Bestellen bei Buecher.de! Preis: 7,95 €
Bestellen bei Amazon.de! Neu ab 7,95 €, gebraucht ab 3,00 €.
Neue Bücher bestellen bei: Buch.de.de, Buch24.de, Bol.de, Libri.de, Thalia.de
Gebrauchte und neue Bücher bestellen bei: AbeBooks.de, Booklooker.de
Der junge Dorian Gray spürt heftiges Verlangen nach ewiger Schönheit, dem Garanten für andauernde Sinnesfreuden. Zur Erfüllung seines Traums schließt Gray einen Teufelspakt: Er verpfändet seine Seele. Statt seiner wird in Zukunft ein Porträt von ihm altern. Doch der Vertrag ist befristet, und am Ende fordert die gestundete Vergänglichkeit ihren bitteren Preis. Mit seinem gewagten Roman provozierte der Publikumsliebling Oscar Wilde seine gesamte Fangemeinde und beeinflußte die Literatur des 20. Jahrhunderts maßgeblich.
Für den Maler Basil Hallward verkörpert Dorian Gray die unvergleichliche Muse, die ihm als Künstler zu voller Blüte verhilft und ihm Genialität einflößt. Lord Henry erscheint dieser anmutige Jüngling wie ein hohles Gefäß von vollendeter Form, das darauf wartet, geöffnet und von Leben erfüllt zu werden. Basil betet Dorian als den Inbegriff von Aufrichtigkeit, Tugend und vollendeter Schönheit an. Für Lord Henry ist er hauptsächlich ein sehr interessantes Experiment. Von der Ausstrahlung seines jungen Freundes geblendet und ihm völlig ergeben, überschüttet Basil ihn mit einer Flut an Komplimenten. Scharfzüngig, mit herrlich extremen Aussagen und provozierenden Thesen, versetzt Lord Henry den noch schlummernden Geist Dorians mit seinen paradoxen Philosophien in Aufruhr. Basil, von Dorians scharlachroten Lippen, den goldenen Haarwellen und den weiten blauen Augen betört, versucht, seine einzigartige Schönheit in einem großen Kunstwerk zu verewigen. Lord Henry, von seiner Unwissenheit und Formbarkeit angetan, verhilft ihm mit messerscharfem Geist und hypnotischer Redegewandtheit zu einer zweifelhaften Bewußtheit. Dorian Gray erschauert, als er sich auf dem fertiggestellten Gemälde erblickt, und in seinem Entzücken über sich selbst richtet er einen wahnwitzigen und folgenschweren Wunsch an das Universum: Möge er in Wirklichkeit immer so jung und schön bleiben wie auf diesem Porträt. Stattdessen solle das Bild für ihn altern. Sein Gebet wird auf mystische Weise erhört. Dorian, vergiftet durch den schlechten Einfluß von Lord Henry und eines Romans, den dieser ihm zu lesen gibt, gerät immer mehr zum Opfer seiner innersten Abgründe. Nach außen hin bleibt er makellos, doch sein Porträt, das er voller Furcht vor Entdeckung in einem verstaubten Zimmer auf dem Dachboden versteckt, offenbart ihm die Verfehlungen seiner Seele erbarmungslos und auf gräßlichste Weise. Verschleiert, wie es zu Oscar Wildes Zeiten nur möglich war, schwingt das Thema der Homosexualität mit. Viel dreht sich um männliche Schönheit und Jugend, um die zweifelhafte Moral der Gesellschaft, um verborgene Sünden und geheimnisvolle Anziehungskräfte und um schwerwiegende Gefühle von Schuld. Wildes einziger Roman ist ein Werk von großer Eigenart, geschrieben in der für Wilde typischen blumigen und äußerst kunstvollen Sprache, voller gewagter und tiefgründiger Spekulationen um die Doppelnatur der menschlichen Seele und um das mysteriöse Wechselspiel zwischen Kunst und Leben. In ihm spielt das Reale mit dem Irrealen. Es beschreibt die Tragödie um den Identitätsverlust einer dekadenten Seele. --Daphne Unruh
Das Verderbnis der ewigen JugendOscar Wilde, es ranken sich viele Legenden um ihn und seine literarischen Werke, doch keines von ihnen ist so legendär wie sein Meisterwerk „Das Bildnis des Dorian Gray".
Wilde schafft mit der Figur des Dorian Gray eine zeitlose Figur, die auch heute noch existent sein könnte. Dorian Gray ist das Sinnbild der Schönheit der Jugend, mit seinen Blonden Locken, den tiefblauen Augen und seinem bildschönen Gesicht schafft er es seine Mitmenschen zu verzaubern und über die Abgründe seiner Seele hinwegzutäuschen.
