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Die 40jährige Leona Dorn ist mit ihrem Leben rundum zufrieden. Die Arbeit als Lektorin in einem Frankfurter Verlagshaus gefällt ihr sehr, und sie liebt ihren Mann Julius, der als Redakteur bei einem Fernsehsender arbeitet. Doch als Julius ihr eines Abends unvermittelt gesteht, daß er eine Geliebte hat, droht Leonas heile Welt in Scherben zu fallen. Kurzerhand wirft sie Julius aus dem Haus. Eine ganze Zeit lang gelingt es ihr nicht, mit diesem Schlag fertigzuwerden und ihr altes Leben wieder aufzunehmen. Bis sie den sympathischen Robert Jablonski kennenlernt. Robert ist Übersetzer, lebt in Ascona und scheint genau der richtige Mann zu sein, der Leona vor allem das bieten kann, was sie seit ihrer Trennung so sehr vermißt: Geborgenheit und Trost. Doch als die beiden im folgenden Frühjahr gemeinsam nach Ascona reisen, offenbart sich Robert von einer ganz neuen Seite.
Wie fühlt man sich, wenn man gesagt bekommt: "Ich werde dich töten, aber ich werde dir weh tun?" Und als Begründung dann die lapidare Antwort erhält: "Ich liebe dich." Charlotte Link spannt ihre Leserschaft mit ihrem neuen Krimi Der Verehrer lange auf die Folter. Da wird eine bestialisch ermordete Frau im Wald gefunden. Das mag ja noch Standard bei Krimis sein. Doch die Autorin bettet die geradezu quälend langsam ausgeweitete Aufklärung des Verbrechens in eine andere Geschichte. In die einer gescheiterten, langjährigen Ehe einer erfolgreichen Frau, die im Medienbereich tätig ist. Für diese wird das Ganze zum Alptraum, der damit beginnt, daß sie mit dem, der sich später als Mörder herausstellt, eine Beziehung beginnt. Diese Partnerschaft kann nicht gutgehen, aber der Mann kommt wieder und will seine bisherige Liebe fertig machen. Er ist der Verehrer aus dem vielversprechenden Titel. Nachdem Charlotte Link die verschiedenen Handlungsebenen, die Schauplätze und Personen wie eine wüste Ansammlung von Puzzleteilen vor den Lesern ausgebreitet hat, fügt sie sie nun langsam Stück für Stück zu einem Gesamtbild zusammen. Damit läßt sie sich Zeit -- aber nicht zuviel. Die Mischung reicht aus, um die Spannung zu erhalten. Das schreckliche Finale, das erwartet wird, bleibt aus. Die Helding der Geschichte bleibt am Leben. Das gilt nicht für den Täter, der sich selbst richtet. Wenngleich das nicht so geschieht, wie vorgesehen. Noch mehr an dieser Stelle zu verraten, hieße, die Spannung zu verderben. Nur soviel: Die Heldin des Romanes wirft sich nach ihren Erlebnissen nicht wieder in die Arme des Mannes, der sie wegen einer anderen Frau verlassen hat. Und das macht sie sympathisch. Ihre Begründung dafür läßt keinen Raum für dümmliches Geläster über "weibliche Logik". Hätte er sie nicht verlassen, hätte sie keinen Anlaß gehabt, sich auf diesen Schwerverbrecher einzulassen. Punktum. Ein neuer Roman der Erfolgsautorin, der viel Geduld verlangt. --Corinna S. Heyn
Ein überaus gelungener Psychokrimi...Wieder einmal ein Charlotte-Link-Buch, von dem der Leser nicht enttäuscht wird! Die Geschichte ist gut geschrieben, spannend aufgebaut, auch wenn sich einiges vorhersagen läßt und liefert gut gelungene Einblicke in praktisch jeden einzelnen Charakter. Besonders gut hat mit dabei die Zweiteilung des Busches gefallen. Nachdem Charlotte Link die Geschichte im ersten Teil sich zunächst entwickeln lässt (bis zu dem Punkt, an dem Robert Jablonski als Mörder entlarft wird, obwohl das eigentlich schon von Anfang an klar ist), erhält der Leser im zweiten Teil Einblicke in die Psyche des Mörders und Psychopathen,in seine Gedanken und Gefühle, sowie Hintergundinformationen zu seiner Kindheit, aus denen sich seine Psychose ableiten lässt. Parallel dazu entwickelt sich die Geschichte immer weiter und verliert dabei nie an Spannung.
Ich konnte dieses Buch kaum aus der Hand legen und glaube nicht, dass es vielen Lesern anders gehen wird. Daher viel Vergnügen beim Lesen!
Wenn Männer zu sehr liebenVon diesem Buch wurde mir abgeraten, und wie so oft, wenn die Erwartung niedrig ist, wird's überraschend gut. Gleich auf Seite 1 geht's los, als in Frankfurt eine Selbstmörderin genau vor die Füße der begehrenswerten Leona Dorn aufschägt. Doch als nach diesem Schock auch noch ihre Ehe auseinander bricht und sie sich dem Werben eines aufmerksamen Verehrers hingibt, geht der Alptraum erst richtig los. Zu spät bemerkt sie seine Schattenseite...Weitere Details darf man eigentlich gar nicht wissen. Es ist von Anfang an spannend und blutig, die Story baut konsequent aufeinander auf, nimmt überraschende Wenden ohne konstruiert zu wirken. Hier ist alles enthalten, was ein gutes Buch braucht. Der Psychopath ist irre und doch so intelligent und beherrscht, dass er durchaus real sein könnte. Und er sorgt für gehörige Action. Leona und auch die anderen Personen reagieren nachvollziehbar, weshalb die ganze Geschichte durchgehend plausibel und reizvoll ist. Dazu Beziehungsprobleme, Hilfe, Krankheit, Arbeitslosigkeit - Leonas große Familie hat für alle Schicksale was parat. Wer Spaß an mittleren bis schweren Psycho-Knacksen hat, dem wird dieses Buch gefallen.
