Izzo, Jean-Claude

Solea

Solea
  • Verlag: Unionsverlag
  • Erscheinungsdatum: 2001-05
  • Bindung: Taschenbuch
  • Seitenzahl: 223
  • ISBN: 3293202039
  • EAN: 9783293202030
  • Amazon.de Verkaufsrang: 253.780
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Beschreibung von buecher.de

Dritter Band der Marseille-Trilogie, dritter Fall für den Inspektor Fabio Montale. Dieses ist ein Roman und jede Übereinstimmung mit wahren Begebenheiten oder Personen ist rein zufällig und unbeabsichtigt. Oder doch nicht? Beim Lesen der Zeitung, stellt der Autor fest, übersteigt die Realität jede Fiktion. Besonders in Marseille. So daß die Realität die beste Inspirationsquelle für einen Krimiautor ist.

Aus der Amazon.de-Redaktion

Der im letzten Jahr verstorbene große französische Autor Jean-Claude Izzo ist in diesem Jahr mit dem Deutschen Krimi Preis International ausgezeichnet worden. Mit Solea liegt endlich seine erstklassige Marseille-Trilogie mit dem Helden Fabio Montale komplett in deutscher Sprache vor. Montale, der im ersten Band Total Cheops noch als Polizist in den nördlichen Vorstädten Marseilles tätig war, in Chourmo bereits den Dienst quittiert hatte und als Privatier lebte, steht in Solea im Fadenkreuz der Mafia. Montales Exfreundin Babette, die der Mafia durch ihren hervorragenden investigativen Journalismus hart zusetzt, wird von den Killern des organisierten Verbrechens verfolgt und hat sich in ein Bergdorf der Cevennen zurückgezogen. Die Mafia ist gewillt, Montale für ihre Zwecke einzuspannen und will ihn zwingen, Babette aufzuspüren. Um ihn gefügig zu machen, werden Menschen brutal ermordet, die ihm sehr nahe stehen. Auf diese Weise verliert er Sonia, in die er sich verliebt hat und auch seinen alten Freund Mavros. Montale schäumt vor ohnmächtiger Wut und schwört sich, den Killer zur Strecke zu bringen. Kommissarin Helene Pessayre, die eine ungewöhnliche Wirkung auf den Ex-Polizisten ausübt, erwartet seine Hilfe bei der Suche nach den Mördern. Doch Montale möchte seine Freunde nicht weiter in Gefahr bringen und fasst einen folgenschweren Entschluss. Jean-Claude Izzo gebührt allein durch seine Marseille-Trilogie ein Platz im Olymp der Kriminalliteratur, nein, der Literatur überhaupt. Politisch engagierte Spannung, große Atmosphäre, tiefe Melancholie ohne falsches Pathos und eine beeindruckende Hauptfigur -- diese Ingredienzen machen seine Literatur unvergesslich und zu einem ganz großen Erlebnis. --Ulrich Deurer

Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension von paperbagwriter fanden 8 von 9 Kunden hilfreich:
3 von 5 Sternen Das schwache Ende einer starken Trilogie

Schade - ich hätte mir als Abschluss der Marseille-Trilogie ein stärkeres Buch gewünscht. Im direkten Vergleich mit den beiden ersten Büchern "Total Cheops" und "Chourmo" schneidet "Solea" deutlich schlechter ab. Der Protagonist Fabio Montale - ein Ex-Flic der Millionenstadt Marseille - lebt mittlerweile in den Tag hinein und man gewinnt den Eindruck, dass er kurz vor dem Siechtum steht. Er hängt neben den Alkoholexzessen seinen Tagträumen und alten Zeiten nach. Die melancholischen Charakterzüge, die in den beiden ersten Bänden den Fabio Montale eigentlich erst symphatisch machten, fangen nun an, den Leser zu nerven, da sie den Boden der Realität verlassen haben. Dieser degenerierte Protagonist stolpert nun aus Versehen in die Machenschaften der Mafia. Einer Mafia jedoch, die sehr wenig mit der Wirklichkeit zu tun hat, sondern vielmehr in die Klischees von Mario Puzzo passen würde. Selbstverständlich pflastern Leichen Fabio Montales Weg. Obendrein gibt es dann noch eine ermittelnde Kommissarin, die dem weltfernen und melancholisch über das Meer hinweg nach Nordafrika blickenden Montale in nichts nachsteht und sich auch noch in diesen Antihelden zu verlieben scheint. Dies alles ist vielleicht etwas zu platt aufgetragen. Der Bogen in der Beschreibung des ausgeprägten Charakters von Fabio Montale ist deutlich überspannt. Die übrigen Charaktere sind zu oberflächlich dargestellt - ebenso die Story, die keinen Bezug mehr zu Realität hat, sondern bestenfalls eine Comic-Mafia beschreibt.

