschen und Musiker, und sein Werk.
Verlag: Arche Verlag
Ausstattung: 319 S. m. Fotos u. Faks. sowie Notenbeisp.
ISBN: 3716039004
Preis: 25,00 €
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