Texte von Premoli-Droulers, Francesca

Dichter und ihre Häuser

Dichter und ihre Häuser
  • Verlag: Knesebeck
  • Erscheinungsdatum: 1999-01
  • Bindung: Taschenbuch
  • Seitenzahl: 199
  • ISBN: 3896600516
  • EAN: 9783896600516
  • Amazon.de Verkaufsrang: 338.785
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Beschreibung von buecher.de

Dort haben sie gelebt, geschaffen und gelitten, haben sich vom Wunsch nach Einsamkeit und dem Bedürfnis zu schreiben einfangen lassen. Sie haben es geliebt und es hat sie glücklich gemacht: ihr Haus.
Es spielt eine bedeutende Rolle im Leben eines Schriftstellers: gibt Erinnerungen eine Ordnung, besänftigt Ängste und belebt Gedanken. Ein Ort der Inspiration und für jene, die sich zum Baumeister berufen fühlen, ein Gegenstand der Schöpfung, ein weiteres Werk, ebenso wie ihr künstlerisches Opus.
Francesca Premoli-Droulers ist diesem Zusammenhang von Werk und äußerer Lebensform nachgegangen, hat die Bindung aufgespürt, die zwischen Autor und Wohnort bestanden, und zeigt wo sie in ihren Büchern erkennbar sind. Auf der Suche nach dem genius loci hat sie, zusammen mit der Fotografin Erica Lennard die Stätten der Großen der modernen Literatur besucht.
Das Buch regt gleichermaßen zum Träumen und genießen an, so wie es die Neugierde auf die Texte der Autoren weckt: zum entdecken und wiederlesen.

Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension von FrizzText fanden 27 von 29 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen etwas zum hineinbeamen ...

das hätte ich mir nicht träumen lassen, das ich mal in die behausungen von hermann hesse oder mark twain, ernest hemingway oder knut hamsun einblick erhalten könnte. dieses buch macht es möglich. und sogleich beginnt man zu sinnieren und zu vergleichen und zu überlegen, wo man denn selbst sich zum schreiben niederlassen würde: im schlossartigen, rokoko-ähnlichen design der selma lagerlöf - mit einer ahnen-galerie aus ölgemälden an den wänden - würde man da nicht beginnen zu schreiben wie voltaire? oder lieber etwas maskuliner wie ernest hemingway - fisch- und großwild-trophäen an den wänden und die katze auf der holzveranda? im mittelalterlich-kargen wehrturm wie yeats oder mit blick auf bergwelt und comer see wie carlo dossi? paradiesisch wirkt alberto moravias arbeitstisch. nicht nur, dass er aus afrikanischem holz roh getischlert ist, sondern: der unendlich weite blick aufs mittelmeer - direkt von der schreibmaschine aus. moravia will keine erinnerungen an die vergangenheit, sein haus ist minimalistisch leer und luftdurchweht. anders lawrence durell, dessen haus mit erinnerungen vollgestopft ist - die zu jedem schriftsteller sehr ausführlichen begleittexte schildern auch hier genug, was man noch nicht wusste: die besuche von henry miller, die mittelmeerinseln, die indien-abenteuer etc. - anders als die üblichen interior-bücher wird man in diesem band, trotz großformatiger fotos, sehr zufriedenstellend mit text versorgt. wo ich denn gern schreiben würde, wenn das schicksal mich denn gnädiglich in eine solche richtung gespült hätte? in einem haus ähnlich dem der marguerite yourcenar, auf einer insel im nordamerikanischen maine: verglaster heller wintergarten, urige landhausküche, viel weiß gestrichenes holz: aber jeder leser findet bestimmt eine andere lieblingsecke in diesem buch, in die er sich von zeit zu zeit heimlich hineinbeamt ...

Diese Rezension von zeilensprung fanden 19 von 20 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Hütten und Paläste...

Marguerite Yourcenars Haus besitzt eine Atmosphäre, in der man nur zu gerne am Kamin seinen nachmittäglichen Tee einnehmen würde. Hermann Hesse wiederum hat in einem lichtdurchflutenden Schweizer Chalet drei spartanisch eingerichtete Räume bewohnt und sich dort der Selbstfindung und seinen literarischen Arbeiten überlassen.

Tania Blixen fand in ihrem dänischen Schloss nach ihrem afrikanischen Intermezzo genau die Ruhe, die es auch auf heutige Betrachter ausstrahlt.

Drei ganz unterschiedliche Beispiele für die "Dichterhäuser", bei denen wir dank Erica Lennard durch's Schlüsselloch blicken dürfen! Dieses Buch ist ein wahrer Augenschmaus und entführt den Betrachter in ganz unterschiedlich gestaltete Häuser, denen eines gemeinsam ist: Dort fanden Schriftsteller Inspiration und Ruhe, sie waren Zuhause und Arbeitsplatz zugleich!

Die Dichterheime fand Erica Lennard in ganz Europa und Nordamerika, viele sind bis heute im Familienbesitz und nicht zu besichtigen. Das macht das Buch zusätzlich interessant und wertvoll.

Ein besonderes Bilderbuch für Erwachsene, in dem man wunderbar schwelgen und sich verlieren kann!

Diese Rezension von C. Adams fanden 13 von 15 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Ein Genuss im Bücherregal!

Dieses Buch zu besitzen und es ab und zu hervorzuholen, aufzuschlagen und darin zu blättern ist ein wahrer Genuss. Wunderschöne Fotographien, dazu liebevoll geschriebene Texte geben einen guten Einblick in die "Wohnstuben" von Hemingway, Tania Blixen, Faulkner, Mark Twain, Virginia Woolf, Hermann Hesse und noch vielen anderen. Schade, dass es nicht eine Fortsetzung dieses Buches gibt.

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