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Der bittere Lorbeer' ist Stefan Heyms Auseinandersetzung mit dem Zweiten Weltkrieg. Er erschien 1950 zum ersten Mal in Deutschland. Heinrich Böll bezeichnete den Roman als 'eines der besten und bedeutendsten Kriegsbücher'.
Gutes Buch über den zweiten Weltkrieg"Crusaders" war einer von Stefan Heyms frühen Erfolgen. Obwohl bereits in der DDR wohnend verfaßte er das Manuskript in Englisch - der Sprache, der er sich nach seiner Emigration 1933 zwangsweise bedienen mußte, um als Schriftsteller in Amerika überleben zu können. "Der bittere Lorbeer", so der Titel - er sagt bereits vieles. Stefan Heym führt den Leser mitten ins blutige Kriegsgeschehen, nach Frankreich 1944, wo die alliierten Armeen sukzessive die deutsche Wehrmacht zurückschlagen. Sicher, es ist eine Erfolgsgeschichte - der Lorbeer ist den Siegern sicher. Daß er aber auch bitter schmeckt, unterstreicht Heym in seinen Schilderungen, in denen er schonungslos das blutige Geschehen der Schlacht, die geistigige Borniertheit vieler Kommissköppe (die es auch bei den Amerikanern gab) und die frühe Furcht vor kommunistischen Unterwanderern beschreibt, die den späteren Kalten Krieg und die Mac Carthy-Ära antizipieren. Das Buch dürfte insofern etwas Besonderes sein, als ein Deutscher - der auf Seiten der Alliierten mitkämpft - beschreibt, wie er gegen sein altes Heimatland kämpft. Der Spagat zwischen Nazihaß und ein Stück Heimattreue wird dabei deutlich. "Crusaders" war einer der ersten Welterfolge Heyms. Der Roman ist eine Antwort auf die zahlreichen in den 50er und 60er Jahren erscheinenden, beschönigenden und braun untersetzten Augenzeugenberichten von Kriegsheimkehrern und -gewinnlern. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
Eines der bedeutensten Bücher über den 2. WeltkriegBereits im Jahre 1948, also kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs in Amerika erschienen, gehört Kreuzfahrer - Der bittere Lorbeer" zu den ältesten Werken des Autors Stefan Heym. Der Roman schildert, ohne in irgendeiner Weise zu beschönigen, realistisch und eindringlich das letzte Kriegsjahr aus Sicht der amerikanischen Streitkräfte. Dabei hat Heym sich eng an die Realität gehalten, denn ein Großteil der hier dargestellten Ereignisse ist auch in Wirklichkeit geschehen. Diese Authentizität ist es, die dieses Buch trägt und gleichzeitig auch den Leser berührt. Es wirft (vielleicht als erster Roman dieser Art) einen eher skeptischen Blick auf die glorreiche US-Army und kratzt dabei am sauberen Image des perfekten amerikanischen Soldaten. Dabei werden nicht nur heroische Posen entlarvt, sondern gleichzeitig auch die Motivation der deutschen Kriegsgegner hinterfragt: Wofür kämpften die Amerikaner eigentlich? Was unterschied sie, zum Beispiel in ihrer Einstellung zu Juden, von den Deutschen? Was ist Gerechtigkeit? Dies sind allesamt spannende Fragen, die der Autor, stets um Objektivität bemüht, zu beantworten versucht. Bemüht" ist an dieser Stelle allerdings auch wörtlich zu nehmen, denn nur allzu oft drängt doch die kommunistische Einstellung Heyms an die Oberfläche, welche sich besonders in dem von ihm gezeichneten Bild der Deutschen widerspiegelt. Inwiefern er hier richtig liegt, können wohl nur Historiker beantworten. Das Bild, welches er zeichnet ist jedenfalls erschreckend und bewegend. Szenen, wie die Befreiung des Konzentrationslagers Paula, verdeutlichen einmal mehr die Grausamkeit dieses Krieges. Insgesamt ist Kreuzfahrer - Der bittere Lorbeer" sicherlich eines der bedeutendsten Kriegsbücher, das allerdings aufgrund des epischen Umfangs oftmals sehr langatmig daherkommt. Ein Buch, das wohl leider nie an Aktualität verlieren wird und dessen Lektüre ich jedem Amerikaner UND Deutschen empfehlen kann.