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Macbeth' - auf den Punkt gebracht
Alles, was man braucht:
Inhaltsangabe für den schnellen Überblick
Hintergrund-Infos für ein besseres Verständnis
Überzeugende Interpretation
... und das Extra von mentor:
Schaubilder zu Personen und Aufbau
Neu: Szenenübersicht, Stichwortverzeichnis
Neu: Info-Klappe - auch als praktisches Lesezeichen
Aktueller PlotWer hätte es denn nicht gleich gemerkt, sei es, daß er es liest, oder als Schauspiel genießt, daß hier ein Stoff verarbeitet wurde, der es ins sich hat?
Shakespeare hat es wieder einmal geschafft, durch psychologische Finten (Hexen)auf menschliche Probleme aufmerksam zu machen, die auch heute noch gelten.
Und der Mord, weil es eben in den Kram passt und er (nach eben so erfolgreichem Krieg !) nunmehr aber abgleitet ins (überhöhte ?) "Ich" und sich gar nicht mehr kriegen kann vor lauter Hin und Her und als seine Frau, nachdem er ihr vertrauensvoll alles gebeichtet und seine Pläne ( bzw. die Sprüche der Hexen )ihr offenbart hatte, ihm auch noch "Mut" macht, der Mord also sein Ziel ist, seine Tat und dann sein Verderben.
Und d a s ist dann auch die Moral des Autors: der Wahnsinn der Lady Macbeth und das Verderben des Protagonisten selbst am Schluss der Handlung.
Spricht hier angelsächsischer Geist zu uns? Erkennen wir hier etwa in allem (und das ist nicht wenig!) nicht den "edlen" Mut heute noch geltenden Angreifersinns, des Eroberns um seiner selbst willen, des "Schiffekaperns" im wahrsten Sinne des Wortes?
Und alles verschlüsselt, doch allen verständlich durch angebliche Verhexung, sprich Selbstsuggestion in Form eines eisernen Willens?
Ach, wohin ginge Europa, wenn das alles stimmig wäre und es ist doch auch so aktuell im derzeitigen Beistehen angelsächsischen Mutes (normannischen Blutes!)in friedvoller Absicht (natürlich) anlässlich eines unbedingt zu führenden Krieges nahöstlich, während dieser doch so überflüssig gewesen wäre wie ein etwaiger Kropf.
Ja, so sind sie, die Engländer und das oder ähnliches singt man ja auch, meine ich zu wissen, in einer Oper von Mozart schon,in der "Entführung aus dem Serail".
Aber das ist eine andere Baustelle.
Macbeth und seine Lady jedoch sollten uns schon etwas mehr zu denken geben, meine ich.
Übersetzung mit SchwächenDem siegreichen Feldherrn Macbeth wird von drei Hexen geweissagt, er würde Than von Cawdor und König von Schottland, allerdings folgten ihm nicht seine Nachkommen auf den Thron, sondern die seines Gefährten Banquo. Macbeth aber ist ein loyaler Untertan seines Königs Duncan und er glaubt, daß der Than von Cawdor lebt, also nimmt er die Prophezeiung nicht sonderlich ernst. Doch Cawdor war ein Verräter, der mittlerweile hingerichtet wurde und König Duncan verleiht Macbeth tatsächlich dessen Titel. Nun beginnt in Macbeth der Gedanke zu gären, daß auch die zweite Prophezeiung sich bewahrheiten könne, da schon die erste sich so unerwartet erfüllt hat. Und Lady Macbeth -seine Frau- flüstert ihm ein, man könne das Eintreffen des Vorhergesagten doch wohl ein bißchen beschleunigen. Daraufhin ersticht Macbeth König Duncan im Schlaf und lenkt den Verdacht auf die Söhne des Königs. Da er nun sicher ist, daß auch Teil drei der Prophezeiung schneller eintreffen könnte, als ihm lieb ist, läßt er auch Banquo ermorden, doch dessen Sohn gelingt die Flucht. Im Verlauf der Handlung läßt Macbeth immer mehr Menschen wahllos niedermetzeln - auch Frauen und Kinder, bis er endlich von jemandem aufgehalten wird, der - laut eines anderen Orakels der Hexen- nicht von einem Weib geboren wurde.Das ist ein spannender Plot, der mit aufregenden Dingen wie Geistererscheinungen, Hexen, Unwettern, Wahnsinnsanfällen und Schlachtengetöse angereichert ist und auch komische Passagen enthält. Außerdem stellt der Text die philosophische Frage nach der Herkunft des Bösen und es ist ein Text der reich an Symbolik ist.
