Boie, Kirsten; Timm, Jutta

Nee! sagte die Fee

Nee! sagte die Fee
  • Verlag: Oetinger Verlag
  • Erscheinungsdatum: 2000-02
  • Format: Gebundene Ausgabe
  • Umfang: 32
  • ISBN: 3789163198
  • EAN: 9783789163197
  • Amazon.de Verkaufsrang: 132.898
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Beschreibung von buecher.de

Immer lieb sein ist langweilig.Deshalb beschließt die Kleine Fee,statt einer Guten lieber eine Böse Fee zu werden. Aber irgendwann hat man auch vom Bösesein die Nase voll ... Ein Märchen? Oder vielleicht doch eine wahre Geschichte? Vor langer, langer Zeit lebte in dem großen Wald gleich hinter der Autobahn und gar nicht weit von der Stadt entfernt eine Fee, die hatte schon viele Feenkinder großgezogen, aber noch keins war so halsstarrig gewesen wie die kleine Fee. »Nee!«, sagte die Kleine Fee, wenn Mama Fee ihr morgens einen kleinen Kuss auf die Stirn gab, um sie zu wecken, und »Nee!«, sagte die Kleine Fee, wenn sie ihre Flügel und ihren Zauberstab putzen sollte. »Man kann kaum glauben, dass du eine Gute Fee werden willst!«, sagte Mama Fee. Aber das hatte die Kleine Fee auch gar nicht mehr vor. Wenn Böse Feen ihre Flügel und ihren Zauberstab nicht zu putzen brauchten, dann wollte sie ganz unbedingt eine Böse Fee werden. Und sie fing auch gleich damit an, zauberte Familie Reh auf einen Baum, verwandelte Familie Kaninchen in Frösche und versetzte Familie Waschbär in einen hundertjährigen Schlaf. Dabei verlor sie dummerweise ihren Zauberstab. Klar, dass sie nun erst einmal die Nase voll hatte vom Bösesein. Ein neues Bilderbuch aus der Kindersendung »Siebenstein« des ZDF.

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Da kann die kleine Hexe so lange "Nee!" rufen und es auch ernst meinen, wie sie will, einmal lügt sie dabei doch. Und zwar ganz am Ende der Geschichte. Was bis dahin alles passiert, ist besonders spannend für die Kinder, die gerne mal richtig laut "Nee" schreien, dabei mit dem Fuß aufstampfen und sich dabei gut fühlen. Das sind Kinder -- aber das wissen die selbst am besten -- die gerne trotzig oder bockig sind, Kinder, die sich selbst unter der Bettdecke zuflüstern: "Ich bin schon selber groß". Die kleine Fee, bezaubernde Heldin des neuen Bilderbuchs von Kirsten Boie und Jutta Timm, ist so ein Kind. Sie hat einfach keine Lust, Flügel zu putzen, ihren Zauberstab zu wienern, sich die Füße zu waschen und Milch zu trinken. Sie will nicht artig sein und entschließt sich deshalb, eine böse Fee zu werden und auf die Karriere als gute Fee zu pfeifen. Der erste Tag ihres Daseins als böse Fee ist jedoch ziemlich anstrengend: Keiner will ihr glauben, dass sie jetzt anders ist, und außerdem sind die schmutzigen Flügel doch ein bisschen unbequem beim Fliegen. Das Schlimmste aber ist, dass ihr nicht einmal mehr die Leser so richtig glauben wollen, als sie trotz allem wieder laut "Nee" ruft -- ja, und das steht ganz am Ende der Geschichte. Jutta Timm, unter anderem mit dem UNICEF-Preis und einem amerikanischen Kinderbuch-Preis ausgezeichnete Illustratorin von Kinderbüchern, setzt die Charaktere der munteren Geschichte treffend um -- die Nachwuchs-Hexe ist ein liebenswertes Mädel, so bockig sie auch sein mag. Das Gemeinschaftswerk von Boie und Timm ist ein schönes Vorlese- und Selberlese-Buch. Wie in ihren zahlreichen anderen Büchern über und für Kinder (Paule ist eine Glücksgriff) beweist Boie das Einfühlungsvermögen in Kinderseelen, das diese nötig haben, um so unumstößlich gut zu werden, wie die kleine Fee. --Petra Breitenbach

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