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Tanja Kinkel belegt mit ihren unverwechselbaren historischen Romanen immer wieder die ersten Plätze der Bestsellerlisten. Mit 'Wahnsinn, der das Herz zerfrisst' setzt sie dem schillernden englischen Dichter Lord Byron ein Denkmal. 'Eleonore von Aquitanien' ist ein fesselndes Porträt der grossen Königin des 12. Jahrhunderts, die als Leitstern der Troubadoure, als meisterhafte Politikerin und grosse Romantikerin in die Geschichte einging.
Fesselndes Portrait einer faszinierenden Frau!!!"Die Löwin von Aquitanien" wird immer einer meiner liebsten Historischen Romane sein. In meinem Beruf als Buchhändlerin bekome ich so manchen Historischen Roman in die Hände, das Genre ist ja momentan sehr angesagt. Leider ist da auch allzu oft viel
schnell runtergeschriebener Schund bei. Tanja Kinkels Romane zählen für mich ganz klar zu dem besten was man auf diesem Gebiet überhaupt bekommen kann!!!Warum begeistert mich "Die Löwin..." so? Ganz klar, vor allem wegen der Hauptfigur! Eleonore (manchmal auch Alienor genannt) von Aquitanien ist für mich eine der faszinierendsten Frauen der Weltgeschichte. Sie war mit zwei Königen verheiratet, Louis von Frankreich und Henry Plantagenet, sie brachte 10 Kinder zur Welt (leider überlebte sie 8 davon) regierte zeitweilig für ihren Sohn Richard Löwenherz über England, und war ständig in Sachen Politik auf "Achse". Und das alles als Frau im 12 Jahrhundert wohlgemerkt! Leider ist Eleonore heute ziemlich unbekannt, was ich sehr schade finde! Ich selber habe sie erst als Mäzenin der Troubadoure kennenglernt, bis ich selber mal nachgeforscht habe und auf dieses wunderbare Buch gestossen bin. Tanja Kinkel ist eine fantastische Autorin, gerade was Romane übr Historische Persönlichkeiten angeht. Sie schafft es uns Eleonore wirklich nahe zu bringen, mit all ihren Fehlern und Unzulänglichkeiten, aber auch mit ihrer Lebenslust und ihrem Scharfsinn. Vielen Dank dafür!!!
Spannender und informativer Roman mit interessanten historischen Hintergrund!Nach "Die Puppenspieler" ist dies ein weiterer schön geschriebener Roman von Tanja Kinkel, den ich gelesen habe. "Die Löwin von Aquitanien" hat mir wirklich gut gefallen und die Autorin versteht es gekonnt, Historie und Fiktion miteinander zu verknüpfen. Hier beschreibt sie das Leben von Eleonore (wird aber meistens "Alienor" genannt) von Aquitanien, einer sehr starken Frau in einer von Männern dominierten Welt des 12. Jahrhunderts.
Die Personen sind liebevoll gestaltet, so dass ich sofort einen guten Bezug zu den Charakteren bekam. Besonders gut hat mir natürlich Alienor gefallen, die den Leser vom Kindesalter bis zu ihrem Tod mit über 80 Jahren begleitet. Ich würde sie nicht unbedingt als liebenswert bezeichnen (obwohl sie mir nicht unsympatisch erscheint), vor allem ist sie interessant und durch ihre starke Persönlichkeit beeindruckend. Ihre Politik wurde sehr beschaulich dargestellt und war sehr gut nachvollziehbar. Auch die vielen anderen Personen sind glaubwürdig und sympatisch.
Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen. Es kommen zwar viele Personen vor, aber ich habe nie den Überblick verloren. Dieses Buch hat keine Längen und ist wirklich spannend. Einzige Kritik die ich habe ist, dass einige Passagen etwas abgehackt und nicht richtig ausgereift wirkten. Ich hatte manchmal das Gefühl, dass Kinkel etwas mehr auf einige Sachen hätte eingehen können und es nicht hätte so kurz fassen brauchen. Aber so hat sie auch auf unnötige Sachen verzichtet, die vielleicht auch langweilig gewirkt hätten. Ich bekam aber reichlich Informationen über diese Zeit und es wirkte sehr gut recherchiert.
Ich kann dieses Buch auf jeden Fall weiter empfehlen.