Dabei fing alles ganz harmlos an. Noch im Knabenalter sitzt er seinem besten Freund und Mentor Basil Hallward, einem bekannten Maler, Modell. Als dieser das Bild vollendet und Dorian es das erste Mal erblickt, wünscht er sich nichts sehnlicher als das dieses Bildnis sein eigenes Antlitz bliebe und stattdessen das Bild der Spiegel seines Alters und seiner Seele sein möge. Sein Wunsch erfüllt sich, von nun an altert Dorian nicht mehr und kein Zeichen seiner Boshaftigkeit bleibt in seinem Gesicht zurück.
Eines Tages lernt er in einem verschrobenen Theater eine junge wunderhübsche Schauspielerin kennen in die er sich prompt verliebt. Doch ausgerechnet an dem Tag, als er mit seinen beiden besten Freunden in eine ihrer Vorstellungen kommt, passiert etwas für Dorian Schreckliches, das Mädchen torkelt von Liebe trunken wie eine Scharlatanin über die Bühne. Dorian Gray ist bitter enttäuscht und verlässt sie. Woraufhin sich das verzweifelte Mädchen umbringt.
Von diesem Zeitpunkt an beginnt der traurige Verfall von Dorian Grays Bildnis. Doch seine schöne äußere Hülle bleibt erhalten und niemand ahnt böses, doch Gray behält sein Bildnis im Auge und jedes seiner Taten wird von seinem Porträt wie von einem Spiegele wiedergegeben.
Wilde versteht es, mit seinem Stil und seiner Art zu erzählen, die durch das simple Weglassen etwaiger Genauigkeiten, dem Leser eigene Versionen der Geschichte ermöglichen, zu begeistern. Nie drängt sich der Stil in den Vordergrund immer ist er Teil der famosen Geschichte über das Dandytum, den gelebten Zynismus von Lord Henrys und die Verachtung vor dem Verfall und seinem Endpunkt, dem Tod.
Ich kann dieses Meisterwerk allen Literaturbegeisterten Leseratten an Herz legen die schon immer ein Buch von Oscar Wilde lesen wollten und gute Literatur zu schätzen wissen.
Viel Spaß damit.
Die entsprechende Zielgruppe wendet sich besser an den Laden am Bahnhof...Ich hatte den Urgroßvater der viktorianischen Gothic-Novel erwartet; ich hatte eine philosophische Auseinandersetzung über das Thema "äußere" und "innere Schönheit" erwartet; ich hatte den geistreichen Stil des Satirikers Wilde erwartet, ich wollte eintauchen in eine Welt der dandyhaften Dekadenz, Egozentrik und schwerem süßem Opiumrauch.
Hier ist, was ich bekommen habe:
Ob Ihnen das Buch gefällt, hängt in erster Linie von ihrer sexuellen Orientierung ab. Denn falls Sie die homoerotischen Darstellungen bei Thomas Mann schon aufdringlich fanden, können Sie sich bei Oscar Wilde auf etwas gefasst machen. Die Beschreibungen von Dorian Grays makelloser Schönheit füllt ganze Seiten und bedient sich eines so schwärmerisch-verzückten Tonfalls, dass sich zumindest der heterosexuellen männlichen Leserschaft der Magen umdreht. Da ist von einem "porzellanhaftem Puppengesicht" die Rede, da werden "pralle, rubinrote Lippen wie Rosenblätter", "blass-blumenhafte Hände" und "glänzend-goldenes Haar" erwähnt.
Der Charakter fügt sich nahtlos in die Beschreibung ein: Denn wenn Dorian Gray gerade nicht für Portraits Modell sitzt, lustwandelt er gerne durch Blumengärten, trägt mit Vorliebe Samtkleidung und unterhält eine wohlsortierte Kollektion von Parfüms und Duftwässerchen.
Auch die restlichen Figuren strotzen nicht gerade vor Testosteron. Oscar Wilde erzählt von Künstlern, von subtilen und nervösen Ästheten. Und es fallen Sätzen wie: "Nur die Schönheit ist in der Lage, den fiebrigen Geist zu besänftigen." Da räkeln sich Männer in großen Polstersesseln, schlürfen Tee aus Chinaporzellan und rauchen Zigarillos, während sie über die Darstellung von Schönheit in der Antike bis heute diskutieren.
