Shakespeare, William

Ein Sommernachtstraum, Engl.-Dtsch.

Ein Sommernachtstraum, Engl.-Dtsch.
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag
  • Erscheinungsdatum: 1998-04-01
  • Format: Taschenbuch
  • Umfang: 208
  • ISBN: 3423124806
  • EAN: 9783423124805
  • Amazon.de Verkaufsrang: 47.990
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Beschreibung von buecher.de

Man muss kein Shakespeare-Fan sein, muss den 'Sommernachtstraum' nicht gelesen oder auf der Bühne erlebt haben, um seine Atmosphäre zu kennen oder den buntschillernden Gestalten daraus einmal begegnet zu sein. In Woody Allens 'Midsummer Night's Sex Comedy' etwa, selbst schon ein ironisch-erotischer Klassiker, oder im Schauspiel 'Der Park' von Botho Strauß zeigt sich deutlich: für moderne New Yorker oder deutsche Bundesbürger hat ein Zauberwald, wo verschüttete Wünsche und Triebe zum Vorschein kommen dürfen, weiterhin seine Anziehungskraft... Shakespeares Original, durch die Jahrhunderte aufs unterschiedlichste inszeniert als pompös romantisches Märchenspiel (1905 in Berlin gar mit Waldmeisterduft im Bühnenraum) oder artistische Schauspieler-Improvisation, mischt Liebes-Traum und Liebes-Wirklichkeit zu einem turbulenten Wirbel, wenn der Elfenkönig Oberon seinen Dienstkobold Puck beauftragt, per Zaubersaft die Vernunft außer Kraft zu se tzen. Elfenkönigin Titania, mit der Oberon Streit hat, muss sich daraufhin in den eselsköpfigen Weber Zettel verlieben, der mit Handwerkerkollegen im Wald gerade ein Theaterstück probt. Schlimmer noch sind die Auswirkungen auf zwei junge, gezierte Paare vom Hofe Athens, die sich ebenfalls in den Zauberwald verirrt haben: Puck verwechselt die Männer, und so begehrt Lysander, der eigentlich Hermia liebte, plötzlich Helena, und Demetrius, abtrünniger Liebhaber der Helena, dann aber Bräutigam der Hermia, wendet sich wieder Helena zu... bis Oberon den Gegenzauber findet.
Ein Virtuosenstück mit hohem Unterhaltungswert oder ein zynischer Traum von der Liebe als Narretei, wo Partner jederzeit austauschbar sind? Sicher ist, dass im Elfenwald eine Verwandlung geschieht: die Liebenden finden von floskelhaft-gestelzter zu souverän freier Sprache, auf deutsch erstmals nachempfunden und nachzuempfinden in Frank Günthers neuer Übersetzung.

Aus der Amazon.de-Redaktion

Mit Shakespearedramen ging es mir wie mit Schokoladenkeksen. Einmal probiert, konnte ich einfach nicht mehr aufhören. Eins nach dem anderen habe ich verschlungen. Wie meisterhaft sind seine Dramen aufgebaut -- Wie perfekt deutet jede Exposition das Geschehen der folgenden Akte an! Wie wundervoll die Sprache, die Bilder. Die Werke dieses genialsten aller Dichter sind einfach traumhaft und wohl auch deshalb am häufigsten gespielt und verfilmt. Besonders das Stück, das in der Johannisnacht spielt: Im Sommernachtstraum tummeln sich in der lauen, wundersamen Nacht allerlei Gestalten: edle Paare aus der höfischen Welt, einfache Handwerker, zauberhafte Wesen aus dem Reich der Elfen. Shakespeare verwebt diese unterschiedlichen Personenkreise überaus kunstvoll miteinander. Knüpft hier eine Verbindung zwischen zwei Liebenden, knotet dort eine Verwirrung in die Beziehung und löst am Ende alle verworrenen Fäden mit genialem Geschick zum Wohlgefallen aller wieder auf. Über 400 Jahre ist dieser Traum um verwirrte Liebende alt, und doch hat er nichts von seiner strahlenden Schönheit eingebüßt. Auch heute erfreut Puck, der Kobold, uns mit seinem Schabernack, läßt uns die anrührende Unbeholfenheit der Handwerker herzlich lachen, bangen wir mit den Liebenden, daß sich die richtigen Paare zusammenfinden mögen. Der Sommernachtstraum, eine Komödie über die Liebe, ist so voller turbulent komischer Szenen und wundersamer Einfälle, daß man zunächst gar nicht bemerkt, welch zynische Auffassung hier zugrunde liegt: Die Menschen sind den Launen der durch und durch amoralischen Elfenwesen wehrlos ausgeliefert. Und die Liebe ist nichts als Narrheit. Trieb, der nicht zu kontrollieren ist -- schon gar nicht mit Vernunft! Egal! Am Ende bleibt's ein wunderschöner Traum, den man am liebsten gleich noch einmal träumen möchte. --Anne Hauschild

Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension fanden 32 von 34 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen bezauberernd schön

Ein ganz großes Lob aun Almud Kunert, die den Sommernachtstraum illustriert hat: wunderschöne "bezaubernde" Bilder mit sehr schönen Details! Klasse!!

Der Text ist für Kinder (ich denke ab ca. 7 Jahre) leicht verständlich umgesetzt, trotz der vielen Namen, die durch die Geschichte ansich immer in anderen Konstellationen auftauchen.

Ich bin total begeistert von diesem "Kinder"buch, das auf alle Fälle auch ein Genuß für Erwachsene ist.

Diese Rezension von Hermann Konrad fanden 5 von 5 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Traumgeschichte nicht nur für Kinder

Ich habe das Buch vor einem Jahr für meine kleine Tochter (6) gekauft. Seitdem gehört es zum Repertoire ihrer beliebtesten Vorlesegeschichten. Der Sommernachtstraum von Mendelssohn war schon vorher einer ihrer Musik-"Klassiker". Durch die Verknüpfung mit der Shakespear'schen Traum- und Zauberkomödie hat diese Musik nochmal an Faszination gewonnen. Gilt übrigens nicht nur für Kinder :-)

Diese Rezension von Nicole Demiray fanden 3 von 3 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Irrungen und Wirrungen im Elfenwald

Shakespeares Komödie "Ein Sommernachtstraum" gehört zu den wohl berühmtesten Werken des Dramatikers und zu den wenigen Stücken, die regelmäßig auf deutschen Bühnen inszeniert werden. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass von diesem Stück ein ganz besonderer Zauber ausgeht, der entsteht, wenn sich Wunderbares mit Komischem vereint.

Um diesen Zauber auch schon den Jüngsten zugänglich zu machen, hat die Erzählerin und Herausgeberin Barbara Kindermann die wesentlichen Handlungsmerkmale sowie zahlreiche Zitate der in den siebziger Jahren durch A.W. von Schlegel entstandenen Übersetzung in einen Prosatext überführt. Entstanden ist eine wunderschöne Nacherzählung, die nicht nur das Beziehungsdilemma zweier Liebespaare beschreibt, sondern vor allem den zwischen dem Herrscherpaar des Elfenreichs entstandenen Streit.

Königin Titania und König Oberon ringen um einen indischen Jungen, den Titania in ihrem Gefolge hat und den Oberon gern in seinem Gefolge hätte. Am Rande der Streitigkeiten wird Oberon den verzweifelten Liebespaaren gewahr, die zu später Stunde im Wald herumirren, und beschließt diesen zu helfen. An dieser Stelle kommt Oberons Diener Puck ins Spiel, der in seinem Auftrage eine rote Zauberblume beschaffen soll. Diese Blume besitzt magische Kräfte und vermag es Lebewesen ineinander verliebt zu machen. Mit Hilfe der Blume soll Puck die beiden Liebespaare von ihrem Kummer befreien und nebenbei auch Titania, der sturen Gattin Oberons, einen Streich spielen. Einige unglückliche Zufälle und auch seine Liebe zu Späßen tragen dazu bei, dass der kleine Elf erst für viel Durcheinander sorgt, bevor sich alles zum Guten wendet.