Wenn Männer zu sehr lieben�Von diesem Buch wurde mir abgeraten, und wie so oft, wenn die Erwartung niedrig ist, wird's überraschend gut. Schnell springt Charlotte Link in die Handlung: in Frankfurt schlägt eine Selbstmörderin genau vor die Füsse der begehrenswerten und daher „geliebten" Leona Dorn auf. Als nach diesem Schock auch noch ihr Ehemann zu einer anderen Frau zieht, gibt sie sich dem Werben eines aufmerksamen Verehrers hin. Zu spät bemerkt sie seine Schattenseite...Weitere Details darf man eigentlich gar nicht wissen. Es ist von Anfang an spannend und blutig, die Story baut konsequent aufeinander auf, nimmt überraschende Wenden ohne konstruiert zu wirken. Hier ist alles enthalten, was ein gutes Buch braucht. Der Psychopath ist irre und doch so intelligent und beherrscht, dass er durchaus real sein könnte. Und er sorgt für gehörige Action. Leona Dorn und auch die anderen Personen reagieren nachvollziehbar, weshalb die ganze Geschichte durchgehend plausibel und reizvoll ist. Dazu Beziehungsprobleme, Hilfe, Krankheit, Arbeitslosigkeit - Leonas große Familie hat für alle Schicksale was parat, ohne die Story zu überladen.Wer Spaß an mittleren bis schweren Psycho-Knacksen hat (ja, ich lese alles von Dean Koontz), dem wird auch dieses Buch gefallen. Und für die Handlung in Deutschland gebe ich noch einen patriotischen Extra-*, denn gute deutsche Bücher sind selten :-)
Spannend, aber teilweise übertriebenDas war mein zweites Buch von Charlotte Link, und ich konnte doch einige Parallelen zu meinem ersten Buch "Die Täuschung" erkennen.
Am Anfang des Buches überschlagen sich die Ereignisse. Zwei Geschichten fließen quasi ineinander. Der Selbstmord der Frau, mit dem das Unheil beginnt, das Geständnis des Ehemannes und der Auszug danach, neue Bekanntschaften, und schon befindet sich die - erst so unscheinbar und etwas bieder dargestellte -Hauptfigur Leona Dorn in einer neuen Beziehung, wobei der Leser schon genau erahnen kann, was folgt. Denn was in einem Sturme der Leidenschaft begann, geht keinesfalls so rosig weiter.
Alles erfolgt mir sehr rasch aufeinander gefolgt, so holterdipolter. Demnach flacht die Story in der Mitte des Buches etwas ab, und es wird zuviel Augenmerk auf Nichtigkeiten gelegt. Doch ein Grund zum Weglegen ist das noch lange nicht.
Leona Dorn entwickelt in hohem Maße Selbstbewußtsein, entpuppt sich zu einem stolzen Schwan und bekommt im Laufe der Geschichte zu ihrem geläuterten Ehemann und ihrem Verehrer noch zwei "Anwärter" dazu. (Finde ich etwas übertrieben, quasi vier Verehrer in so kurzer Zeit, aber das nur am Rande!) Dann passiert der Hauptfigur noch ein mächtig dummer Fehler, und ER ist schneller wieder da als gedacht.
Gegen Ende des Buches erhöht sich die Spannung wieder enorm, und ich kann versichern, mit so einem Ausgang hat wohl kaum einer gerechnet...
Lesenswert! Vor allem bei diesem Wetter draußen im Liegestuhl! Aber dann bitte auf keinen Fall mit dem Rücken zur Tür sitzen... :-)))
Vorhersehbar, aber spannendLeona wird von Ihrem Mann verlassen und lernt bald darauf einen anderen Mann kennen. Dieser entwickelt sich vom freundlichen Partner in einen unberechenbaren Psychopathen. Einige Menschen sterben und daß er mit diesen Morden irgendwie zu tun hat, wird dem Leser relativ schnell klar. Wie jedoch alles genau zusammenhängt, wird sehr spannend beschrieben. Die Charaktere sind glaubwürdig beschrieben. Vor allem Leonas unterschiedliche Familienmitglieder sind trotz ihrer Macken sympathisch. Vielleicht ist die Geschichte ein wenig vohersehbar, doch ob Leona sich aus den Fängen dieses Mannes befreien kann, ob und wer noch zu Schaden kommt, bleibt bis zum Schluß spannend. Und daß Leona am Ende nicht ihrem reumütig zurückgekehrten Ehemann wieder in die Arme sinkt, gefiel mir auch sehr gut. Natürlich ist einiges nicht nachzuvollziehen: Warum vertraut Leona nach einer gescheiterten Ehe und einer mißglückten Beziehung ihr Versteck einem Mann an, den sie kaum kennt? Warum hat sie mit ihrem Ex-Mann nicht ein Zeichen verabredet, aus dem er erkennen kann, daß sie in Gefahr ist? Doch wenn alles logisch wäre, würde es sicher an Spannung mangeln. Alles in allem ein perfektes Urlaubs-Buch.