Eine faszinierende FrauDie Löwin von Aquitanien war meine erstes Buch, welches ich über Alienor von Aquitanien gelesen habe und es war auch aus meiner Sicht das Beste.
Tanja Kinkel ist es gelungen einen packenden Roman über diese faszinierende Frau zu schreiben.
Alienor war Königin von Frankreich und nach Annulierung dieser Ehe wurde sie Königin von England. Sie ist die Ahnin des Hauses Plantagenet, die Mutter von Richard Löwenherz, der uns allen hinlänglich aus Robin Hood Verfilmungen bekannt sein dürfte.
Sie war eine Frau die ihrer Zeit weit voraus war und die sich über viele Grenzen hinwegsetzte, die damals für Frauen galten.
Alienor bekam 10 Kinder und überlebte 8 davon, wie auch ihre beiden Ehemänner. Sie starb mit 80 Jahren, was für die damalige Zeit ein wahrlich greisenhaftes Alter gewesen sein dürfte.Ich habe den Roman in einem durch gelesen, so sehr hatte er mich gepackt und kann ihm jedem nur weiterempfehlen, der Interesse an historischen Tatsachen, verpackt in einen wundervollen Roman, hat.
Geschichte im EiltempoIn "Die Löwin von Aquitanien" beschreibt Tanja Kinkel das Leben der sagenumwobenen Eleonore von Aquitanien, einer großen Königin des 12. Jahrhunderts. Als Herzogin von Aquitanien geboren, wird sie jung mit dem König von Frankreich verheiratet. Doch die Ehe wird später wieder annulliert und Alienor, wie sie in der Landessprache Aquitaniens genannt wird, heiratet den zukünftigen König von England. Insgesamt bekommt Alienor zehn Kinder. Sie führt ein bewegtes Leben, nimmt an Kreuzzügen teil und mischt sich erfolgreich in politische Angelegenheiten ein. Alienor wird als starke, kluge, aber auch machtbesessene Frau dargestellt, deren Lebenshunger auch dann nicht versiegt, als ihr zweiter Ehemann sie jahrelang in Gefangenschaft hält.
Acht ihrer zehn Kinder hat sie überlebt, als sie schließlich über achtzigjährig in einem Kloster stirbt.
Der Schreibstil dieses Romans ist ansprechend, die Handlung mitunter recht spannend. Tanja Kinkel hat sehr genau recherchiert und so ziemlich alles, was sie über diese Frau in Erfahrung gebracht hat auch in das Buch reingequetscht. Doch kaum einmal wird bei einer Szene länger verweilt. Dies ist meines Erachtens auch das große Manko dieses Romans - Geschichte wird im Eiltempo durchgezogen. Der Roman ist Handlung pur, und darunter leiden Stimmung und Tiefe. Alles wirkt seltsam unbelebt und berichthaft
Fazit: Ein interessanter, spannender Roman, der aber durch sein rasantes Tempo ein wenig an Tiefe vermissen lässt.
Lebendige GeschichteBis ich dieses Buch las, wußte ich nichts von der Herzogin von Aquitanien und konnte mir auch nicht vorstellen, daß Frauen zu der Zeit (12.Jhd.) irgendeinen Einfluß auf die Politik hatten. Tanja Kinkel schafft es die Geschichte lebendig werden zu lassen und einen spannenden Roman zu schreiben, in dem die historischen Personen "menschlich" werden. Wenn man bis dahin die Geschichte von Robin Hood (der kommt allerdings nicht vor) und Richard Löwenherz, sowie Prinz John nur aus Filmen kennt, bekommt man durch dieses Buch die Zusammenhänge und Hintergründe vermittelt. Was man im Geschichtsunterricht vielleicht nur als langweilige Epoche Englands und Frankreichs kennengelernt hat, wird auf lebendig vor dem inneren Auge und man fragt sich unwillkürlich, warum Geschichte immer so trocken präsentiert wird. Hier wird wieder einmal deutlich, wie wichtig die "starke Frau" im Hintergrund ist. Die Herzogin von Aquitanien war erst mit dem König von Frankreich und dann mit dem König von England verheiratet. Das allein ist schon sehr ungewöhnlich, aber daß sie bei einem Kreuzzug teilnahm und die meisten ihrer Kinder überlebt hat, macht sie zu einer absolut außergewöhnlichen Frau, die leider in Geschichtsbüchern viel zu wenig beachtet wird. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)