Schiller, Friedrich von

Wilhelm Tell

Wilhelm Tell
  • Verlag: Dtv
  • Erscheinungsdatum: 1998-09
  • Bindung: Taschenbuch
  • Seitenzahl: 239
  • ISBN: 3423026472
  • EAN: 9783423026475
  • Amazon.de Verkaufsrang: 441.836
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Beschreibung von buecher.de

Das Schauspiel mit der legendären Apfelschuss-Szene

Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension fanden 17 von 21 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Freiheit und Humanität

Friedrich Schiller (1759-1805) hat mit seinem WILHELM TELL (1804) ein Ideendrama konzipiert. Im Konflikt zwischen Schicksal und freier Selbstbestimmung wird hier ein Konflikt dramatisch geschildert.Mit WILHELM TELL wird Schillers Ideal von einer humanen Freiheitsidee deutlich: Die Freiheit, die sich Tell gegen die unmenschliche Gewalttat und die Tyrannei erschießt, zeigt, daß es einem Volk wie jedem einzeln gestattet sei, so zu leben, wie es die Natur gewollt hat und wie es seiner humanen Bestimmung gemäß ist. Es sei daran erinnert, dass dieses humane Freiheitsdrama zur Zeit des Nationalsozialismus (1933-1945) verboten war und auf einem Index stand.

Diese Rezension fanden 10 von 13 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Ein Muss, gerade heute.

Schillers "Wilhelm Tell" ist die Geschichte eines Helden, eines Helden wie ihn die Moderne vermissen läßt. Er macht alles richig und ist sich seines ihm ursprünglichen, natürlichen innewohnenden Gerechtigkeitsinn so sicher, dass er bis zum Äußersten geht. Er tötet. Ein Plädoyer für NATO-Bomber über Jugoslavien. Ich empfehle das Buch vor Ort zu lesen, am Vierwaldstätter-See in der Schweiz; dann wird dieses Buch ein unvergleichlich erhebendes, literarisches Erlebnis.

Diese Rezension von alexy-12 fanden 9 von 10 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen sehr hilfreich!

ich fand dieses heftchten sehr hilfreich,da wir wilhelm tell in der schule lasen und ich die schwierige sprache kaum verstand und so den inhalt nicht genau wieder geben konnte,doch als ich zu den jeweiligen szenen die in diesem heftchen enthaltenen zusammenfassungen las konnte man alles verstehen und man versteht auch den inhalt ohne die texte im buch immer und immer wieder durchlesen zu müssen.

also falls ihr dieses buch auch in der schule lesen müsst,dann kann ich dieses heft nur bestens empfelen!

Diese Rezension von Klaus Prinz fanden 8 von 10 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Die Revolutionsfibel des 19. Jahrhunderts

Goethe brachte den Tell-Stoff von einer Reise in die Schweiz mit und überließ ihn Schiller, der sich nach Abschluss der Arbeiten an der Braut von Messina ans Werk machte. Am 17. März 1804 fand die Uraufführung dieses letzten der Schillerschen Dramen im Weimarer Hoftheater statt.Der despotische Landvogt Geßler wütet im frühen 14. Jahrhundert in einem Teil der späteren Schweiz. Auf dem Rütli am Vierwaldstättersee verbünden sich dann Bürger dreier Kantone gegen ihn und leisten den berühmten Rütlischwur. Als Wilhelm Tell eines Tages dem Geßler einen willkürlichen Akt des Respekts verweigert, wird er gezwungen, den berühmten Schuss auf einen auf dem Kopf seines Sohnes liegenden Apfel zu vollführen. Geßler lässt den Tell anschließend verhaften und will ihn in einer Festung vermodern lassen, doch Tell kann auf dem Weg dahin flüchten. Nun lauert er dem Landvogt an der berühmten "hohlen Gasse" auf und erschießt ihn. Danach werden die Lande unblutig von den Resten des Despotismus befreit.Der Wilhelm Tell ist ein offen republikanisch gesinntes Schauspiel, das den Tyrannenmord thematisiert, aber die Tellsche Notwehr von dem Mord aus Gewinnsucht, wie er in einer Nebenhandlung gegen Ende präsentiert wird, klar abgrenzt. Doch auch Tell erkennt letztlich seine Schuld und kehrt nicht mehr in die alte Unbekümmertheit zurück.Dieses Schauspiel hebt sich stilistisch von allen anderen Werken Schillers durch einen Realismus von Personen und Handlung ab. Die Blankverse des Stückes könnte man in (die) Prosa (der frühen Dramen) überführen, ohne dass das Stück dabei seinen Charakter verlieren würde. Die Jungfrau von Orléans und die Braut von Messina hingegen würden dieses Experiment nicht überleben.

Diese Rezension von Haardtattack fanden 8 von 9 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Hohle Gasse

Der Schwabe Friedrich Schiller, der in seinem ganzen Leben nie in der Schweiz war, hat mit diesem Drama den Eidgenossen „das“ Werk über ihren Unabhängigkeitskampf geschrieben. Um was geht es in diesem Theaterstück? Der Schwyzer Baumgarten wird von kaiserlichen Reitern verfolgt, weil er den Burgvogt, der seine Frau vergewaltigen wollte, getötet hat. Er bittet den Fischer Ruodi, ihn über den Vierwaldstätter See zu rudern, doch weigert dieser sich wegen eines drohenden Gewitters. Nun erscheint Tell als Retter und traut sich, was sich die Fischer nicht getraut haben - er rudert Baumgarten über den See. Die Kaiserlichen sind jetzt erbost und setzen die Hütten der Seeanwohner in Brand. Dieses Ereignis führt zum Aufruhr gegen die habsburgische Besatzungsmacht. So treffen sich Vertreter der Urkantone nachts auf dem Rütli und schwören sich gegenseitigen Beistand. Tell wird erneut in das Geschehen hineingezogen, als er sich weigert, dem Hut des Reichsvogtes Geßler die Ehre zu erweisen. Geßler lässt ihn verhaften und denkt sich ein besonders perfides Verfahren gegen Tell aus: dieser muss mit einem Pfeilschuss aus seiner Armbrust einen Apfel auf dem Kopf des eigenen Sohnes treffen. Es gelingt ihm, doch Gessler hat bemerkt, dass Tell einen zweiten Pfeil für den Fall eines Fehlschusses für ihn reserviert hatte. So bleibt Tell in Haft. Er entflieht allerdings seinen Bewachern bei einer Fahrt über den See. Nun will er Rache und Geßler töten: er lauert ihm in einer hohlen Gasse bei Küßnacht auf und erschießt ihn mit seiner Armbrust. Schillers Drama weist eine sehr verwickelte Handlung und teilweise auch eine sperrige Sprache auf. So ist die Tell-Handlung einerseits das Herzstück der Geschichte. Vor allem die Hauptfigur bietet Anlass zu genaueren Betrachtungen: einerseits sein Altruismus, seine Hilfsbereitschaft (Baumgarten), andererseits der Mörder aus verletztem Stolz (in der Hohlen Gasse schießt er hinterrücks auf Geßler). Allerdings nimmt auch der Rütli-Schwur eine herausragende Stellung ein. Die Berta-Rudenz-Handlung hingegen und auch das Auftauchen Parricidas am Schluss weiten das Geschehensgeflecht aus und werden bei vielen moderneren Inszenierungen auch vernachlässigt. Bemerkenswert ist noch die Tatsache, dass der „Tell“ ein Steinbruch für berühmte Zitate ist. Nur zwei seien hier genannt: „Die Axt im Haus erspart den Zimmermann“ und „Durch diese hohle Gasse muss er kommen“.

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