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Das Englische ist eine weltweit verbreitete Sprache, die von über 350 Mio. Menschen als Muttersprache verwendet wird, v. a. in den großen englischsprachigen Ländern Großbritannien, Irland, USA, Kanada, Australien und Neuseeland. Darüber hinaus erfüllt das Englische in vielen Teilen der Welt die Funktion einer Zweitsprache oder Fremdsprache. Hierbei ist besonders zu betonen, daß das Englische kein einheitliches sprachliches System darstellt, sondern zahlreiche Erscheinungsformen aufweist, die sich unter Umständen ganz erheblich von der englischen Standardsprache, wie sie in deutschen Schulen gelehrt wird, unterscheiden können.Das vorliegende Buch trägt dieser sprachlichen Vielfalt Rechnung. Der Leser erfährt in anschaulichen Grafiken und weiterführenden Texten in einer Einführung Grundsätzliches über Sprache, Wortbildung oder Syntax. Der historische Teil informiert über die Entwicklung vom Altenglischen zum modernen Englisch, und daran anschließend werden regionale Besonderheiten in En gland, Schottland, Irland und Wales erläutert sowie die Varianten von den USA bis Papua-Neuguinea.
Der dtv-Atlas Englische Sprache wurde illustriert von Werner Wildermuth
Höchst informativ!Nicht gleich unbedingt ein MUSS, dafür aber höchst zufriedenstellend auch für alle vom alltäglichen Englisch weniger Begeisterten. Lohnendes Preis-Leistungs-Verhältnis... gute Karten (z.B. in welchen US-Staaten die Bevölkerungsmehrheit deutscher, englischer, irischer, französischer, hispanischer usw. Abstammung ist), dafür aber sogar ein paar zu viele Detailanalysen der Wortunterschiede im Dialekt... eine lobenswerte Darstellung der Geschichte der Englischen Sprache bzw. seiner Dialekte. Interessant übrigens, daß wir wesentliche Erkenntnisse über die englischen Dialekte ausgerechnet Napoleons Bruder verdanken.Zwei kleine Schönheitsfehler allerdings:
(1.) Ob erhofft oder verflucht, Englisch setzt sich global im Schatten der US-Weltherrschaft durch - allerdings eben nicht wirklich "Englisch". Einerseits sind es vielmehr Pansch-Sprachen wie Spanglish oder Denglisch (letzteres auch als "Engleutsch" oder "Deutlish" bezeichnet), in weit geringerem Maße auch Franglais, Portingles und Russgliski, denen eine zweifelhafte, aber breite Zukunft offensteht. Andererseits wird auch gerade das US-Englisch selbst zunehmend von Spanglish durchsetzt - alles nur eine Frage der Zeit, wie statistische Hochrechnungen vorhersagen. Diese Tatsache kommt zu kurz.
(2.) Ebenso ignoriert das Buch trotz seiner ausführlichen globalen Dialektanalyse, daß es sich speziell beim US-"American Bad English" längt nicht mehr nur um ein Dialekt, sondern wegen stark abweichender Grammatik und Orthographie schon um eine andere Sprache handelt - Schwedisch und Dänisch sind ja auch nicht mehr einfach nur Dialekte des Nordischen. Dennoch das Fazit:
Schade, daß es einen solchen dtv-Atlas nicht auch über die Französische oder Spanische Sprache, geschweige denn über die Arabische Sprache gibt. Zumindest aber für Deutsch gibt es ein ebenfalls empfehlenswertes dtv-Äquivalent!
Sprache erzählt Geschichte - Umfangreich und Übersichtlich"Das Buch ist keine Veröffentlichung über das Für und Wider des Englischen als globale Sprache."
