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Eine fiktive Atombombenexplosion in Deutschland. Ein erschütterndes Szenario, das zum Nachdenken auffordert.
Horror pur, für Kinder traumatischIch musste diese schreckliche Buch in der 5. Klasse im Religionsunterricht
lesen, wir waren damals 11/12 Jahre alt und hatte uns natürlich vorher
noch nicht ernsthaft mit dem Thema Krieg beschäftigt. Umso härter traf
mich dann dieses Buch. Kriegsbilder sehen wir täglich(!) im Fernsehen
und ich muss dann nicht noch ein Buch lesen, wo Details beschrieben
werden, von denen einem schlecht werden kann. Ich bin heute 30 Jahre alt,
habe aber immer noch einzelne Textzeilen im Kopf. Roland sieht Verletzte
vorbeigehen "ich wusste nicht ob es Kleidung oder Hautlappen waren,
die an ihnen herunterhingen, ich wagte nicht näher hinzusehen". In diesem
Stil ist das halbe Buch geschrieben, ich hatte davon wochenlang
Alpträume, habe im Schlaf geweint und mich dann zuletzt geweigert in den
Religionsunterricht zu gehen. Erst als meine Mutter mit einigen anderen
Eltern verstörter Kinder zur Klassenlehrerin ging, hatte der Spuk ein Ende
und diese Lektüre wurde abgesetzt.
Das Buch dient nur als Kriegs-Abschreckung, vielleicht sollten es alle
führenden Politiker dieser Welt mal lesen, stattdessen werden Kinder
damit traumatisiert.
Ich bin auch dafür sich für die Abrüstung und ein friedliches Miteinander
einzusetzen, aber bitte nicht so!
Jeder Erwachsene weiß heutzutage um die Folgen eines nuklearen Krieges
und Kinder müssen das echt noch nicht wissen! Es reicht, wenn man sich
als junger Erwachsener mit dieser Thematik auseinandersetzt. Spätestens
mit 18 Jahren, wenn man wahlpflichtig ist und Politik interessanter wird,
reicht das immer noch locker aus.
Ach ja, der gleiche Lehrer meinte dann im darauf folgenden Schuljahr
"Die Wolke" lesen zu müssen, Gott sei Dank wurde uns das dann Dank der
Elterninitiative erspart...
Einziger Pluspunkt: Situative Spannung durch die HandlungIch war mit dem Buch nicht zufrieden. Es gibt eine Reihe von erhebliche Kritikpunkten, die mich an diesem Buch ziemlich stören:
Die Sprache des Buches ist mangelhaft. Zwei kurze Ausschnitte zeigen, warum: "Ihr Tod traf den Vater hart. Er war so stolz auf sie gewesen. Sie hatte immer viel bessere Noten als ich heimgebracht." (S.93) Was soll denn das bedeuten? Das ist unlogisch und zudem kaum vorstellbar. Jetzt mal ehrlich, wenn Ihr Kind sterben würde, würden Sie sich dann Gedanken machen: "Oh, sie ist tot, wie jammerschade um ihre guten Noten!"
Ich finde, dieses Beispiel zeigt ein fehlendes Einfühlungsvermögen der Autorin in diese Geschichte. Anderes Beispiel: "Ganz Schewenborn stöhnt unter der Rattenplage. Es gibt ja auch keine Katzen mehr." (S.183) Glaubt die Autorin wirklich, man kann Rattenplagen mit Katzen eindämmen? Eine naive Vorstellung, die wirklich nicht für das Buch spricht! Oft fehlen auch die Gefühle, die Autorin beschränkt sich auf die Beschreibung von ekligen Details. Wirlich enttäuschend!Der einzige Grund, warum Spannung erzeugt wird, liegt in der erbarmungslosen Schilderung von gewissen Situationen, in denen das Ausmaß der Atombombe deutlich wird. Dies ist auch der einzige Pluspunkt dieses Buches. Dass die Handlung so angelegt ist, dass sie den Leser mit möglichst vielen grausamen Situationen konfrontiert und somit die sprachlichen Mängel überdeckt. Aber dennoch ist die Handlung auch zu bemängeln. Da fehlt die Zielstrebigkeit, es scheint, dass sich die Autorin von einem Opfer zum anderen quält, ohne etwas wirklich interessantes ereignet.Zudem ist zu bemängeln, dass die Hauptpersonen kaum charakterisiert sind, es scheint, als hätten sie kaum Gefühle, kaum Charaktereigenschaften.
