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In der JUNIUS-Reihe 'Zur Einführung' gibt Herbert Schnädelbach einen pointierten Überblick über das Gesamtwerk Hegels. Vervollständigt wird die Darstellung durch eine repräsentative Auswahlbibliographie sowie eine biographische Zeittafel.
Erleichert den Einstieg in Hegel-LektürenSchnädelbach ist ein sehr knapper, äußerst hilfreicher und gut verständlicher Abriss von Hegels Philosophie gelungen. Diese Einführung erweckt Lust zum Weiterlesen in Hegelschen Primärtexten. Natürlich kann vieles von Schnädelbach nur angedeutet werden - wer sich für ein spezielles Hegel-Gebiet (wie die Ästhetik oder die Geschichtsphilosophie) interessiert, dem wird das Buch keine befriedigenden Auskünfte geben können. Dass Schnädelbach trotz der Kürze (knappe 170 Seiten) niemals pauschal wird, liegt daran, dass er die wichtigsten Werke Hegels am Leitfaden der Denkfigur der "Identität der Identität und Nichtidentität" untersucht. Der einheitliche Blickpunkt gibt dem Buch große Stringenz. Auch die Hegel-Rezeption wird bei Schnädelbach miteinbezogen. Der Autor schafft den Spagat, einerseits die Beweggründe für Hegels Denken aufzudecken und den Leser für sie einzunehmen, andererseits bleibt er erfrischend unparteiisch. Das Buch ist bestens geeignet für Philosophiestudenten, welche sich einen schnellen Überblick verschaffen wollen. Aber auch philosophische "Laien" können mit Schnädelbachs Sprache sicherlich problemlos zurechtkommen. Wenn ich das Buch mit einem Wort charakterisieren müsste, würde ich seine Transparenz hervorheben. Und Transparenz ist wohl bei kaum einem Philosophen schwerer herzustellen als bei Hegel.
Kein guter Einstieg ins Hegelsche Denken....Warum nicht? Bei Hegel stellt sich in meinen Augen das Problem, dass er erstens höchst abstrakt schreibt, und zweitens aus einer anderen Zeit kommt. Dieses bringt mit sich, dass man seine Begrifflichkeiten einfach nicht einordnen, zuordnen und verstehen kann.
"Hegel zur Einführung" bleibt leider sehr in diesen Begrifflichkeiten, ohne sie zu erläutern und sie so überhaupt für den Nicht-Hegel-Kenner verständlich zu machen. Ausserdem sind wichtige Passagen so extrem kurz gefasst, dass Argumentation und Herleitung völlig wegfallen. Man wird nur noch mit Ergebnissen konfrontiert.
Somit hat man zwar einen sehr oberflächlichen Überblick, aber Hegels Denken bleibt einem genauso fremd wie vorher.
Das Buch mag zwar als Überblick über das Gesamtwerk für philosophiegewandete Menschen gut sein, aber für alle anderen zur Einführung und intensiveren Beschäftigung mit Hegel definitiv ungeeignet.
Einführung?Zur Einführung?
Eine Klistieranleitung?
Das Büchlein von Schnädelbach ist von einem nur schwer erträglichen überheblichen Grundton durchzogen, das sich weniger mit Hegel als mit dem eitlen Ego des Autors beschäftigt.
Fast alle diese Verfasser mittelmäßiger Sekundärliteratur leben von der weit verbreiteten Meinung, Hegel sei viel zu abstrakt und schwer zu verstehen.
Wer diesen Gerüchten nicht glaubt und Hegel zu lesen beginnt, wird schnell erfahren, dass Hegel ein verständlich schreibender und klar argumentierender Philosoph ist.
Ich rate daher allen, Hegel selbst zu lesen (z.B. seine Geschichte der Philosophie) und sich den Ärger solch mediokrer Produkte beamteter Professoren zu ersparen....
supermiesder autor hat keine ahnung von hegel, reines gelaber. und er interessiert sich auch nicht für hegel, sondern für sich selber. empfehlenswert: klaus hartmann.