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Delhi im Jahre 1889. Als Emma Wyncliffe 23 Jahre alt ist, stirbt der geliebte Vater, und die Mutter unternimmt alle Anstrengungen, die Tochter standesgemäß in der englischen Gesellschaft zu verheiraten. Aber Emma hat ganz andere Pläne: Sie möchte die wissenschaftliche Arbeit ihres Vaters weiterführen. Doch dann tritt unerwartet ein Mann in ihr Leben, der undurchsichtige Damien Granville aus Kaschmir. Er will Emma zur Frau, und Emma kann ihn nicht abweisen, da ihr Bruder horrende Spielschulden bei ihm hat.
Ein mäßig spannendes Buch ohne "Suchtcharakter"Wieder handelt ein Roman von Rebecca Ryman von Liebe und Verschwörung im Indien während des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Die Hauptdarstellerin Emma Wyncliffe verliert 23jährig ihren Vater, der während einer Himalaja-Expedition ums Leben kommt. Emma, die mehr an der wissenschaftlichen Arbeit ihres Vaters und deren Veröffentlichung, als an den üblicherweise von einer britischen Tochter ihres Alters erwarteten Vorlieben, Interesse zeigt, gerät in Gewissenskonflikte, als der geheimnisvolle Damien Granville ihr ein Angebot macht, mit dem sie die finanziellen Schwierigkeiten der Familie lösen könnte. Im weiteren Verlauf spielen das Volk der Hunza, Kaschmir und verschiedene Spione eine Rolle. Trotz des gut durchdachten Plots schafft es der Roman nicht, die Leserin/den Leser wirklich zu fesseln. Die handelnden Personen bleiben farblos, die Gefühle der beteiligten Personen sind diffus. Auch die Abschnitte des Romans, die von den Spionage-Verwicklungen handeln, könne nicht überzeugen, da auch hier die Motivation einiger Beteiligter nicht wirklich deutlich wird. Insgesamt wirkt der Roman wie eine abgewandelte Neuauflage der vorherigen Romane von Rebecca Ryman, ohne allerdings an deren Detaildichte und Spannung heranzureichen. "Shalimar" ist trotz allem eine ganz angenehme (leichte) Wochenend-Lektüre, die aber bei weitem nicht den "Suchtcharakter" wie R. Rymans Roman "Wer Liebe verspricht" hat. (Dies ist eine "Amazon.de Campus"-Studentenrezension.)
Auf der Jagd nach dem Jasminapass...Nach den grossen Schwankungen der Rezensionen (von wirklich schlecht bis brilliant ist ja so ziemlich alles dabei) war ich recht neugierig auf dieses Buch und wollte mir gerne eine eigene Meinung bilden.
Nachdem ich es nun gelesen habe, bin ich etwas zwiegespalten. Den Plot finde ich recht gut gestrickt: Eingewoben in eine Geschichte um Spionage und die Suche nach einem sagenumwobenen Pass, an dem sowohl die Russen als auch die Briten grosses Interesse zeigen, wird die Geschichte der selbstbewussten und intelligenten (und leider offenbar nicht wirklich hübschen, was ich für die Helden eines Buches irgendwie schade finde) Emma erzählt, die durch eine List gezwungen wird, den geheimnisvollen Damien zu heiraten. Im Verlauf der Geschichte stellt sich heraus, dass sowohl Emma als auch Damien (ob nun freiwillig oder unfreiwillig) Teil der Suche um den Jasminapass sind.
Insgesamt gibt diese Geschichte einiges her für spannende Lesestunden. Gestört hat mich jedoch, dass m.E. die Beziehungskonstellation zwischen Damien und Emma so wenig im Mittelpunkt stand. Zwar bin ich kein riesiger Fan von Liebesromanen, aber die beiden hätten mich doch mehr interessiert als seitenweise Berichte über Spione, Oberste, Militärs usw. Zudem fand ich Emma an vielen Stellen für ein angeblich doch so pfiffiges und helles Köpfchen, wie sie dargestellt wird, etwas minderbemittelt und albern, weshalb ich ihr Verhalten oftmals nicht wirklich nachvollziehen konnte.
Zum Ende des Buches hat es mir jedoch gut gefallen, wie die Autorin es schafft, alle Handlungsstränge miteinander zu verbinden, so dass jeder Akteur seine Rolle in dem Verwirrspiel zwischen den britischen und den russichen Spionagenetzen zugeteilt bekommt.
Mein FAZIT: Insgesamt lesenswert, wenn auch oftmals langatmig und zu wenig fokussiert!