Mit dem eigenen künstlerischen Naturell des Autors sind derartige Exkurse eigentlich kaum zu rechtfertigen. Auf die Dauer wirken die verträumten und entrückten Schöngeister und die dazugehörige Philosophie nicht mehr sympathisch, sondern nur - und ich spreche es offen aus - weibisch.
Was das Lesevergnügen aber am meisten beeinträchtigt ist der aphoristisch-paradoxe "Humor", der Oscar Wilde ja so gerne nachgesagt wird. Denn was als angenehme sprachliche Würze der Geschichte beginnt, entwickelt sich schon nach dem zweiten Kapitel zu einer schalen, altklugen Pointenparade. Scheinbar war Wilde selbst zu eitel, um nicht bei jeder passenden Gelegenheit (und von den unpassenden wollen wir gar nicht reden) seine Bonmots vom Stapel zu lassen, denn in regelmäßigen, im Laufe des Buches immer kürzer werdenden Abständen wird uns eine tieferschütternde Lebensweisheit nach der anderen um die Ohren gehauen:
- "Pünktlichkeit ist Zeitverschwendung."
- "Die Menschen haben noch immer nicht begriffen, dass wir unnötige Dinge heute am nötigsten haben."
- "Ich mag Menschen mit Prinzipien. Aber Menschen ohne Prinzipien mag ich mehr als alles andere auf der Welt."
- "Ich will immer alles über meine neuen Freunde wissen, aber dafür nichts über meine alten."
- "Menschenfreunde verlieren schnell ihre Menschlichkeit."
- "Natürlichkeit ist eine Pose."
- "elächter ist kein schlechtes Mittel um eine Freundschaft zu beginnen. Und es ist sogar das allerbeste Mittel, um eine Freundschaft zu beenden."
Stellen Sie sich vor, sie würden auf 250 Seiten im Durchschnitt zweimal pro Seite mit derartigen Kalendersprüchen konfrontiert. Würde das Ihrem Lesevergnügen dienlich sein?
Für die nackte Geschichte um das mysteriös alternde Bild und einen Jungen der außen schön und innen hässlich ist, gebe ich noch einen Stern. Aber der Aufbau der Geschichte und ihre Präsentation für den Leser wurde mir mit jeder Seite unerträglicher. "Das Bildnis des Dorian Gray" mag zu einem Viertel eine Gruselgeschichte mit philosophischem Ansatz sein; aber zu drei Vierteln ist es ein schwül-femininer Homosexuellenroman mit penetrant-klugschwätzerischen Einstreuungen.
Ein Buch wie heißer Earl Grey Tea im Herbst!Oscar Wilde`s Literaturklassiker aus dem England des späten 19.Jahrhunderts!
Das Buch Das Bildnis des Dorian Gray handelt hauptsächlich von drei Personen, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten, und deren tragische Verstrickung miteinander: Der wohlsituierte Dandy(das Wort Dandy kommt aus dem englischen und ist der Fachausdruck für einen Lebemann, der das schöne dieser Welt zu schätzen weiß, meistens eine stark zynisch geprägte Weltanschauung hat und sehr auf sein äußeres Erscheinungsbild wertlegt, d.h. feine und stylische Kleidung, Körperpflege) Lord Henry, der bezaubernde Jüngling Dorian Gray, der überall durch sein umwerfend schönes Erscheinungsbild auffällt und der gutmütige Künstler Basil Hallward, der jenes verhängnisvolle Bildnis von Dorian Gray malt.
Lord Henry lernt den weltunerfahrenen Dorian Gray eines Tages bei seinem Künstlerfreund Basil Hallward kennen, welcher gerade dabei ist ein Porträt des hübschen Jünglings anzufertigen. Nachdem Lord Henry Dorian Gray mit seiner süßlichen Art und Weise dazu überredet hat, seine Jugend in vollen Zügen auszuleben, spricht jener bei dem Anblick seines fertiggestellten Porträts den an Gott gerichteten Wunsch aus, daß sein Bildnis anstelle seiner selbst altern möge. Dieser Wunsch wird ihm schließlich erfüllt. Dorian Gray ist von nun an gezwungen, mitanzusehen, wie sich die ganzen von ihm im Laufe der Zeit begangenen Schandtaten auf seinem Gemälde wiederfinden. Er selbst bekommt die ewige Jugend geschenkt, aber sein Bildnis wird im Enddefekt zum Spiegel seiner grausamen Seele. Und so nehmen die Dinge ihren Lauf bis zum bitteren Ende!
