Folsom, Allan

Des Teufels Kardinal

Des Teufels Kardinal
  • Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag
  • Erscheinungsdatum: 2000-12-01
  • Format: Taschenbuch
  • Umfang: 480
  • ISBN: 3442353793
  • EAN: 9783442353798
  • Amazon.de Verkaufsrang: 170.839
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Beschreibung von buecher.de

Spannende Unterhaltung der Spitzenklasse!Die angstvolle Stimme auf dem Anrufbeantworter ist das Erste, was der prominente Anwalt Harry Addison seit langen Jahren von seinem Bruder hört - und das Letzte. Einen Tag später ist Daniel, Priester im Vatikan, tot. Doch nicht nur, dass die Polizei Daniel am Mord eines Kardinals für schuldig erklärt, sie bezichtigt Harry auch noch der Beihilfe. Als man Harry zur Leiche seines Bruders führt, erkennt er, dass das nicht Daniel sein kann - aber niemand will ihm glauben ...

Aus der Amazon.de-Redaktion

Der erfolgreiche Hollywood-Anwalt Harry Addison findet eine Nachricht auf seinem Anrufbeantworter, die seine geordnete Welt gehörig durcheinanderbringt. Sein Bruder Daniel Addison, ein Priester im Vatikan, bittet ihn um Hilfe. Acht Jahre hat Harry seinen Bruder nicht gesehen. Einen Tag später kommt Daniel bei einem Bombenattentat auf einen Bus ums Leben. Die Umstände des Unfalls sind mysteriös und, als Harry nach Rom fliegt, um seinen toten Bruder für das Begräbnis einzufordern, wird er von weiteren Vorkommnissen erschüttert. Sein Bruder soll der Hauptverdächtige bei der Ermordung eines hochgestellten Kardinals gewesen sein und Harry selbst hält die Polizei für Daniels Komplizen. Er wird verhaftet. Als er aus dem Polizeigewahrsam fliehen kann, beginnt eine gnadenlose Hetzjagd auf ihn und seinen Bruder, der nun doch noch am Leben ist. Harry und Daniel befinden sich mitten im Zentrum einer blutigen Verschwörung eines skrupellosen Kardinals, Daniel weiß etwas von den wahren Zusammenhängen, was er besser nicht hätte wissen sollen. Allan Folsom hat diese mit bleihaltigen Effekten überladene Kriminalstory mit jeder Menge an Handlung versehen. Es vergeht kaum eine Seite ohne Bewegung, Verfolgung, Hetzjagd oder Erschießung. Des Teufels Kardinal ist ein Roman der überhasteten schnell geschnittenen Ereignisse, halbseitigen Ortswechsel, fetzig werden Tatsachenbeschreibungen abgehakt, leidlich spannend beschrieben, dazu kriminalistische Zutaten, die man alle schon einmal irgendwo gelesen hat. Die Figuren wirken wie Pappmache, Reißbrettstatisten, deren einzige Funktion darin besteht, die Story voranzutreiben. Kein Wunder, denn der ehemalige Drehbuchautor Folsom, der sich nach 1995 und seinem ersten Bestseller nur noch dem Schreiben widmet, bleibt seinem Metier verhaftet und schreibt ein Buch, als gäbe es nur fertige Bilder, als hätte er beim Schreiben bereits im Kopf gehabt, das Buch nach der Veröffentlichung sofort als Filmskript an Hollywoods Filmindustrie zu verhökern. Seine Buchszenen folgen dabei einem sehr stereotypen Muster: Ort und Personen werden meist an einigen Kennzeichen identifiziert, der Ort mit etwas Szenerie beschrieben, schließlich geht der Autor über zur Person, die sich in der Szenerie bewegt. Ein solches Schema hat bereits John Grisham, beispielweise in Die Kammer über 300 Seiten zur perfiden Langatmigkeit und erstickendem Detailreichtum perfektioniert. Außerdem: Wer soll denn diesen kriminalistischen Aufwasch glauben? Ein hochgestellter Kardinal verbündet sich mit einem sadistischen Terroristen und einem korrupten chinesischen Politiker, um chinesisches Trinkwasser zu vergiften, nimmt den Tod von 100.000 chinesischen Bürgern in Kauf, um danach durch die Niederschlagung Chinas ein neues Heiliges Römisches Reich zu errichten. Das ist starker Tobak! Und eine Verschwörungstheorie dazu! Motivationen und Hintergründe dieser Verschwörung allerdings werden gleich ganz ausgespart, von den schleichenden Geheimnissen eines übermächtigen Einflusses, der gerade eine Verschwörung ausmacht, deren wirklichen Zusammenhänge man nie ganz erkennen kann, ist nichts zu lesen. Fazit: Des Teufels Kardinal ist ein schnell konsumierbarer Kolportage-Happen, literarisches Fastfood ohne geistige Nebenwirkungen. --Christoph Steven

Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension von Buchstabensalat fanden 8 von 8 Kunden hilfreich:
4 von 5 Sternen Globale Macht

Nach 8 Jahren hört Harry die Stimme seines Bruders auf seinem Anrufbeantworter. Einen Tag später kommt dieser bei einem Bombenanschlag ums leben. Harry reist nach Italien. Er erfährt, dass sein Bruder verdächtigt wird einen Kardinal erschossen zu haben. Die kann er nicht glauben, außerdem kann er den Toten nicht als seinen Bruder identifizieren, doch Niemand will ihm glauben. Harry begibt sich auf Spurensuche und damit ist er nicht allein...

Ein Vatikan-Thriller, der schon vor Assassini, Illuminati und Co heraus kam. Der Vatikan, ein Mini-Staat mit globaler Macht, der es sich nicht leisten kann sein Ansehen zu verlieren. Also wird mit allen Mitteln vertuscht, verheimlicht und intrigiert. Selbst vor Mord wird nicht zurück geschreckt.

Sehr spannende, leicht zu lesende Actionliteratur.

Ideal für die Strandliege im Urlaub.

Diese Rezension von . fanden 9 von 10 Kunden hilfreich:
3 von 5 Sternen Hat mich nicht vom Hocker gerissen

"Des Teufels Kardinal" handelt von dem Anwalt Harry Addison, der einen Hilferuf von seinem Bruder, einem Priester, aus dem Vatikan erhält. Bevor er sich mit ihm in Verbindung setzen kann, erhält er die Nachricht über dessen Tod. Als er in Rom ankommt, um die Leiche seines Bruders zu überführen, wird er in die dunklen Machenschaften eines größenwahnsinnigen Kardinals verstrickt und steht plötzlich selbst als Mordverdächtiger an einem Polizisten da.

Die ganze Story ist grundsätzlich spannend, vor allem die Verfolgungsjagd der Polizei, um Harry und dessen Bruder, der doch nicht tot ist, zu stellen. Auch die Szenen mit dem vom teuflischen Kardinal angeheuerten Killer sind spannend beschrieben. Trotzdem wollte der Funke der Begeisterung nicht so recht auf mich überspringen.

Das lag einerseits daran, daß die Geschichte über weite Strecken zu konstruiert und manche Szenen doch sehr weit hergeholt auf mich wirkte. Folsom hat häufig stark übertrieben und damit der Story jede Chance auf ein bißchen Realismus genommen.

Dazu kommt noch das Problem, daß so manche Formulierung einfach daneben war. Wenn er z.B. schreibt: "Ihre Augen blitzten humorvoll, aber aus ihrem Blick sprach zugleich tiefe Besorgnis.", dann ist wirklich die Spitze der Klischeehaftigkeit erreicht. Solche Beschreibungen sollte kein ernsthafter Autor nötig haben.

Unterm Strich bleibt, daß das Buch für Zwischendurch zum Entspannen oder für den Strand passabel ist, als wirklich mitreißende Spannungsliteratur aber nicht taugt.

Diese Rezension fanden 3 von 3 Kunden hilfreich:
2 von 5 Sternen Es gibt Besseres ...

Wer ein Buch für die S-Bahn o.ä. braucht ist mit diesem Buch recht gut bedient.

Es lässt sich schnell lesen und ist nicht tiefgründig. Die Story ist zu Beginn des Buches noch relativ gut, gegen Ende wird sie jedoch immer konfuser und unglaubwürdiger und endet schließlich in einem Action-Roman.

