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Es mag schwer zu glauben sein, aber beim Betrachten der sechsbändigen Neuausgabe von Katsuhiro Otomos Akira muss ich vor allem an zwei Dinge denken: Pokémon und Knieschmerzen. Als dieser Comic vor ca. zehn Jahren das erste Mal in Deutschland veröffentlicht wurde, wussten die wenigsten mit den Begriffen Anime und Manga etwas anzufangen. Aber es musste wohl etwas ziemlich Exklusives sein, denn die Anschaffung aller 20 Akira-Bände in der Urausgabe des Carlsen Verlages bedeutete finanziell gesehen eine nicht unerhebliche Anstrengung. Damals entschied ich mich, mit dem Kauf zu warten, bis ich etwas älter wäre, einen richtigen Job hätte, usw... Inzwischen habe ich einen Job, bin älter und habe kaputte Knie. Und die farbige Akira-Ausgabe gibt es schon lange nicht mehr. Dafür jede Menge Pokémons und andere quietschfidele Gestalten aus Japan. Und vielleicht musste Akira gerade deshalb noch einmal veröffentlicht werden, in schwarz-weiß und einem völlig unhandlichen Format. Um zu zeigen, dass es sich hier immer noch um etwas ganz anderes handelt, auch wenn inzwischen jeder weiß, was Mangas sind. Im Grunde ist mir nach all den Jahren immer noch nicht klar, worum es bei Akira eigentlich geht. Im Prinzip ist die Story eher schwach und voll innerer Widersprüche. Aber letztendlich ist es wohl Otomos Art zu erzählen, die diesen Comic so einzigartig macht. Wie auch in seinem anderen Meisterwerk Das Selbstmordparadies gelingt es ihm, inmitten zusammenbrechender Welten die Verzweiflung einzelner Figuren über ihren individuellen Verlust spürbar zu machen. Die Erinnerung an das, was die Figuren in Akira schon vor langer Zeit verloren haben, bleibt auch ohne explizite Beschreibung immer präsent. --Boygar Alpaslan
Actionreicher BandDas Militär weiß über Akira Bescheid: er ist für die Katastrophe vor 30 Jahren verantwortlich. Sie versuchen mit allen Mitteln, ihn zu vernichten, aber andere Gruppierungen sind ebenfalls an Akira interessiert und helfen ihm bei der Flucht. Solange seine Kräfte nicht erwacht sind, besteht noch eine Chance, dass sich alles zum Guten wendet, aber die Zeit läuft davon...Sehr action-reiche Fortsetzung der Geschichte um Akira, die viele neue Fragen aufwirft. Wie wird es weitergehen?
Der bisher beste Band der neuen SerieWenn Akira auf über 30 Seiten Tokio in einen riesigen Bombenkrater verwandelt, kommt man mit dem Staunen nicht mehr nach. Otomo versteht es bestens, mit actiongeladenen Bildern die Spannung auf den Höhepunkt zu treiben. Bin mal gespannt, wie es weiter geht...
Der Beginn der Mangaära für den WestenMan kann zu Recht behaupten ohne Akira hätte es der japanische Mangamarkt nie nach Europa geschafft. Mit dieser wunderbaren Parabel über die Ethik wissenschaftlicher Forschung und militärischer Oppression in unserer modernen Gesellschaft wurde quasi Comicsgeschichte geschrieben. Es war der amerikanische Comicsverlag Marvel, nicht unbekannt mit Publikationen wie X-men, Spiderman, Fantastische Vier, usw.. der als erste das Potential erkannte und Akira im Westen veröffentlichte. Das Resultat kann trotz seines mittlerweile in die Jahre gekommenen Erscheinungsdatums noch immer begeistern, ja es ist geradezu eine zeitlose Geschichte geworden über wisssenschaftliche Hybris und jugendliche Rebellion und Aufbruchstimmung.