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Was niemand wahrhaben wollte, passiert: Deutschland erlebt einen Supergau. Die 14jährige Janna-Berta verliert ihre Familie und landet selbst imLazarett.
Ein "tolles" BuchObwohl ich zur Zeit Tschernobyls noch nicht gelebt habe, kann ich mir als 14-jährige diese schreckliche Situation in so einem Fall durch dieses Buch gut vorstellen. Allen Eltern, die dieses oder so ein ähnliches Buch gelesen haben, und es zu belastend für ihre Kinder empfinden, kann ich nur sagen: Lassen Sie diese Sorgen in so einem Fall aus dem Spiel. Natürlich ist es nicht die richtige Gute-Nacht-Geschichte für einen 7-jährigen, aber für Jungendliche ab 13 Jahren würde ich sagen, ist dieses Buch voll und ganz geeignet. Erstens kann man als Eltern seine Kinder nicht vor allem Bösen in dieser Welt beschützen, zweitens sollte man schon gar nicht als Elternteil die Augen vor solchen Katastrophen verschließen, denn schließlich wird so etwas mit großer Wahrscheinlichkeit noch einmal passieren, und das geht dann auch Ihre Nachkommen an und drittens je mehr Menschen(vor allem junge Menschen)dieses Buch lesen, desto mehr werden auch gegen die Atomkraft sein, und das ist der Anfang einer besseren und sichereren Welt.
Ich persönlich kann dieses wirklich tiefgründige Buch nur weiterempfehlen, weil es zum Nachdenken anregt und einmal eine gute Alernative zu den oberflächlichen Jugendromanen der heutigen Zeit ist.
Buch versus FilmDieses Buch ist ganz klar eines meiner Lieblingsbücher: als ich es vor 10 Jahren zum ersten mal gelesen habe war ich begeistert, berührt. Um so gespannter war ich als ich erfahren habe, dass jetzt die Verfilmung ins Kino kommt: Heute bin ich in den Genuss einer Prämiere im Kino mit einigen Schauspielern gekommen:während im Film eine Liebesgeschichte von Janna-Berta (Hanna im Film) und Elmar im Vordergrund steht, so wird im Buch noch viel deutlicher dass nach solch einem Ereignis nichts mehr so ist wie es vorher war, ja, dass auch nichts mehr so sein darf! Ich habe mir erlaubt zu Fragen, warum denn nun aus "Die Wolke" ein Liebesfilm gemacht werden musste, während die Schauspieler zugaben, dass sie sich das auch fragen würden antwortete ein Mann vom Vertrieb des Concorde-Verleihs: "mit etwas anderm lässt sich kein Geld verdienen". Ich möchte mich nun nicht weiter über die Nachteile von Buchverfilmungen auslassen, gelungen ist der Film allemal!Ich möchte allen denen der Film gefallen hat raten, ihn als Einladung zum Lesen des Buches zu sehen, langweilig wird es sicher nicht! Detaillierter, vielleicht eine Spur härter, sicher aber nicht weniger Ergreifend. Und dass solche Bücher, die nicht zu letzt auch dazu aufrufen für seine Rechte einzutreten und Vorgänge in Politik und Wirtschaft wachsam zu betrachten zeigt allein die Tatsache dass wohl mit einer einstweiligen Verfügung gegen den Film von E-ON zu rechnen gewesen wäre wenn man das KKW beim Namen Grafen-Rheinfeld genannt hätte!
UnqualifiziertDieses Buch gehört zu den schlechtesten Büchern, die ich jemals gelesen habe. In Deutlschland geht das KKW Greifswald à la Tschernobyl hoch. Es werden der Hergang und die Folgen aufgezeigt. Das Buch richtet sich an fanatische Kernkraftgegner, die sich mit diesem Buch bestätigt fühlen dürfen. Lehrer, die auf die schlaue Idee kommen sollten, dieses Buch in der Schule durchzunehmen, rate ich als ehemaliger Leidtragender ab. Das Buch schürrt Angst vor der ungekannten Kernkraft ohne kritisch damit umzugegehen. Es eignet sich allerdings junge Menschen, die in Physik noch keine Kenntnisse zur Radioaktivität erworben haben, zu manipulieren und bei der ersten Bundestagswahl die Grünen zu wählen.
