Mankell, Henning

Hunde von Riga

Hunde von Riga
  • Verlag: Dtv
  • Erscheinungsdatum: 2000-01
  • Bindung: Taschenbuch
  • Seitenzahl: 350
  • ISBN: 3423202947
  • EAN: 9783423202947
  • Amazon.de Verkaufsrang: 4.716
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Beschreibung von buecher.de

Zwei unbekannte Tote führen Kommissar Wallander diesmal nach Osteuropa. Immer tiefer gerät er hinein in ein kaum noch zu durchschauendes Komplott unsichtbarer Mächte, in dem er nicht nur seinen Glauben an die Gerechtigkeit verliert, sondern fast noch sein Leben lässt...
Ein spannender Thriller, der den Leser von der ersten bis zur letzten Seite fesselt.

Amazon.de-Hörbuchrezension

Zwei Tote im Schlauchboot an Südschwedens Küste gefunden! Die Reise nach Riga, wohin die Spur führt, gestaltet sich für Kommissar Wallander unter Blitzen und Krachen (der Soundtrack der Kassette ist tatsächlich martialisch laut und gut!). In diesem Fall aus dem Jahr 1991 verschlägt es den sympathischen schwedischen Opernfreund und Fachmann in Sachen Weltschmerz ins politisch unruhige Lettland, wo zudem ein Kollege Wallanders ermordet aufgefunden wurde. In dem immer noch unter sowjetischem Einfluss stehenden Land gerät Kurt Wallander zwischen die Fronten korrupter Politiker und der lettischen Freiheitsbewegung. Ein teuflisches Komplott von internationalen Ausmaßen beginnt sich abzuzeichnen, in dessen Verlauf der Schwede in den Fängen der Hunde von Riga fast sein Leben lässt. Die Geräuscheabteilung geizt nicht mit Horroreffekten. Die Musik von Christian Hagitte und Simon Bertling (die auch für die Regie zeichneten), hat -- inklusive Streichquartett -- beinahe symphonischen Charakter. Heinz Kloss als Wallander ist in Hochform -- und unterm Kopfhörer macht das Ganze doppelt so viel Spaß. --Ravi Unger Hörspiel; 2 Audiokassetten; Gesamtlaufzeit ca. 120 min.

Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension von Stephan Seither fanden 26 von 28 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Es zu lesen war spitze - es zu hören eine Spannung für sich!

Wer sich für ein Hörbuch interessiert hat u.U. das vertonte Werk bereits gelesen - was kein Nachteil sein muß, wie ich versichern kann - es ist eine völlig andere Erfahrung die eigene Phantasie des gelesenen Buches mit dem gehörten Kriminalroman zu vergleichen... In diesem Hörbuch wird die Geschichte des schwedischen Kommisars Wallander erzählt, den die Ermittlungen in einem Mordfall nach Lettland führen, wo er auf die Witwe eines ehemaligen Besuchers (einem lettischen Kollegen) stößt die ihm offenbart, dass die Nähe zu Russland immer noch gut ist für eine Stimmung aus Verrat und Kaltem Krieg.... Spitze es zu lesen - aber es zu hören - eine ganz besondere eigene Spannung für sich selbst! Ich würde es wieder so machen - erst das Buch lesen und dann hören!

Diese Rezension von Peter Panter fanden 19 von 22 Kunden hilfreich:
3 von 5 Sternen War ein wenig enttäuscht

Das Buch ist in der ersten Hälfte sehr spannend, am Schluß war ich jedoch etwas enttäuscht. Die Handlung wird zum Ende relativ flach und aus meiner Sicht stellenweise kitschig und unglaubwürdig, daher nur 3 Sterne.

In der Summe ist es ein lesenswertes Buch, jedoch finde ich 'Die Brandmauer' und 'Mörder ohne Gesicht' wesentlich fesselnder. Die Fälle wirken geschlossener und authentischer.