Wie das Buch aber nun wirklich endet, soll an dieser Stelle nicht verraten werden. Vielmehr wünsche ich mir, möglichst viele Menschen dazu zu bewegen, wieder einmal einen echten Klassiker zu lesen! Dieses großartige Meisterwerk von Oscar Wilde eignet sich perfekt für dunkle und neblige Herbsttage, eingekuschelt auf dem Lieblingssessel mit einer heißen Tasse Earl Grey Tea auf dem Beistelltisch kann man sich am besten in die vergangene Zeit sowie in die Stimmung dieses Buches hineinversetzen.
Warum so viele Menschen aber meinen, daß dieses Buch sie emotional sehr berührt hätte, kann ich beim besten Willen nicht verstehen. Für mich persönlich ist es eher ein Mahnmal, genauso wie die letzten Lebensjahre Oscar Wilde`s. Wegen der homoerotischen Beziehung zu einem etwa zwanzigjährigen Jüngling wurde er zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt, seine Bücher wurden aus den englischen Buchläden verbannt und schließlich starb er dann ein paar Jahre später in völliger Einsamkeit und Armut in Paris. Seinen ironischen Humor behielt er aber bis zu seinem Tode bei, seine letzten Worte lauteten: Ich sterbe so, wie ich gelebt habe, über meine Verhältnisse!
"Wen die Götter lieben, den lassen sie jung werden." (Wilde)"Auf dieser Welt spielen sich nur zwei Tragödien ab:
in der einen bekommt man nicht, was man will, in der anderen bekommt man es.
Erstere ist schmerzlicher, letztere die wahre Tragödie."
(Oscar Wilde)
Dorian Gray ist eines der bekanntesten und meistgelesenen Romane der englischen Literatur und zudem ein Steinbruch der Aphorismen. 1891 hat Wilde (1854-1900) seine letzte Fassung als Buch veröffentlicht. Als Grund für dieses Buch werden unterschiedliche Thesen herangezogen, sei es nun Laune, Wette oder einfach nur eine Antwort auf Huysmans "A rebours", die Gründe scheinen ziemlich belanglos ob des prophetischen biographischen Inhalts, der mehr als besticht.
Was macht aber dieses Buch für das Heute so interessant? Einmal ist es sehr aktuell, weil das Prinzip der ewigen Jugend im Zeitalter von Anti-Aging weiterhin verführerisch ist. Dann gelingt es Wilde, die Charaktere dieser Erzählung als Spiegel der widersprüchlichen und sich doch ergänzenden Momente der eigenen Person darzustellen. Dieses Paradoxon ist selbst- wie fremdbezüglich, gelingt es ihm doch, gemäß der Zeit, die Kunst als natürlich darzustellen, so, als übernähme die Kunst die Natur, im Bildnis ihn selbst, wie der Inhalt der Geschichte belegt.
Was ist gemeint? Dorian verliebt sich narzisstisch in sein Bild, gemalt von Basil, der ihn sehr verehrt. Um ewig so schön zu bleiben, bittet er als Gebet, sein Bild möge an Stelle seiner altern. Dieses passiert tatsächlich und gibt der Geschichte den äußeren Rahmen. In diesem Rahmen lebt er gemäß der die Natur überwindenden Dekadenz, seine Arbeit ist rein aristokratisch und besticht durch gepflegtes Nichtstun. Sein Habitus entspricht den gesellschaftlichen Vorstellungen, die in unterschiedlicher Umgebung angepasst sich offenbart. So wie seine Leidenschaft seiner eigenen Schönheit und sich selbst gegenüber erst in der Lebensphilosophie des Lord Henry aufblühen kann, so gewinnt er mit seinen Freunden Basil, der Maler, Lord Henry, der Lebensphilosoph erst ein Korrektiv. Basil repräsentiert die Kontrollinstanz, die er selbst als Dorian Gray dringend benötigt. Er gibt sich dem Triebleben ungehindert hin, während Lord Henry seine gesellschaftliche Maske repräsentiert. So wie Mephisto erhitzt Lord Henry das Innere des Getriebenen, der wie Faust, sich an keinem Augenblick verweilen möchte. Ewig jung scheint Dorian auf diese Weise zu bleiben und doch erschrickt er vor dem alternden Bildnis. Das Artifizielle übernimmt das Natürliche, das Bild übernimmt seinen Lebensprozess, wie er es erlebt bei der geliebten Schauspielerin Sibyl, die in der gespielten Liebe ihm alles zu geben scheint aber in der realen Welt der Liebe an ihm klanglos scheitert. Wie Gretchen geht sie in den Tod, einziges Mittel, der gescheiterten Realität durch ein letztes Schaustück zu entfliehen.
