Deschner, Karlheinz

Kriminalgeschichte des Christentums

Kriminalgeschichte des Christentums
  • Verlag: Rowohlt Tb.
  • Erscheinungsdatum: 1997-08
  • Format: Taschenbuch
  • Umfang: 616
  • ISBN: 3499603446
  • EAN: 9783499603440
  • Amazon.de Verkaufsrang: 180.572
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Beschreibung von buecher.de

Mit dem Frühmittelalter setzt Karlheinz Deschner die -Kriminalgeschichte des Christentums- fort: von der katholischen Taufe König Chlodwigs I. um 500 bis zum Tode Karls -des Großen- 814. Diese ersten dreihundert Jahre des Frühmittelalters waren eine Zeit des turbulenten Aufbruchs und Umbruchs, aber auch des Fortwurstelns, eine Zeit, wild und blutbefleckt wie kaum eine, und doch weihrauchgeschwängert, in der das Abendland, Eruropa, Deutschland entstehen.

Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension von Kritischer Leser fanden 19 von 23 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Verbrechen bleiben Verbrechen, auch wenn sie längst vergangen sind

Deschner behandelt hier die Geschichte der (Katholisierung der) Germanen, Langobarden, Merowinger, (übriggebliebenen) Goten und vor allem der Franken. Dies ist historisch sehr interessant, wenn auch die Genealogie der Franken und Merowinger recht verwirrend ist. Eine (trotz ??) des Katholizismus äußerst blutige und brutale Zeit, das beginnende Mittelalter. Es folgt eine Charakteristik Papst Gregors I. des "Großen", ausführliche Kapitel über den "Bilderstreit", die "Pippinische Schenkung", die "Konstantinische Schenkung" und andere Fälschungen des Mittelalters. Die Missionierungen des Bonifaz und ein letztes großes Kapitel über Karl "den Großen" und seine Kriege. Geschichte und Kriminalgeschichte! Karl der "Große", der "Heilige" - was für ein Schlächter, was für ein Massenmörder! Nicht umsonst heilig gesprochen!

Diese Rezension von Martin Sigl fanden 11 von 29 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Die Geschichte Europas, ideologisch bereinigt

nur wenige Menschen wissen, daß es nicht die Antike war und auch nicht die Germanen, welche Europa ursprünglich prägten, sondern die Kelten mit einer, das heutige Europa umspannenden Kultur, deren Einheitlichkeit sich vom heutigen Jugoslawien über Norditalien bis zum Main, dann südlich der Pyrenäen, westlich des Rheins bis nach Schottland und Irland erstreckte, ohne daß sie durch zentralisitisch organisierte auf militärischer Despothie beruhender Gewalten bedurfte. Eben eine Kultur!

Nun sind die Kelten nicht Deschners Thema. Aber seine entideologisierte "Abendländische Weltgeschichte" macht deutlich, wie die Germanen mit Hilfe der Pfaffen die Unsitte römischer Herrschaftshierarchien erlernten und damit begannen, in der Fortsetzung des Erbes Roms als "1. Heiliges römisches Reich Deutscher Nation", das Gesicht Europas zu bis zur Unkenntlichkeit zu brandmarken. Auch die moderne Demokratie ist nur ein verblendeter Abklatsch dieser auf der militärischen Despotie beruhenden bürokartischen Staatsideologie, welche von nahezu allen Brotgelehrten - staatstreu - zum glorifizierten Erbe der Antike hochstilisiert wurde.

Während sie früher auf manifester Gewalt basierte, schöpft sie sie heute heute ihre Legitimatioin aus verinnerlichten Zwängen und Ideologien, welche das real existierende zentralistische, autoritäre und autokratische Staatsgebilde hinter den irrwitzigsten demokratisch genannten Institutionen verstecken, ein mühselig über die Jahrhunderte christlich/germanischer Despotie durch die nackte Gewalt installierte Organisation struktureller Gewalt, welche wie nie zuvor flächendeckend und bis tief in die Herzen der Menschen hinein sich anschickt zur globalen Zivilisation der so Ziviliserten zu werden und hierzu mit dem Krieg auch den Handel mißbraucht, wie eh und je.

Wer Deschner gelesen hat, wird diesen Verblendungszusammenhang leichter durchschauen. Deschner sei Dank für dieses Lebenswerk.

Diese Rezension von Martin Sigl fanden 4 von 28 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Die Geschichte Europas, ideologisch bereinigt

nur wenige Menschen wissen, daß es nicht die Antike war und auch nicht die Germanen, welche Europa ursprünglich prägten, sondern die Kelten mit einer, das heutige Europa umspannenden Kultur, deren Einheitlichkeit sich vom heutigen Jugoslawien über Norditalien bis zum Main, dann südlich der Pyrenäen, westlich des Rheins bis nach Schottland und Irland erstreckte, ohne daß sie durch zentralisitisch organisierte auf militärischer Despothie beruhender Gewalten bedurfte. Eben eine Kultur!

Nun sind die Kelten nicht Deschners Thema. Aber seine entideologisierte "Abendländische Weltgeschichte" macht deutlich, wie die Germanen mit Hilfe der Pfaffen die Unsitte römischer Herrschaftshierarchien erlernten und damit begannen, in der Fortsetzung des Erbes Roms als "1. Heiliges römisches Reich Deutscher Nation", das Gesicht Europas zu bis zur Unkenntlichkeit zu brandmarken. Auch die moderne Demokratie ist nur ein verblendeter Abklatsch dieser auf der militärischen Despotie beruhenden bürokartischen Staatsideologie, welche von nahezu allen Brotgelehrten - staatstreu - zum glorifizierten Erbe der Antike hochstilisiert wurde.

Während sie früher auf manifester Gewalt basierte, schöpft sie sie heute heute ihre Legitimatioin aus verinnerlichten Zwängen und Ideologien, welche das real existierende zentralistische, autoritäre und autokratische Staatsgebilde hinter den irrwitzigsten demokratisch genannten Institutionen verstecken, ein mühselig über die Jahrhunderte christlich/germanischer Despotie durch die nackte Gewalt installierte Organisation struktureller Gewalt, welche wie nie zuvor flächendeckend und bis tief in die Herzen der Menschen hinein sich anschickt zur globalen Zivilisation der so Ziviliserten zu werden und hierzu mit dem Krieg auch den Handel mißbraucht, wie eh und je.

Wer Deschner gelesen hat, wird diesen Verblendungszusammenhang leichter durchschauen. Deschner sei Dank für dieses Lebenswerk.

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