Allerdings hat der moderne Leser mit dem Text so seine Schwierigkeiten, denn um sich Gedanken um Gut und Böse oder um symbolische Elemente machen zu können, muß man erst einmal den Inhalt verstanden haben. Obwohl "Macbeth" oft im Englischunterricht gelesen wird, wird ihm einfaches Schulenglisch bei weitem nicht gerecht und die immer noch weit verbreitete Schlegel-Tieck Übersetzung, muß man an den entscheidenden Stellen auch des öfteren lesen, um zu verstehen, was da eigentlich gesagt wird.Die Übersetzung von Frank Günther ist einfacher zu lesen, da sie unserem heutigen Deutsch so nahe kommt, wie es die Übersetzung eines Shakespeare-Textes eben zuläßt. Allerdings hat sich der Übersetzer an manchen Stellen falsch entschieden, wenn es darum ging, ob es besser sei, die Lesbarkeit der originalgetreuen Übersetzung zu opfern, oder die Nähe zum Original der Lesbarkeit. So kommt es bisweilen zu sprachlichen Ausfällen, die dann doch lächerlich wirken. Auch ist mir die Übersetzung der Regieanweisung "aside", die häufig vorkommt, auf die Nerven gefallen. Günther übersetzt hier "apart". Das ist zwar formal richtig, klingt aber dennoch ausgesprochen affektiert, ein einfaches "zur Seite" oder "beiseite" hätte es auch getan.Ich empfehle jedem in dieser zweisprachigen Ausgabe um des Verständnis willen zuerst die deutsche Übersetzung zu lesen. Wenn man verstanden hat, worum es geht, sollte man den englischen Text lesen und Shakespeare's Sprachklang, Versmaß und Rhythmus auf sich wirken lassen und wenn man zu denen gehört, die Lust an Sprache haben, kann man sich in der Bibliothek eine Ausgabe der Schlegel-Tieck Übersetzung ausleihen und sich am Klang der klassischen Übersetzung erfreuen.
Ein Meisterwerk eines Meisters!!!!Hexen, Mystik, Zauber, Mord, Intrige, Wahnsinn, Einsamkeit, Stolz, Verrat! MacBeth ist die Geschichte eines Mannes, der als Soldat alles erreicht hat und von seinen Freunden geachtet wird, doch die Prophezeiungen von Hexen machen aus dem königstreuen Krieger, einen Königsmörder. MacBeth verrät alle seine Prinzipien und verliert nicht nur seine Ehre, sondern auch seine Freunde. MacBeth ist kein veralteter Schmöker, sondern eine Fantasy Story, die auch für die Jugend geeignet ist.
Die Gegenwart der VergangenheitIn seiner bekannten Tragödie "Macbeth" erzählt William Shakespeare die Geschichte des Adligen Macbeth, der sich zum König Schottlands aufschwingt, um dann festzustellen, dass diese Medaille eine schreckliche Kehrseite hat.
Zu Beginn der Handlung, die im mittelalterlichen Schottland spielt, ist Macbeth, der Thane von Glamis, ein seinem König Duncan loyaler und überaus erfolgreicher Feldherr. Nach einer gewonnenen Schlacht prophezeien ihm drei Hexen eine scheinbar glorreiche Zukunft als Thane von Cawdor und schließlich als schottischer König.Macbeth tut die Prophezeiungen zunächst irritiert ab, beginnt an sie zu glauben, als er tatsächlich zum Thane von Glamis ernannt wird. Getrieben von wachsender Machtgier und einer im Gegensatz zu Macbeth kaltblütigen Ehefrau, die ihrem Gatten moralische Hindernisse aus dem Weg fegt, tötet Macbeth König Duncan und wird hernach selbst zum Herrscher über Schottland gekrönt.
Doch ist das Leben als König anders, als es sich Macbeth und Lady Macbeth vorgestellt haben. Macbeth glaubt sich von Feinden umgeben und fürchtet zudem, dass man ihm, dem Königsmörder, auf die Schliche kommt. Zur Sicherung seiner Macht lässt er Mord auf Mord verüben und macht dabei auch vor engen Freunden, Frauen und Kindern nicht halt. Gleichzeitig plagen ihn wie auch seine Frau in zunehmendem Maße Gewissensbisse und die Angst vor dem Verlust der Macht. Als das Königspaar schließlich vereinsamt ein Leben führt, dass ihnen bis auf die Tatsache, dass sie das Königspaar sind, nichs bietet, erhält Macbeth eine weitere Prophezeiung der Hexen, aus der er schlussfolgert, dass er unbesiegbar sei. Doch ist dies nur eine weitere Illusion und das Ende bereits nah.
Macbeth ist ein spannendes Drama, dessen wenige Hauptpersonen fantastisch charakterisiert sind. Insbesondere die Entwicklung Macbeths, der innerhalb des nur gut 60 Seiten langen Stückes, das er als ehrenhafter Krieger beginnt, skrupelloser Machtmensch, von Reue zerfressener Sklave des Machterhalts, in die Enge getrieben Ratte, größenwahnsinniger Tyrann und hoffungsloser Nihilist ist ist ein Meisterstück, da sie sich sehr glaubhaft und eng mit der Handlung verbunden abspielt.