Diese Rezension von Peter Panter fanden 14 von 15 Kunden hilfreich:
4 von 5 Sternen detaillierte Charakteraufarbeitung

Wieder einmal hat Henning Mankell einen weiteren Roman seines doch nicht so perfekten Protagonisten Kurt Wallander meisterhaft verfaßt auf den deutschen Markt gebracht. Zwar ist dieses Meisterwerk im mittleren Teil etwas langatmig, was aber durch die geniale Ausgestaltung und Ausfüllung des Charakters von Kurt Wallander schnell wieder wettgemacht werden kann. Er ist nicht einer dieser Alltagshelden mit der glücklichen Familie, dem Erfolg und dem Erfülltsein im Beruf und einem perfekten Körper. Nein, seine Frau hat ihn verlassen, seine Tochter hat versucht, sich umzubringen, er leidet an Übergewicht und würde am liebsten ein ruhiges Leben als Nachtwächter in einer großen Firma tätig sein. Gerade diese Fehler sind es, die diesen Charakter so interessant machen.Es zeigt sich, daß Menschen sehr wohl unsicher und erfolglos sein dürfen, und man nicht immer einem bestimmten Ideal nachlaufen muß. Hinzu kommt noch, daß sich Mankell in seinen Rommanen immer genau mit dem Phänomen der Kriminalität an sich befaßt. Es wird nicht mehr, sondern immer grausamer. Er hinterfragt die Verbrechen, sucht dessen Ursprünge in den gesellschaftlichen Verhältnissen und versucht auch schon einmal ,wie in "Die weiße Löwin" ,einen Mitschuldigen aus dem Land zu schleusen. Alles in allem hat Mankell so eine perfekte Romanreihe geschaffen.

Diese Rezension von Peter Panter fanden 12 von 21 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Schwedischer Kommissar klärt Mord in Lettland auf