Am Tag als Bobby Ewing starb...Ich möchte mich an dieser Stelle nicht über die Chancen und Risiken der Kernenergie auslassen - die dürften den meisten hier hinlänglich bekannt sein.Als vor kurzem der TV-Film "Am Tag als Bobby Ewing starb" im Fernsehen lief, erinnerte ich mich auch wieder an "Die Wolke" von Gudrun Pausewang. Ich musste das Buch um ca. 1988 im Rahmen eines Deutsch-Differenzierungskurses am Gymnasium lesen (siebtes oder achtes Schuljahr). Tschernobyl war frisch im Gedächtnis und mein damaliger Lehrer erfüllte so ziemlich jedes gängige Klischee eines alternativen Antiatomkraftsaktivisten.Zum Buch selbst muss ich leider sagen, dass es reine Schwarz-Weiss-Malerei betreibt. Die Protagonistin und ihr kleiner Bruder sind nach dem Supergau von den Eltern getrennt und müssen sich durchschlagen. Die Story ist reisserisch platt und trivial.
Gutmenschen sind gegen Atomkraft (wie die Handlung des Buchs zeigt natürlich zu Recht), unreflektierte Spießbürger ignorieren die Risiken komplett und laden dadurch schwere Schuld auf sich.Das die Sache soooooo einfach nicht ist, war mir irgendwie schon als 14-Jähriger klar. Ich habe damals ein ausreichend in der zugehörigen Klausur bekommen. Nachdem wir weitere Bücher durchkauten (u.a. Schewenborn) bei denen stets "die Gesellschaft" Schuld auf sich lud, wählte ich das Fach am Schuljahresende entnervt ab:-)Um es noch mal klar zu sagen: Es ist notwendig sich kritisch mit den Pros und Contras von Kernenergie zu beschäftigen, gerne auch in Romanform. Bei diesem absolut klischeehaften Jugendbuch aus den 80'ern ist das aber gründlich misslungen. Reine Indoktrination die heute nicht mehr zeitgemäß ist. Setzen, sechs!
Pseudo-ökologischer BlindgängerIch hatte das "Vergnügen", dieses Werk in der Schule lesen zu "dürfen". Und ich habe jeden Augenblick gehaßt. Denn dieses Machwerk ist nicht nur unterdurchschnittlich geschrieben, nein, seine ganzen primitiv-moralischen Vorhaltungen gegen die moderne Gesellschaft haben mich schon im gesegneten Alter von 15 auf die Palme gebracht. Ein Supergau findet also statt. Aha. Allein schon diese Hypothese beweist mir, daß die Autorin vom Thema keine Ahnung hatte. Deutsche Atomkraftwerke sind, man glaubt es kaum, so gebaut, daß ein Supergau unmöglich ist (es sei denn, jemand legt es darauf an). Der Autorin war das aber offenbar egal, denn die Realität hätte ihr natürlich nie die Möglichkeit gegeben, ihre 68er-Ideale in die Welt zu tragen und unschuldigen Schülern Vorhaltungen darüber zu machen, wie schrecklich grausam diese Welt ist. Wer also unbedingt sein ökologisches, anti-atomares Ego befriedigen will, wird mit der Wolke seine Freude haben, allen anderen empfehle ich die Rückkehr zu den literarischen Produkten aus zivilisierteren Tagen. Und bitte, liebe Lehrer und Eltern, verschont eure Schutzbefohlenen mit diesem Schrott. Die haben schon unter dem heutigen Musikgeschmack mehr als genug zu leiden...