Obwohl vor vierhundert Jahren geschrieben und vor achthundert spielend, ist eine durchaus gegenwärtige Geschichte, die sich auch an Leser aus unserer Zeit richtet. In zu Shakespeares Zeiten unvorstellbarem Ausmaß sahen und sehen wir seit Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts, wie leicht moderne prophetische Hexen und ihre trügerischen Verheißungen einer glanzvollen Zukunft - sei es der "Endsieg" der "arischen Rasse", sei es die Vollendung der Geschichte durch die Weltrevolution oder sei es das islamistische Paradies auf einer von "Ungläubigen" befreiten Erde - Menschen dazu bringen können, ihr Gewissen über Bord zu werfen und alles zu tun und alles, einschließlich ihrer selbst, dafür zu opfern, die Vision wahr werden zu lassen. Wie für Macbeth hat für sie das Leben derer, die nicht für sie und deshalb gegen sie sind, keinen Wert mehr, und wie Macbeth schaffen sie keine bessere Zukunft für sich oder andere, sondern eine Hölle auf Erden. Macbeth kann daher als Warnung verstanden werden, nicht dahergelaufenen Demagogen und ihren Ideologien zu folgen, sich nicht von ihrem Wahnsinn anstecken zu lassen, und nicht dem oftmals falschen Glanz des theoretisch Möglichen zu folgen, wenn es nur auf Kosten von Gewissen und moralischen Grundsätzen tatsächlich erreicht werden kann.
Macbeth sollte wenn möglich nicht in einer deutschen Übersetzung, sondern im englischen Original gelesen werden. Um dies zu erleichtern, finden sich auf jeder zweiten Seite dieses Buches Übersetzungen oder Erklärungen von Shakespeare verwendeter, heute nicht mehr gebräuchlicher Begriffe. Zusätzlich liegt ein vierundzwanzig Seiten starkes Begleitheft bei, das ausführlich nicht einzelne Worte, sondern Vergleiche, Metaphern und Anspielungen, oft mit Verweis auf den historischen Kontext, in dem das Stück entstand, erklärt. Zum Kauf dieser englischsprachigen Ausgabe möchte ich Ihnen dennoch nur raten, wenn Sie Ihre Englischkenntnisse guten Gewissens als sehr gut oder besser bezeichnen können. Auch im Englisch-Leistungskurs, in dem ich dieses Buch las, hatten wir an manchen Stellen schwer zu knabbern, da Shakespeares Englisch sich stark vom heutigen Englisch unterscheidet. Allen anderen empfehle ich den Kauf einer zweisprachigen Ausgabe, um sich nicht um den Genuss der Sprache des Originals zu bringen, allein um deretwillen sich das Lesen des Buches auch dann lohnt, wenn man den Inhalt an sich weniger berauschend findet. Durch die exzessiv verwendeten und doch vielfälitigen Metaphern ist Shakespeares Sprache ungeheuer plastisch, einprägsam und dicht. Wenn Sie schon immer einmal Lust hatten, eine zehn Verse umfassende, dennoch vollständige und tiefgehende Darlegung der Ansicht, das Leben habe keinen Sinn, zu lesen und sich beim Lesen der selben zehn Verse an herausragenden Sprachbildern zu erfreuen, dann greifen Sie zu diesem Buch.
Wegen des aktuellen Inhalts, wegen der äußerst gelungenen Charakterisierungen der Personen, wegen des spannenden Verlaufs der Handlung und wegen der sprachlichen Meisterleistung würde ich diesem Buch gerne die Fünf-Sterne-Bestwertung geben. Doch ist diese Ausgabe, da sie einsprachig ist, mit Vorsicht zu genießen und nicht jedem zu empfehlen. Deshalb, und nur deshalb, ziehe ich einen Stern ab. Wenn Sie es sich zutrauen, Macbeth ohne deutschen Text zu lesen, können Sie die Kaufempfehlung für Sie jedoch als uneingeschränkt betrachten.
spannend...Shakespeare ist natürlich mit die bekannteste Ikone in der internationalen Poesie. Viele seiner Werke werden oft kopiert, weil Shakespeare es geschafft hat, solche brillanten Geschichten zu schreiben.
So auch Macbeth. Ein Kriegsführer gewinnt für Schottland die Schlacht gegen Norwegen. Doch auf seinem Rückweg trifft er 3 Hexen, die ihm Merkwürdiges voraussagen.
Macbeth ist ziemlich spannend geschrieben. Die Ideen mit den Hexen, ein Mordkomplott, die Lady Macbeth und die Schlacht um Schottland sind genial umgesetzt. Man kommt über den 4 Akt nicht aus dem Staunen heraus.
Doch dies verliert sich alles im Ende. Das Ende war für mich recht enttäuschend. Es hat nichts von der Raffinesse, von der die vorherigen Szenen profitierten. Alles verliert sich im Ende und man fragt sich, ob Shakespeare nicht fertig gewurden ist. Das gewisse Etwas fehlte leider zum Schluss... deswegen 4 Sterne.Aber man sollte sich trotzdem das Werk durchlesen. Es ist eine spannende Geschichte mit vielen faszinierenden Gestalten. Es wäre falsch, zu sagen, dass man dieses Buch als schlecht empfinde, nur weil das Ende nicht der gesamten Geschichte entspricht.
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