(Vorwort der Autoren)Bereits mit der Vorstellung der promovierten Buchautoren (Seite 3) wird deutlich, dass den Leser im "dtv-Atlas Englische Sprache" ein hohes Maß an historischen Fakten erwartet. Denn Prof. Dr. Wolfgang Viereck und Dr. Heinrich Ramisch sind nicht nur Anglisten, sondern auch Mediävisten. Aber auch über das Mittelalter hinaus bietet das Sachbuch eine Fülle an (nicht nur historischen) Informationen, denn Dr. Karin Viereck hat als dritte Buchautorin Arbeiten zu geolinguistischen Aspekten und Sprachkontakten publiziert....... Nach einem Abkürzungs- und Symbolverzeichnis gibt es im ersten von insgesamt 14 Kapiteln zunächst eine Allgemeine Einführung in Linguistik. Hierbei werden Begriffe wie Phonetik, Syntax, Semantik etc. erläutert. Im zweiten Kapitel, das der Vorgeschichte und Altenglischen Periode gewidmet ist, gibt es einen Überblick über Sprachfamilien und ihre Besonderheiten. Einer näheren Betrachtung der Indoeuropäischen/-germanischen Sprachfamilie und den ihr zugehörigen germanischen Sprachen folgt die Darstellung der Herkunftsgebiete der Angelsachsen (Sachsen, Angeln und Jüten, die ihre Runenschrift mitbrachten) und der Christianisierung Englands. Danach gibt es Ausführungen zu vorindogermanischen, keltischen und (relativ wenigen) rein lateinischen topografischen Begriffen und den Aktivitäten der Wikinger, die zu einem starken skandinavischen Einfluss in der englischen Sprache führen sollten. Mit der normannischen Eroberung (1066) gelangten schließlich auch französische Sprachelemente auf die Insel, wo die in Kapitel drei beschriebene Mittelenglische Periode mit verschiedenen Dialekten einsetzte. Den Schwerpunkt der beiden nachfolgenden Kapitel bilden weitere strukturelle Wandlungen, wie z. B. Lautverschiebungen des englischen Idioms, sowie geografische Unterschiede und Besonderheiten. Neben einer Betrachtung zur Benutzung des bestimmten Artikels sind hier auch Ausführung zum Rückgang und Aussterben der keltischen Sprachen Kornisch und Manx zu finden Die Kapitel 6 - 8 sind, erneut mit einer Vielzahl von historischen Details, der besonderen Entwicklung der englischen Sprache in den Ländern Wales, Schottland und Irland, aber auch deren eigenständigen keltischen Sprachen gewidmet. Spezielle Anmerkungen gibt es auch zu der auf den Kanalinseln anzutreffenden Sprache. Mit der kolonialen Expansion Großbritanniens beginnt die Geschichte vom Aufstieg des Englischen zur Weltsprache, dem die letzten sechs Buchkapitel gewidmet sind. Zum Thema Nordamerika und Karibik werden regionale und ethnologische Aspekte vorgestellt. Das gleiche gilt für die sprachliche Entwicklung in Afrika, Asien und Ozeanien (z. B. Pidgin). Der Rolle Australiens (aber auch Neuseelands) aufgrund Siedlungsgeschichte, sprachlicher Merkmalen und Variationen ist ein ganzes Kapitel gewidmet. Unter der Überschrift "Weltsprache Englisch" gibt es zum Schluß eine Bestandsaufnahme, die sich auch mit den Versuchen zur Schaffung einer Welthilfssprache (Esperanto, Volapük und BASIC-English) und dem Einfluss von Englisch auf andere Sprachen beschäftigt. Hierzu gehören auch die fortschreitende Nutzung von Anglizismen und die damit verbundenen Hybridisierungen zu "Denglish", "Spanglish" oder "Franglais"....Die von dem Grafiker-Designer Werner Wildermuth erstmalig oder neu gezeichneten 130 Seiten mit farbigen Landkarten, Schemata, Diagrammen, Tabellen pp. nehmen fast die Hälfte des 275seitigen Buches ein und bieten eine erstklassische und übersichtlichem Visualisierung der einzelnen Themen. Ein Literaturverzeichnis, ein Abbildungsnachweis und je ein Personen und Sachregister runden das wissenschaftliche Werk ab. Sehr empfehlenswert und mit 5 Amazonsternen zu bewerten, sollte der "dtv Atlas Englische Sprache" in keinem Bücherregal (sprach)historisch interessierter Leser fehlen.
Durchweg gutÄhnlich aufgebaut wie der dtv-Atlas der Deutschen Sprache bietet der dtv-Atlas für Englische Sprache einen vielseitigen Überblick über die Sprachgeschichte, geographische Sprachunterschiede und Sprachentwicklungen in England. Landkarten, Bilder und Sprachbeispiele (z. B. Gälisch) lockern das Buch nicht nur optisch auf. Die Sprache ist durchaus verständlich gehalten, so dass auch ein Laie Freude am Lesen hat. Für Freunde der Englischen Sprache und ihrer Entwicklung, sowie ihrer geographisch orientierten Feinheiten ein absolutes MUSS.
Hervorragend, besonders für Studenten der englischen Sprache!Ich habe mir kürzlich dieses Buch zugelegt, hauptsächlich um ein Nachschlagewerk zu haben, in dem ich die geschichtlichen Ereignisse und Veränderungen der Sprache nachlesen kann, da ich zu diesem Thema gerade ein Seminar an der Universität besuche.
Was ich aber bekam war mehr als das. Das Buch enthält nicht nur einen hervorragenden Überblick (Wiegesagt, Überblick. Wer Referate, Hausarbeiten, etc. zu speziellen Themen der einzelnen Epochen schreiben will, wird sicherlich noch auf andere Werke zurückgreifen müssen), sondern auch gleichzeitig in die phonetische Aussprache und Lautbildung des Englischen. Hierbei werden auch die Unterschiede zwischen einzelnen Variationen des Englischen klar gemacht. (z.B. Worin besteht der genaue Unterschied in der Lautbildung zwischen Amerikanischen und Britischem Englisch?)
Dieses Buch ist sicherlich für alle Studenten und die, die sich für Englisch interessieren sehr sinnvoll, da es die Kenntnisse in de renglischen Sprache sinnvoll abrundet.
gut, aber nicht so gut wie der sprachatlas deutschdas konzept dtv-sprachatlas finde ich super, aber der englische fällt insgesamt etwas ab. auf jeden fall findet man hier sehr viel spannendes und wissenswertes, grafisch toll aufgearbeitet.