Diese Rezension von paperbagwriter fanden 14 von 18 Kunden hilfreich:
1 von 5 Sternen Eine Kardinalsintrige auf unterstem Niveau

Dieses Buch konnte mich ganz und gar nicht überzeugen. Vom Titel und auch vom Cover her hätte man sich einen guten Kirchenkrimi erwarten können - allerdings wird man ganz gewaltig enttäuscht. Die Story ist hahnebüchend, die Charaktere oberflächlich und platt. Ein ehemaliger US-Marine, der mittlerweile Gottesdiener im Vatikan ist, entwickelt im Rollstuhl sitzend mit seinem aristokratischen und vom Leben verwöhnten Bruder einen Schlachtplan, um den gesamten Vatikan auf den Kopf zu stellen. Hierbei lässt er nicht nur die Vatikanpolizei, sondern auch einen weltweit gesuchten Top-Terroristen, der von einem aus der Spur gelaufenen Kardinal angeheuert wurde, alt aussehen. Dass sich der junge Priester zuvor von einer Kampfmaschine bei den US-Marines zum gottesfürchtigen Adjutanten eines Kardinales in Schlüsselposition beim Vatikan gewandelt und hierbei noch rein zufällig durch die Abnahme der Beichte bei seinem "Chef" von einer die Welt verändernden Intrige eines konkurrierenden Kardinals erfährt, ist genauso haarsträubend wie die Tatsache, dass sich dieser größenwahnsinnige Kardinal zur Durchsetzung seines dubiosen Planes eines weltweit gesuchten Massenmörders und Top-Terroristen bedient, der natürlich nicht clever genug ist, dem Schlachtruf des ehem. US-Marine-Soldaten zu entkommen. Aber noch nicht genug des Schlechten, verliebt sich auch noch eine junge Ordensfrau, die den verwundeten Marine zuvor gepflegt hat und tatkräftig bei der Kommandoaktion mitwirkte, in dessen reichen Bruder und erkennt, dass das Kloster nicht der richtig Ort für sie ist........meine Güte, seichter geht es nicht mehr, oder? Doch, natürlich - es geht noch dicker! Ein in Italien steckbrieflich gesuchter an Krücken gefesselter Amerikaner, der seit Jahren in der Kanalisation von Rom lebt und sich dort natürlich zu Unrecht vor der italienischen Polizei verstecken muss, wird zum wahren Helden der Story, indem er maßgeblich an der Befreiung des guten Kardinals, der von dem bösen Kardinal im Vatikan gefangen gehalten wird, mitwirkt und hierbei auch noch so schwer verletzt wird, dass alle guten Darsteller dieses schlechten Märchens am Schluss im Krankenhaus auf dessen Genesung hoffen. Natürlich - wer hätte dies gedacht - kann der am Stock gehende Mann - sinnigerweise Herkules genannt - gerettet und natürlich dessen Unschuld bewiesen werden und alles wird gut!!!! Ach, wie schön.

Diese Rezension von Michael Balthasar fanden 2 von 2 Kunden hilfreich:
3 von 5 Sternen Nicht weltbewegend,aber auch nicht grottenschlecht

Vielleicht ist es nach "Illuminati","Assassini" und "Sakrileg" einfach eine gewisse Übersättigung an Geschichten um die Kirche etc.,aber wirklich um den Schlaf gebracht hat mich der Plot gerade nicht.Er ist aber auch nicht so mies,wie es in einer Rezension zu "Übermorgen" zu lesen ist.

Zu schnell wird aufgedeckt,wer da "Des Teufels Kardinal" ist,wie Alles zusammenhängt etc.

Man wird zwar von Vorneherein ahnen,dass Pater Daniel Addison unschuldig ist,doch wirklich Spannung kommt eigentlich erst gegen Ende des Buches mit der Befreiungsaktion auf,vorher ahnt man bereits,wer der Patient ist,Der so gut behütet wird.

Die Auflösung ist auch nicht gerade rundum gelungen und auch der Schluß vermag nicht mehr groß zu überraschen.

Immerhin,das Buch ist relativ gut zu lesen und Folsom wollte wahrscheinlich nicht den Eindruck erwecken,nur die Idee von "Assassini" anders aufbereitet zu haben.

Ein großer Wurf oder spannender Thriller ist ihm allerdings weniger gelungen.

Schade.


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