Klee, Ernst

Auschwitz, die NS-Medizin und ihre Opfer

Auschwitz, die NS-Medizin und ihre Opfer
  • Verlag: Fischer (S.), Frankfurt
  • Erscheinungsdatum: 1997-08
  • Bindung: Gebundene Ausgabe
  • Seitenzahl: 526
  • ISBN: 3100393066
  • EAN: 9783100393067
  • Amazon.de Verkaufsrang: 625.684
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Beschreibung von buecher.de

Ernst Klee schildert Karrieren von Medizinern, die Patienten, Kriegsgefangene oder KZ-Häftlinge zu Menschenversuchen mißbraucht haben und nach 1945 unangefochten wieder in ihrem Beruf arbeiten konnten. Klee belegt, daß die Elite der deutschen Mediziner von den Verbrechen wußte; die Auftraggeber waren weltbekannte Firmen, Universitätsinstitute und vor allem die Wehrmacht. Das Personenregister der Dokumentation nennt mehr als 1000 Namen.

Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension von Gordian Ezazi fanden 18 von 20 Kunden hilfreich:
4 von 5 Sternen Sehr gutes Werk zu einem kaum beachteten Thema

Ernst Klees Werk „Auschwitz, NS-Medizin und ihre Opfer" behandelt die von vielen Historikern kaum beachtete Thematik der NS-Medizin. Inwieweit waren die Mediziner in die unbeschreiblichen Gräueltaten an den KZ-Häftlingen beteiligt und in welchem Ausmaß wurden sie dafür vom NS-Staat alimentiert. Was wurde aus so manchem „Todesarzt" nach dem Krieg: Späte Reue und Bestrafung oder „zweite Karriere"?All diese Fragen beantwortet der renommierte Journalist - unter anderem für „Die Zeit" tätig - Klee in diesem Buch. Die gewonnen Erkenntnisse gehen bis an die Grenzen der menschlichen Vorstellungskraft und werden schonungslos und detailliert offenbart und dargelegt. Dadurch, dass der Autor den Leser mit den gewonnen, unverstellbar grausamen Impressionen alleine lässt und als „neutraler" Beobachter fungiert, dürfte das Interesse ob der NS-Barbareien oftmals einer starken Betretenheit weichen.Diese unvorstellbare Grausamkeit mag so manchen Leser verstören, es ist aber dennoch mehr als lobend zu erwähnen, dass Klee diese en detail aufdeckt.

Klee widerlegt dabei auch die Mär von den unschuldigen „Männern in weißen Kitteln", die nur - gezwungenermaßen - Zuschauer des industriellen Mordens waren. Sie waren ebenso so Täter und Mittäter wie viele andere auf, vielleicht sogar in noch sadistischerer und unmenschlicherer Manier.

Dennoch bleibt am Ende die Erkenntnis, dass nur wenige von diesen „Medizinern" zur Rechenschaft gezogen wurden. Ganz im Gegenteil, viele von ihnen machten danach noch Karriere und verbreiten ihre am „Menschenmaterial" gewonnenes Wissen.

Diese Rezension von D. Kitzrow fanden 8 von 23 Kunden hilfreich:
3 von 5 Sternen .....manchmal langatmig.......

Ich hatte mir das Buch gekauft um mehr zu erfahren was wirklich in den KZ passiert ist. In dem Buch gibt es oft Stellen wo viele Menschen namentlich genannt werden und man schnell den Bezug verliert wer nun wer ist. Ansonsten kann ich das Buch empfehlen für Menschen die sich sehr dafür interessieren zu erfahren wie die "Deutsche Medizin" aufgebaut und durchgesetzt wurde.

Diese Rezension von gebray@web.de fanden 7 von 82 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Ernst Klee ist ein rastloser Mahner der Neuzeit

Wenn man bedenkt, welche Chancen Institute wie das Max-Planck-Institut einem oder auch mehreren NS-Tätern eröffnet hat ....... stellt sich die Frage, was die heutige Gerechtigkeit mit sich bringt. Gerade im Zeichen der New Yorker Anschläge und der Rolle Bin Ladens im Afghanistan-Krieg der UdSSR fragt man sich, wo die Farbe WEIß und die Farbe SCHWARZ zu finden ist.Letzten Endes zählt immer eines: Jeder Täter wird sich eines Tages seiner Taten gestraft sehen. Und wenn es nur die Ungewißheit ist, entdeckt zu werden,.

Diese Rezension von Piterskij Intelligent fanden 5 von 8 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Auschwitz, die NS-Medizin und ihre Opfer by Ernst Klee

Die Machthaber des Dritten Reiches boten Medizinern etwas unerhört Verlockendes, in der Welt bis dahin Einmaliges: Statt Meerschweinchen, Laborratten und Versuchskaninchen konnten sie Menschen massenhaft zu Versuchszwecken benutzen.. Ein wirklich sehr interessantes Buch.

Für dieses Buch, das auf Platz 1 der Sachbuch-Bestenliste stand, erhielt Ernst Klee den Geschwister-Scholl-Preis.

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