Sjöwall, Maj; Wahlöö, Per

Der Mann, der sich in Luft auflöste

Der Mann, der sich in Luft auflöste
  • Verlag: Rowohlt Tb.
  • Erscheinungsdatum: 1969
  • Format: Taschenbuch
  • Umfang: 207
  • ISBN: 3499229528
  • EAN: 9783499229527
  • Amazon.de Verkaufsrang: 261.527
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Beschreibung von buecher.de

Der Reporter Alf Matsson ist nach Budapest geflogen und verschwunden. Am Tag seiner Ankunft hat er Gepäck und Pass im Hotel zurückgelassen und ist seitdem nicht mehr aufgetaucht. Die ungarische Polizei kümmert sich um den Fall und stellt Ermittlungen an: Keine unbekannte Leiche ist gefunden worden, und in keinem Krankenhaus liegt ein bewusstloser Ausländer. Mehr kann die Polizei nicht tun. Da reist Martin Beck nach Budapest, um den Journalisten zu suchen. Prompt wird er nachts von Unbekannten zusammengeschlagen ...

Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension von weiser111 fanden 28 von 28 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Stockholm -- Budapest oder: Ein Krimi der besonderen Art

Kaum hat sein Urlaub begonnen, da wird Martin Beck nach Stockholm zurückgerufen, in delikater Mission, wie man im Außenministerium sagt: Der schwedische Journalist Alf Matsson, der sich auf Reportagen aus den Warschauer-Pakt-Staaten spezialisiert hat, scheint spurlos in Ungarn verschwunden. Da man das Jahr 1966 schreibt, ist das eine knifflige Sache. Matssons Zeitung wartet nur darauf, den Skandal zu veröffentlichen, und das will die schwedische Regierung natürlich vermeiden. Matsson muss also schleunigst wiedergefunden werden. Und außerdem sind ja noch die Erinnerungen an das Verschwinden des schwedischen Diplomaten Raoul Wallenberg 1945 in Budapest wach.

Martin Beck wird also zur absoluten Geheimhaltung verdonnert und nach Budapest geschickt, um die Stecknadel im Heuhaufen zu finden. Nach einigen ereignisreichen Tagen und Nächten fördern Beck und sein Budapester Kollege Szluka (so genau nimmt Beck das mit der Geheimhaltung nicht) allerhand zutage, das sie sich nicht hätten träumen lassen; auch die ungarische Polizei ist nun sehr daran interessiert, Matsson zu fassen. Aber keine Spur von ihm in Budapest -- kein Wunder! Man hat nämlich am falschen Ort gesucht...

"Der Mann, der sich in Luft auflöste" ist der zweite Band der insgesamt zehnbändigen Krimiserie um Martin Beck, und meiner Meinung nach einer der besten. Im Gegensatz zu den späteren Bänden steht hier zwar noch eine weitgehend konventionelle Krimihandlung im Vordergrund; die gesellschaftskritischen Momente sind relativ selten und gut versteckt. Man liest eine intelligente, genau durchdachte Geschichte in stimmiger Atmosphäre und mit überraschendem, aber völlig plausiblem Schluss. Und doch ist "Der Mann, der sich in Luft auflöste" mehr als ein konventioneller Krimi. Man erkennt bereits eines der charakteristischen Elemente, die den Reiz der Martin-Beck-Serie ausmachen: Die Hauptpersonen sind keine unfehlbaren Masterminds, und -- 1966 ein absolutes Novum -- sie haben ein Privatleben! Ihre Vorlieben und Abneigungen gehen weit über die Marotten der bis dato bekannten Detektive hinaus, und vor allem: Die Handlung wird von ihnen mitgeprägt. Das und die stilsichere Einbettung des genius loci in die Krimihandlung sind meisterlich gelungen (Spätere Krimi-AdeptInnen wie z.B. Donna Leon möchten sich bitte eine Scheibe davon abschneiden!).

"Der Mann, der sich in Luft auflöste" war vor vielen Jahren der erste Sjöwall/Wahlöö-Krimi, den ich zu lesen bekam. Kein Wunder, dass er nicht der einzige blieb...

Diese Rezension von Klabaaz fanden 28 von 28 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen absolut lesenswert

Die Begründer des schwedischen Sozialkrimis zeigen sich in ihrem zweiten Roman der berühmten Beck-Reihe von der besten Seite. Die Geschichte um einen verschwundenen Reporter, die Suche nach ihm in Ungarn, die Entwicklungen, die schließlich zu der Ergreifung des Mörders in Schweden führen -- alles greift lückenlos ineinander. Die recht dichte Handlung wirkt dabei nicht überfrachtet, im Gegenteil wird im ganzen Roman eine Spannung aufrecht erhalten, die schließlich in einem nachvollziehbaren Schluss endet. Das Buch - wie übrigens die gesamte Beck-Reihe - ist absolut lesenswert.

