Zille, Heinrich

Hurengespräche

Hurengespräche
  • Verlag: Schirmer/Mosel
  • Erscheinungsdatum: 2009-01-12
  • Format: Gebundene Ausgabe
  • Umfang: 96
  • ISBN: 3888140811
  • EAN: 9783888140815
  • Amazon.de Verkaufsrang: 12.941
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Beschreibung von buecher.de

Heinrich Zille (1858-1929), der als Zeichner und Photograph mit seinen liebevoll-ironischen Schilderungen des sogenannten Berliner Milljöhs ungeheuer populär wurde, veröffentlichte unter dem Pseudonym W. Pfeifer und datiert auf das Jahr 1913 einen Privatdruck eigener Aufzeichnungen und Illustrationen mit dem Titel Hurengespräche. Unmittelbar bei Erscheinen wurden sie von den kaiserlichen Sittenrichtern in die Illegalität verbannt. Heute überraschen und erfrischen die Bilder und Texte dieses preußischen Boccaccio noch immer mit der unsentimentalen Selbstbewußtheit ihrer unverhohlenen Erotik und der drastischen Schilderung des Berliner Dirnenmilieus, das Zille zum Teil dem Volksmund ablauschte. Wir freuen uns, dieses Urgestein erotischer Hauptstadtliteratur, zu dem der Berliner Kunsthistoriker und Zille-Spezialist Winfried Ranke ein Vorwort verfaßte, jetzt in der vierten Auflage anbieten zu können.

Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension von Carl-heinrich Bock fanden 14 von 16 Kunden hilfreich:
4 von 5 Sternen Sozialdokumentarische Literatur

Die Hurengespräche ( Hetärengespräche ) erschienen,"gehört, geschrieben und gezeichnet von W. Pfeifer", erstmalig 1913 in Berlin. Unter Kennern war es zu dieser Zeit kein Geheimnis, wer sich tatsächlich hinter dem Pseudonym " W. Pfeiffer " verborgen hielt. In einem Exemplar der Erstausgabe befindet sich eine handschriftliche Widmung von Heinrich Zille, aus der hervorgeht, dass er mit dem gewählten Namen offen kokettierte. Zille findet erotisches Vergnügen an gerundeten weiblichen Formen und stellt dies in unverhüllten Illustrationen dar. Die Erzählungen und Zeichnungen zeigen darüber hinaus Zilles Vertrautheit mit dem " Milljöh " und der Berliner Dirnenwelt, die hinsichtlich Darstellung und Nennung von Personen und Verhältnissen untereinander, Zeugnis ablegt von Zilles intimer Kenntnis.Die pornographische Direktheit macht dieses Buch zu einem Werk sozialdokumentarischer Literatur.Unmittelbar bei Erscheinen wurde das Werk von den kaiserlichen Sittenrichtern verbannt. Heute sollte man einen Platz oben im Bücherregal suchen. Man muss Zille mögen.

Diese Rezension von J. Richter fanden 1 von 2 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Schön frech für Junge und "Alte"

Nachdem ich mich selbst köstlich, aber auch nachdenklich (wegen der deutlichen von Zille bekannten Gesellschaftskritik) amüsiert hatte, habe ich es nochmals bestellt und an meinen Onkel senden lassen. Der 87-jährige fand es schön frech und vergnüglich, eventuell auch mehr.


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