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1912 schrieb Edgar Rice Burroughs seinen ersten Roman 'Tarzan bei den Affen', kurz darauf die erste Fortsetzung 'Tarzans Rückkehr'. Seither schwingt sich Tarzan, der Sohn des Urwaldes, durch den Bücher-Dschungel, und von frühesten Stummfilmzeiten an auch über die Kinoleinwände. Nach einem fulminanten Filmstart in den USA ist die Kultfigur in ihrer neuesten Gestalt jetzt auch bei uns zu sehen.
dtv hat die beiden ersten Romane der Tarzan-Saga von Edgar Rice Burroughs in einem Band neu aufgelegt: 'Tarzan. Der Originalroman'. Die Übersetzung von Ruprecht Wilnowist ist die einzige autorisierte Ausgabe in deutscher Sprache.
Erstmals 1914 veröffentlicht, hat dieser Abenteuerroman von Edgar Rice Burroughs im Laufe der Jahre wenig von seiner Eindringlichkeit verloren, wie diverse Verfilmungen und Fernsehserien bestätigen. Tarzan ist gewiß ein Produkt seiner Zeit -- reichlich ausgestattet mit blutrünstigen Eingeborenen, einer wuchtigen, trägen amerikanischen Negerin und dem, was Tierspezialisten heutzutage eine "charismatische Megafauna" nennen -- große knurrende, brüllende und lauernde Tiere, von denen die meisten in einem richtigen afrikanischen Dschungel völlig fehl am Platze wären. Burroughs macht diese Unkorrektheiten allerdings mit einigen recht unschönen Darstellungen der weißen Zivilisation wieder wett -- meuternde, mordende Seeleute, verweichlichte Aristokraten, selbstvergessene Akademiker und hartherzige Feiglinge. Im Mittelpunkt des Romans steht natürlich die stattliche, findige Titelfigur: ein Mann, der zunehmend zwischen seinem bürgerlichen und seinem wilden Selbst hin- und hergerissen ist, für den Eßbesteck niemals etwas geringeres als ein Alptraum bleiben wird. Die Passagen, in denen sich der braungebrannte Junge selbst das Lesen und Schreiben beibringt, sind meisterhaft geschrieben und gehören zum Besten und Phantasievollsten, was das Buch zu bieten hat. Wie verlockend es doch ist, den Ausdruck des Zehnjährigen für Buchstaben -- "kleine Käfer" -- zu übernehmen! Und die Feststellung des erwachsenen Tarzan, daß zivilisierte "Menschen in der Tat törichter und grausamer sind als die Tiere des Dschungels", ist zwar nicht gerade ein Novum, aber trotzdem von durchschlagender Wirkung. Das erste Buch aus Burroughs' Tarzan-Reihe ist wegen seiner beeindruckenden Wort- und Gedankenschöpfungen das unterhaltsamste von allen, darunter der unvergeßliche Satz: "Wenn Tarzan tötete, trug er häufig eher ein Lächeln als einen finsteren Blick; und ein Lächeln ist die Grundlage von Schönheit."
Klassiker neu entdeckt!Endlich gibt es den Originalroman zu einer Figur, welche unsere Kultur und ganze Generationen beeinflußt hat: Tarzan. Schade, daß diese Art des 'Geschichtenerzählens' von den heutigen Mainstream-Büchern verdrängt wurde und sich selbst ein solcher Klassiker nur erneut auf den Markt traut, weil eine Disney-Verfilmung ansteht... armes Deutschland!Ch. Noeth
Ein KlassikerEdgar Rice Burroughs gehoert zu den klassischen Fantasy-Autoren, die mit ihren Buechern viele Moderne Autoren beeinflusst haben. Wer zum Beispiel in Robert A. Heinleins Werk liest, stoesst immer wieder auf Borroughs. Von daher ist es eigentlich unverstaendlich, dass er heute eher unbekannt ist, auch wenn viele seiner Geschichten nach einem aehnlichen Muster gestrickt sind. Tarzan ist eines von ERBs beruehmtesten Buechern und wird als klassischer Abenteuerroman mit Sicherheit viele Leser enttäuschen, die lediglich wegen Disney's neuestem Zeichentrickfilm wieder auf ERB aufmerksam wurden - Der Original-Tarzan spiegelt das wilde Afrika wieder, das zwar wenig mit der Realitaet zu tun hat, aber Hintergrund für eine spannende Geschichte ist. In dem "schwarzen Kontinent", der in den Köpfen der Menschen vor fast 100 Jahren existierte, war Paltz für Romantik und interessante Charaktere - Disney's heile Welt ist jedoch eine Erfindung der Neuzeit. Jeder, der sich für die Wurzeln der modernen SF/Fantasy interessiert, die "Wahrheit" über Tarzan wissen will oder einfach im besten Sinne klassische und spannende Romane mag, sollte sich dieses Buch zulegen. Der Mythos Tarzan hat nich umsonst fast ein Jahrhundert überlebt, egal, was ihm Hollywood angetan hat. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
Arg angestaubtWillkommen in Edgar Rice Burroughs' schwarz-weißer Welt! Einer Welt, bevölkert mit edlen Adligen (ehrbare Gentlemen und züchtige, liebliche Jungfrauen), blutrünstigen Wilden (im schlimmsten Fall Kannibalen) und Raubtieren, die es ohne Unterlass auf Menschenfleisch abgesehen haben. Und mittendrin Tarzan, unbesiegbarer gottgleicher Held und wie kein anderer dem Stereotyp des Edlen Wilden entsprechend (edel natürlich aufgrund seiner vornehmen Abstammung - er ist ein englischer Lord). Während dieser unser Held einerseits immer wieder bissige Kommentare zur viktorianischen Zivilisation zum Besten gibt, passt er sich andererseits ohne Probleme den steifen Konventionen an und benimmt sich genauso lächerlich wie seine Mitmenschen.
Außerdem wartet der zweite Teil "Tarzans Rückkehr" mit einem ganzen Haufen von Zufällen auf, von denen jeder einzelne bis zur Unmöglichkeit unwahrscheinlich ist, und das nur, um die belanglose und völlig spannungsfreie Handlung voranzutreiben (die sich im Großen und Ganzen auf das Töten von bösen Buben und hungrigen Löwen beschränkt - letztere sind in Burroughs' Afrika so omnipräsent wie bei uns Tauben).
FAZIT: Die naive Darstellung von Menschen und Tieren und die ewig gleichen "Abenteuer" Tarzans nerven ungemein.
kein Buch für mich!!!!Oft hat man mir angeboten das Buch "Tarzan" zu lesen, hab jedoch immer wieder abgelehnt. Nachdem ich vor ein paar Jahren den Disney-Film "Tarzan" gesehen habe (ich weiß, eigentlich ein schlechter Vergleich), war ich von der Story so begeistert, dass ich doch das Buch gelesen habe. Ich bin wirklich keine Person die Bücher mit Filmen vergleicht, aber in diesem Fall hätte ich mir gewünscht, das Buch wäre (NUR) von der Geschichte / Erzählung her genauso gut wie bei der Disney-Verfilmung. Anfangs (also: das Leben von Tarzan bei den Affen) ging's ja noch , aber danach war das Buch teilweise sooooo langweilig, dass ich am liebsten vorgeblättert hätte um an einer besseren Stelle fortsetzen zu können (was ich aber NICHT gemacht habe).
Kurz gesagt: für mich ist dieses Buch nichts!!!!!!!!!!!!