Diese Rezension von Haardtattack fanden 14 von 14 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Ein Schwede in Budapest

„Der Mann, der sich in Luft auflöste" ist nach "Die Tote im Götakanal" das zweite Buch der Martin Beck-Reihe von Maj Sjöwall und Per Wahlöö.Kommissar Beck begibt sich in diesem Roman auf die Suche nach einem verschwundenen Landsmann, dessen letzte Spuren sich in Budapest verlieren. Bei den Recherchen Becks in Budapest kommt dieser zu dem Schluss, dass die Lösung des Rätsels des verschwundenen Schweden nicht in Ungarn, sondern in Schweden zu suchen ist.Dieses zweite Buch der Beck-Reihe liest sich wesentlich spannender als das erste Buch und besticht in zwei Punkten: einerseits in der sehr stimmigen Beschreibung Budapests und zum anderen in der geheimnisvollen und spannenden Konstruktion des zu lösenden Falles.

Diese Rezension von Ewald Judt fanden 8 von 8 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Der zweite Roman der Krimiserie mit Kommissar Martin Beck

Nach "Die Tote im Götakanal" (rororo 22951 - "Roseanna", 1965) ist "Der Mann, der sich in Luft auflöste" (rororo 22952 - schwedische Originalausgabe 1966) der zweite Roman aus der Krimi-Serie mit dem schwedischen Kommissar Martin Beck von Maj Sjöwall und Per Wahlöö, der - wie auch die anderen Martin Beck-Romane - als Neuauflage vorliegt. Kommissar Beck wird vom schwedischen Außenministerium beauftragt, einen verschwundenen Reporter zu finden. Dieser - Alf Matsson - ist nach Budapest geflogen und unter Zurücklassung seines Gepäcks und seines Reisepasses verschwunden: die ungarische Polizei hat keine unbekannte männliche Leiche gefunden und in keinem Krankenhaus liegt ein bewußtloser Ausländer - mehr ist sie nicht bereit zu tun. In den wenigen Hinweisen, die ihm zur Verfügung stehen, beginnt Beck - ohne Erfolg - zu recherchieren. Doch dann wird er nächstens überfallen. Er überlebt dank der Budapester Polizei und die Täter können gefaßt werden. Es kommt heraus, warum Alf Matsson neben seiner Reportertätigkeit des öfteren nach Budapest und andere osteuropäische Städte gekommen ist. Doch Alf Matsson bleibt verschwunden. Und Beck kommt zum Schluß, daß die Lösung in Schweden zu suchen ist. Dort kommt es dann zum Abschluß des Falles. Man versteht, warum die Beck-Reihe neu aufgelegt wurde.

Diese Rezension fanden 16 von 18 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Spitze, spannend bis zum Ende!

Martin Beck hat gemeinsam mit einigen Kollegen wieder einen Fall geklärt, so scheint es jedenfalls. Nun kann er in seinen wohlverdienten Jahresurlaub gehen: 4 Wochen auf einer kleinen Insel mit seiner Frau und den Kindern. Er ist allerdings noch nicht ganz dort angekommen, da wird er auch schon wegen einer sonderbaren Sache zurückbeordert.Alf Matsson, Journalist einer schwedischen Wochenzeitung ist in Ungarn verschwunden, wie vom Erdboden verschluckt. Eigentlich sollte er dort einen Bericht verfassen und sich wieder bei seiner Zeitung melden, nun ist aber seit etwa 14 Tagen kein Lebenszeichen mehr von ihm vernommen worden. Die Zeitung wittert einen Skandal, den sie ausschlachten wollen und das Innenministerium möchte dies unter allen Umständen verhindern, um die gerade etwas günstigeren Beziehungen in den Osten nicht zu gefährden. Was kann also anderes helfen, als das Martin Beck sich praktisch inkognito auf den Weg macht, um den verschwundene zu suchen?Maj Sjöwall und Per Wahlöö, das schwedische Schriftstellerehepaar, hatten mit diesem Krimi aus der Reihe "Roman über ein Verbrechen" wieder mal einen ganz großen Hit gelandet. Ihre Figur des Kommissar Beck ist anders als "normale" Kriminal-Kommissare. Beck ist kein Draufgänger, er ist aber auch keine Lusche, er versucht die Fälle mit seinen eigenen Methoden zu lösen, welche manchmal vielleicht ein bißchen unkonventionell erscheinen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)

Der Mann, der sich in Luft auflöste

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