In die Länge gezogenNachdem ich "Wer Liebe verspricht" von der Autorin gelese hatte, war ich sehr neugierig auf Shalimar. Natürlich ist der vorliegeden Titel ein ganz anderes Kaliber als eben "Wer Liebe verspricht". Hier wird seitenweise von irgendwelchen Baronen, Militairs, Leutnants, etc. erzählt und von Emma und Damien erfährt man relativ wenig. Nach einer Zeit wird das einfach nur lästig, weil man dann wirklich 50 Seiten voll trockenem Militär-Gebrabbel vor sich hat und dann folgen endlich mal wieder 2 oder 3 recht dürftige Seiten über Emma und ggfs.Damien. Derjenige, der "Wer Liebe verspricht" gelesen hat, wird zu große Erwartungen an dieses Buch haben. Allem in allem geht es hier nicht so viel um die Liebe, vielmehr um eben das militärische Interesse der Engländer und Russen an dem sagebumwobenen Jasminapass. Ich kann mich meinen Vorschreibern also nur anschließen.
Das Ende folgt dann etwas plötzlich und lässt einen einen doch recht unzufrieden zurück; was die Beziehung zwischen Emma und Damien, betrifft. Es gehört nicht zu den Büchern, die einen nach dem Lesen noch lange durch den Kopf gehen, ist aber dennoch ein recht amüsanter Schmöker (obwohl ich zugeben muss, dass das Weiterblättern während der Militärkapitel einem furchtbar schwerfällt), was zu großen Teilen auch sehr aufregend und interessant sein kann, so dass man doch ne ganze Wele das Buch nicht weglegen mag.
Insgesamt also ein nettes Buch, was trotz allem ein schönes Leseerlebnis mit sich bringt, allerdings viel zu viel Trockenheit und zu wenig Liebe, dafür dass es sich um einen Liebesroman handeln soll.
Kitsch as kitsch can"Shalimar" von Rebecca Ryman ist ein Kitschroman erster Güte. Es soll zwar durch etwas geschichtsträchtige Historie bezüglich der territorialen Kämpfe zwischen England und Rußland um Indien etwas Seriosirät vermitteln, aber ich glaube, dass man diesen Handlungsstrang getrost so schnell wie möglich vergessen kann, obwohl schon bald recht absehbar ist, dass unsere Hauptcharaktere auch darin verwickelt sind. Wichtig ist eigentlich (und wer "Wer Dornen sät" und "Wer Lieb verspricht" gelesen hat, wird nichts anderes erwartet haben) die wirklich entzückende Liebesgeschichte zwischen der sturköpfigen Emma und Damien, dem undurchschaubaren Mann, der sie durch eine List zur Heirat gezwungen hat. Natürlich weiß jeder, dass die beiden irgendwann ihre "wahre Liebe" zueinander entdecken werden, aber wen hat so eine Vorhersehbarkeit je davon abgehalten eine solch wunderbar kitschige Geschichte zu lesen? Mich jedenfalls nicht! Rebecca Ryman hat definitiv das geliefert, was ich erwartet hatte, und mir damit ein paar schöne Stunden mit diesem Buch verschafft. Hoffentlich bekommt man von ihr bald etwas neues zu lesen. Ich hoffe aber, dass sie diesmal störende Handlungsstränge etwas einschränkt, und einfach nur schmalzige Romantik abliefert, wie in ihren ersten beiden Büchern. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
Eines meiner absoluten LieblingsbüchernMeiner Meinung nach hat " Shalimar" es auf gar keinen Fall verdient unter " Wer Liebe verspricht" oder " Wer Dornen sät" gesetzt zu werden. Ganz im Gegenteil, während diese Bücher den Leser nur wütend über die ganzen unnötigen Verzwickungen und flachen Charactere gemacht haben hat Shalimar mich bis auf die letze Seite gefesselt und tief beeindruckt. Alle meine Freunde, einschließlich mirhaben sich bei Wer Liebe verspricht und Band 2 überlegen müssen, ob sie diese Bücher wirklich zu Ende lesen wollen. Bei Shalimar hat sich diese Frage ganz eindeutig nicht gestellt.
Mit Emma, der Hauptfigur, kann man immer mitfühlen und muss sie einfach gern haben, selbst wenn man nicht alle ihre Entscheidungen biligt, kann man sie verstehen und DAmien, ihn muss man einfach lieben, sein Charma und Carisma sind einfach unwiederstehlich. Ebenso wie das Land.
Alle Personen scheinen nichts miteinander zu tun zu haben, was sich am Schluss jedoch als Gegenteil herausstellt. Das Ende ist ebenso überraschend wie schön.
Ich finde es äußerst schade, dass es eine Fortsetzung für " Wer Liebe verspricht" gibt und für " Shalimar" nicht.
Ich habe es wirklich all meinen Freundinnen empfohlen und wir lieben das Buch alle.