Untermalt wird die komische und oft turbulente Erzählung von den wunderschönen Illustrationen Almud Kunerts. Diese machen das Kinderbuch nicht nur zu einem Kunstwerk, sondern tragen gerade bei den Kleinsten zum besseren Verständnis der Geschichte bei.

Empfohlen für Kinder ab 5

Herausgeberin: Barbara Kindermann

Titel: Ein Sommernachtstraum

Verlag: Kindermann Verlag (2005)

ISBN: 3-934029-14-0

Diese Rezension von Dr. Klaus Dirschauer fanden 6 von 7 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Shakespeares Leichtigkeit des Seins

Mein 11 jähriger Enkel wollte gern mit uns ins Theater. In A Midsummer Night's Dream von William Shakespeare. Mich reizte die Aufführung des TNT Theatre Britain, doch Ansgar hatte erst zwei Jahre Englisch in der Schule. Wie sollte das gehen? Was konnte ich tun?

Ich gab ihm Babara Kindermanns kurzweilige Nacherzählung mit Almud Kunerts hintergründigen Illustrationen als Pflichtlektüre zu lesen auf. Strahlend nahm er den schönen Band entgegen und begann darin zu blättern. Vergnügt kehrte er nach einer Stunde aus seinem Zimmer zurück: Grany, mache Dir keine Gedanken. Ich muss mir nur noch die Akteure merken."

Zweifellos vergnügte ihn das Spiel - nicht weniger als mich. In der Pause fragte ich ihn, ob ihm denn die Komödie gefalle. Seine Antwort: Mir fehlt viel von der Leichtigkeit eines Traums von einer verzauberten Mitsommernacht." Ich schenkte ihm das Buch gern, das er so gründlich gelesen hatte, dass er zu einem kleinen Theaterkritiker geworden war.

Diese Rezension von deathdealer92618 fanden 12 von 15 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Shakespeare ist zeitlos

Darf man als „Normalsterblicher“ eigentlich überhaupt eine Rezension über den großen William Shakespeare schreiben? Ich versuch’s mal :-)

Auch im Sommernachstraum zeigt Shakespeare sein Größe. In einem fast unendlichem Reichtum an Bildern und Ideen zieht er hier den Leser in seinen Bann. Da werden Personen mit einem Liebeszauber belegt der einiges durcheinander wirft und zumindest kurzzeitig alles zu einer Art Verwechslungskomödie macht. Ein Elfenkönig der Ärger mit seiner Frau hat und Handwerker die nicht immer wirklich wissen was sie da tun spielen ebenfalls eine Rolle und sind Garanten zum köstlichen Amüsieren.

Im Mittelpunkt steht aber, ähnlich wie in „Romeo und Julia“, ein Pärchen das sich nicht lieben darf, nur das Shakespeare in diesem Fall statt einer Tragödie eine Komödie draus gemacht hat. Nur ein kleiner Beweis seiner Vielseitigkeit! Die Vielfältigkeit des sprachlichen Ausdrucks, überhaupt diese schöne Sprache, diese kleinen Zweideutigkeiten (vor denen man keine Angst haben muss, da die Anmerkungen im Anhang erklärend zur Seite stehen!)... das alles macht süchtig nach mehr.

So ca. 1595 ist dieses Stück entstanden und trotzdem wird es auch heute noch, zu Recht, gelesen und aufgeführt, denn auch im 21. Jahrhundert kann man noch über Droll/Puck (des Elfenkönigs kleines Helferlein, welches nicht wirklich unschuldig ist am ganzen Durcheinander) und über die etwas fehl am Platze scheinenden Handwerker lachen. Ja, und ebenso kann man auch heute noch mit dem Liebespaar „bangen“ oder es zumindest mit Interesse verfolgen, ob es sich am Ende denn nun auch bekommt...

Trotz des Pathos ist es aber doch keine schmalzige Liebesgeschichte (wie man sie heutzutage leider pausenlos in Büchern und im TV findet), sondern vielmehr eine aüßerst witzige Liebeskomödie die doch mehr Tiefgang hat, als man es nach dem ersten Lesen vielleicht meint.

Eben Shakespeare, der Lehrmeister aller die nach ihm kamen.

Ein Sommernachtstraum, Engl.-Dtsch.



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