Mit "Hunde von Riga" (dtv 20294 - schwedische Originalausgabe 1992) liegt nach "Die weiße Löwin" (dtv 20150 - schwedische Originalausgabe 1993) und "Mörder ohne Gesicht" (dtv 20232 - schwedische Originalausgabe 1991) ein weiterer Roman von Henning Mankell mit Kommissar Kurt Wallander als Taschenbuch vor. Die Erscheinungsfolge dieser Taschenbücher (aber auch der darüberhinausgehenden gebundenen Ausgaben) enspricht aber nicht derjenigen der schwedischen Originalausgaben. Dies ist manchmal etwas verwirrend, wenn auf etwas Bezug genommen wird, was der Taschenbuchleser mangels Erscheinen des früheren Buches noch gar nicht wissen kann. "Hunde von Riga" beginnt, indem Wallander, eine Art von nordländischem Commissario Brunetti (allerdings mit zerrütteten Familienverhältnissen), sich im Winter 1990/91 mit dem Tod zweier in einem Rettungsboot an die Küste angetriebener Männer befassen muß. Diese und auch das Boot stammen - wie sich bald herausstellt - aus Lettland. Zusammen mit dem von dort entsandten Polizeimajor Karlis Liepa kommt Wallander bald zur Erkenntnis, daß die Lösung des Falles in Lettland zu suchen ist. Liepa kehrt in sein Heimatland zurück und wird dort unmittelbar nach seiner Ankunft ermordet. Wallander wird von der Polizei in Riga zur Unterstützung gerufen. Er lernt bei seinen Bemühungen zur Aufklärung des Falles die Witwe Liepas kennen und verliebt sich in sie. Doch bald muß er feststellen, daß die "Hunde von Riga" am Herausfinden der Wahrheit und der Suche nach Gerechtigkeit kein Interesse haben. Doch wer sind die "Hunde von Riga"? Ist es/Sind es der/die Vorgesetzte/n Liepas und seine/ihre Gefolgsleute, die sich im Gefolge einer untergehenden Ordnung bereichern wollen? Oder sind es andere, der immer größer werdenden lettischen Freiheitsbewegung Mißgesinnte? Doch nachdem der Fall von der lettischen Polizei (scheinbar) rasch aufgeklärt wurde, wird Wallander wieder nach Hause geschickt. Allerdings wird er noch vor seiner Abreise von der Witwe Major Liepas angefleht, den wahren Täter zu finden. Mit falscher Identität kehrt er nach Lettland zurück, glaubt nach turbulenten Ereignissen den obersten "Hund von Riga" überführt zu haben, als sich die Dinge plötzlich ganz anders darstellen. Alles in allem ein sehr spannender Roman in einer Zeit des Umbruchs, als noch nicht absehbar war, welche Seite schließlich obsiegen wird. REVIEW: Mit "Hunde von Riga" liegt nach "Die weiße Löwin" und "Mörder ohne Gesicht" ein weiterer Roman von Henning Mankell mit Kommissar Kurt Wallander als Taschenbuch vor. Die Erscheinungsfolge dieser Taschenbücher (aber auch der darüberhinausgehenden gebundenen Ausgaben) enspricht aber nicht derjenigen der schwedischen Originalausgaben. Dies ist manchmal etwas verwirrend, wenn auf etwas Bezug genommen wird, was der Taschenbuchleser mangels Erscheinen des früheren Buches noch gar nicht wissen kann. "Hunde von Riga" beginnt, indem Wallander, eine Art von nordländischem Commissario Brunetti (allerdings mit zerrütteten Familienverhältnissen), sich im Winter 1990/91 mit dem Tod zweier in einem Rettungsboot an die Küste angetriebener Männer befassen muß. Diese und auch das Boot stammen - wie sich bald herausstellt - aus Lettland. Zusammen mit dem von dort entsandten Polizeimajor Karlis Liepa kommt Wallander bald zur Erkenntnis, daß die Lösung des Falles in Lettland zu suchen ist. Liepa kehrt in sein Heimatland zurück und wird dort unmittelbar nach seiner Ankunft ermordet. Wallander wird von der Polizei in Riga zur Unterstützung gerufen. Er lernt bei seinen Bemühungen zur Aufklärung des Falles die Witwe Liepas kennen und verliebt sich in sie. Doch bald muß er feststellen, daß die "Hunde von Riga" am Herausfinden der Wahrheit und der Suche nach Gerechtigkeit kein Interesse haben. Doch wer sind die "Hunde von Riga"? Ist es/Sind es der/die Vorgesetzte/n Liepas und seine/ihre Gefolgsleute, die sich im Gefolge einer untergehenden Ordnung bereichern wollen? Oder sind es andere, der immer größer werdenden lettischen Freiheitsbewegung Mißgesinnte? Doch nachdem der Fall von der lettischen Polizei (scheinbar) rasch aufgeklärt wurde, wird Wallander wieder nach Hause geschickt. Allerdings wird er noch vor seiner Abreise von der Witwe Major Liepas angefleht, den wahren Täter zu finden. Mit falscher Identität kehrt er nach Lettland zurück, glaubt nach turbulenten Ereignissen den obersten "Hund von Riga" überführt zu haben, als sich die Dinge plötzlich ganz anders darstellen. Alles in allem ein sehr spannender Roman in einer Zeit des Umbruchs, als noch nicht absehbar war, welche Seite schließlich obsiegen wird.

Diese Rezension von Peter Panter fanden 12 von 13 Kunden hilfreich:
3 von 5 Sternen leider der bisher schlechteste "Wallander-Fall"

Nach "Mörder ohne Gesicht" habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut. Wallander hat es diesmal mit dem Mord an zwei Männern zu tun, die in einem Schlauchboot vor der Küste aufgefunden werden. Auf Grund der vermuteten Herkunft der Menschen spielt der Fall überwiegend in Riga und zeigt dort jedoch ein nur eingeschränktes Bild der wirklichen politischen und sozialen Verhältnisse. Die Schilderungen erinnern sehr an die vorgefertigte Meinung aus Zeiten des "kalten Krieges" oder aus einem alten Reiseführer. Das Tempo in dem neuen Buch, vor allem ab der Mitte, ist erheblich. Es wird sehr viel Action geboten, die das Buch jedoch oberflächlich erscheinen lassen und für die Handlung nicht zwingend notwendig geworden sind. Man hat das Gefühl, daß der Autor ab der Mitte des Buches durch die Geschichte "rennt", vielleicht um pünktlich abliefern zu können. Lesenswert für eingefleischte "Wallander-Fans", da die liebenswerten und merkwürdigen Seiten des Kommissars auch hier wieder herauskommen. Enttäuschend jedoch, weil Mankell deutlich unter seinem bisherigen Niveau bleibt. Als Einstieg für neue Leser würde ich eher "Mörder ohne Gesicht" empfehlen.


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