Insgesamt kann man bei kritischer Betrachtung mit dem Buch nicht zufrieden sein!
AngstzuständeIch mußte dieses Buch in der Schule lesen, so mit 12, 13 Jahren. Damals hat es mir so was von Angst gemacht, daß ich mich schlicht geweigert habe dieses Buch weiterzulesen und mehr noch: Ich wollte gar keine Bücher mehr lesen, die irgendetwas mit dem Thema Tod und Sterben zu tun hat, aus Angst, daß es so sein könnte wie dieses Buch.
Mein Fazit: Dieses Buch alleine zu lesen ist für Kinder SEHR schrecklich!
Nichts für Kinder - Achtung erst mal selbst lesenMeineserachtens gehört dieses Buch keinesfalls in Kinderhände. Ich bin im Rahmen meiner Ausbildung zur Erzieherin daraufgestoßen, habe es mit größter Spannung, eckel, und Nachdenklichkeit gelesen, was zur Folge hatte daß mich dieses Buch bis in den Schlaf verfolgt hatte.
Den hintergrund finde ich ausgezeichnet, nur ich habe den Entschluß gefaßt, daß duch mich niemals ein Kind dieses Buch zu lesen bekommt, da jede eckelhaftikeit ins kleinste Detail beschrieben ist.
Für Erwachsene finde ich das Buch echt super und würde es mit 4 Sternen bewerten. Soll die Bewertung aber für ein Kinderbuch sein, kann ich ich nicht mal einen Stern hergeben.Liebe Eltern , bitte macht Euch vorher bewußt, was Ihr Euren Kindern zu lesen gibt und wenn schon auf diese Weise der Umweltgedanke gefördert wird , dann bitte lest das Buch gemeinsam mit Euren Kindern.Gruß Regina
Nicht für Kinder geeignet !Es war einmal wieder so weit.....auf der grünen Gesamtschule, der ich meine Bildung zuverdanken habe, war nach der Abarbeitung des Themas "Anne Frank" (wertvolles Zeitdokument, unbedingt lesen) die ganze "Atomsache" dran !Bereits vorher muß man sagen, daß dieses Buch nicht für Kinder und jüngere Jugendliche geeignet ist. Wir selbst hatten dieses Buch in der 6. Klasse (also mit ca. 10-11 Jahren) gelesen und nicht nur ich war der einzige Schüler der danach ein paar paranoide Angstvorstellungen mehr auf der jungen unschuldigen Seele lasten hatte.Erzählt wird die Geschichte eines ca. 12jährigen Jungen, der mit seiner Familie in den apokalyptischen Atomkrieg gerät, der auch auf Deutschland die Bomben und die Strahlung niederregnen läßt. Nach und nach verschlimmert sich die Situation in dem Dorf seiner Großeltern, welches die Familie zwecks Urlaub angesteuert hat, indem Strahlenkrankheiten, Hunger und Seuchen ausbrechen.Realistisch und ohne jede Beschönigung werden hier die Folgen der Verstrahlung aufgezeichnet: Verstümmelung, Krankheit, Elend, Tod, Anarchie, Chaos, Mord. Beschreiben tut dies die gute Frau Pausewang in beinahe fanatischer Erzählungs- und Realitätswut...........kein herabhängender Hautlappen, kein ausgefallenes Haar und kein erbrochenes Gedärm wird hier ausgelassen. Eine später zur Welt kommende und entstellte Fehlgeburt inklusive.Sicher ist dieses Buch zu einer Zeit, Beginn der 80er Jahre, entstanden, in der die Bedrohung durch einen atomaren Holocaust mehr denn je präsent war. Andereseits rüttelt dieses Buch wach und wird den Leser, die grausame Aussicht auf einen Atomkrieg stets vor Augen, nicht mehr loslasse. (ich bin mir sicher, daß dieses Buch Pflichtlektüre auf der gemeinsamen Fahrt im bunten VW-Bus zur Brokdorf-Demo gewesen wäre, wäre es damals schon erschienen....)
Als Schullektüre ist dieses Buch durchaus zu empfehlen, jedoch sollten Pädagogen davon Abstand nehmen, es zu jungen Schülern in die Hand zu geben.....eine 9. oder 10. Klasse wäre die geeignete Zielgruppe.