Zwanzig Kapitel umfasst Wildes Werk, Kap. 11 ist ein Umbruch, Dorian rekapituliert seine letzten 18 Jahre des Lebens. Dieses Kapitel ist nahezu ein Selbstgespräch, kein Dialog ist zu finden. Er berichtet von einem Buch, ein Geschenk von Lord Henry, das ihn vergiftet hat. Huysmans Werk ist gemeint.
Dorians Episode endet nicht weniger tragisch als die derjenigen, die ihm begegneten. "Wer die Schönheit angeschaut mit Augen, / Ist dem Tode schon anheim gegeben" dichtete August von Platen und Wilde sah mit Dorian diese Wahrheit. Die Romantik hatte Wilde bereits hinter sich gelassen und doch spürt er sie begierig nochmals auf, als er Dorian auf Aufforderung Lord Henrys Chopin spielen lässt, die Nocturnes ein letztes Mal und genau in dem Zusammenhang, wo Dorian Besserung seines dekadenten und ausschweifenden Lebens verspricht. Er spürt, dass seine Gewalt gegenüber seinen Widersachern nichts bringt, der Mord an Basil erst recht in ihm ein Gewissen erzeugt. Der Doppelgänger zweier Leben, real und in der ins Leben geholten Phantasie, erkennt die Endlichkeit des Teufelspaktes erst im eigenen Leid. Das gealterte Bildnis ist ein Fluch und er ersticht sich selbst in diesem und mit diesem Tod des Bildes erstrahlt es wie neu und schön. Dorian selbst ist tot, die Runzeln des Bildes sind nun bei ihm, die Natur hat die Kunst besiegt.
Basils hingebungsvolle Liebe gegenüber Dorian ist bereits der prophetische Hinweis auf die spätere Liebe zwischen Oscar Wilde und Lord Alfred Douglas, die sich erst im Jahr der Buchveröffentlichung kennenlernten. Wilde erkennt mit Dorian Gray am Ende, dass diese Hoffnung auf ein vita nouva eine einzige schlüssige Diagnose fordert: die Diagnose des Scheiterns. "Kultur und Verderbnis ... Von beiden habe ich kennengelernt. Es erscheint mir jetzt schrecklich, dass man sie zusammen finden sollte".
Und doch schmerzt sein Geheimnis. Homosexualität ist ein Makel. Er möchte der Gesellschaft jedoch noch direkter diesen Irrsinn aufzeigen. "Teleny" erscheint vier Jahre später und wird zur ungehemmten Offenbarung.
Druckfehler vermiesen die LeselauneSolch ein schlechtes Buch im Hinblick auf Druckfehler und inhaltliche Fehlübersetzungen habe ich noch nie gelesen.
Während bei mir die Leselust aufgrund dieser Tatsache stetig abnahm, stieg das Bedürfnis, beim Komet-Verlag Beschwerde einzulegen.
Fazit: Oscar Wilde - TOP. Komet-Verlag - FLOP! Lieber die Originalversion lesen oder in eine andere Druckausgabe investieren.
Brockhaus-1911: Wilde · Wilde Ehe · Wilde Jagd · Gray [4] · Gray · Gray [2] · Gray [3]
DamenConvLex-1834: Johanna Gray · Gray, Johanna
Heiligenlexikon-1858: Johannes Gray (560)
Herder-1854: Wilde Jagd · Gray [1] · Gray [3] · Gray [2]
Meyers-1905: Bildnis · Wilde Kreuzspitze · Wilde Kirche · Wilde Jagd · Wilde Männer · Wilde [2] · Wilde [1] · Wilde Tiere · Wilde Flut · Safranwurzel, wilde · Seide, wilde · Wilde Fahrt · Wilde Ehe · Gray [1] · Gray [2] · Torr. et Gray
Pagel-1901: Wilde, Sir William Robert Willis
Pataky-1898: Gray, Charlotte A.
Pierer-1857: Wilde Menschen · Wilde Ochsenzunge · Wilde Lauge · Wilde Gurke · Wilde Kresse · Wilde [2] · Wilde · Wilde [1] · Wilde Raute · Wilde Taube · Wilde Ehe · Wilde Elster · Wilde Adler · Wilde Bäume · Wilde Fruchtwasser · Wilde Gefährt · Wilde Ente · Wilde Fischerei · Gray [1] · Gray [2]