Jean-Claude Izzo wäre sicher besser beraten gewesen, seine Reihe über Fabio Montale bereits nach "Chourmo" zu beenden.

Dennoch ist "Solea" im Vergleich mit anderen Charakterkrimis noch im oberen Drittel zu finden - deshalb immer noch drei Sterne.

Diese Rezension von Juergen Proks (j.proks@web.de) fanden 7 von 9 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Der würdige Abschluß einer großartigen Trilogie

Im letzten Band der Marseille-Trilogie wird der sympathische Ex-Flic Fabio Montale zum tragischen Helden. Unversehens in die Mafia-Ermittlungen einer befreundeten Journalistin verwickelt, muß er um sein Leben und das seiner Freunde kämpfen. Von der Spannung und den Ereignissen her ist "Solea" der härteste "Marseille"-Band; Jean-Claude Izzo lenkt das Schicksal von Montale kompromisslos auf einen traurigen, aber konsequent entwickelten Höhepunkt.Die "Marseille"-Trilogie beeindruckt durch die gelungene Mischung aus Spannung, atmosphärisch dichter Beschreibung des Handlungsortes und Reflektion der politisch-gesellschaftlichen Hintergründe.

Diese Rezension von Juergen Proks (j.proks@web.de) fanden 6 von 14 Kunden hilfreich:
2 von 5 Sternen Schwache Handlung an der schönen Cote d'Azur

Die Hauptfigur, verwahrlost, seelisch bankrott, mit ausgeprägten Hang zum Nichtstun, stellt sich alleine gegen die mächtige Mafia. Seine zum Verrücktwerden naive Entscheidungslosigkeit (oder Dummheit?) läßt den Leser bereits auf den ersten Seiten erhahnen, daß hier wohl keine einigermaßen realistische Handlung aufkommen wird. Ein Träumer, der immer und überall zigaretterauchend, ein Gläschen Rotwein hier - ein Gläschen Pastis da, konsumiert, bis mittags im Bett liegt und zwischendurch mit seinem wenig hervortretenden Verstand tatsächlich der Mafia beikommen will. Viele Leichen pflastern seinen Weg, was der Handlung offensichtlich die nötige Härte und Spannung beifügen sollte, da manchmal der rote Faden ausser Sichtweite geriet. Ansonsten ist das Buch mit seinen Beschreibungen des süßen Lebens an der "Cote" und den ständigen musikalischen Ausflügen wirklich nur etwas für echte Fans.

Diese Rezension von Ruth Schaer-mayer fanden 3 von 7 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Hingerissen

Dieses Buch hat mich hingerissen: Subtilität, gepaart mit literarischem Anspruch, angereichert mit Spannung und Erotik. Auch wenn am Ende nicht viel mehr bleibt als Depression und Ohnmachtsgefühl - ein äusserst vielschichtiger und wirklich kein alltäglicher Krimi.

Diese Rezension von Ruth Schaer-mayer fanden 0 von 1 Kunden hilfreich:
4 von 5 Sternen kein Vergleich zu Total Khéops und Chourmo, trotzdem klasse

Soléa kann sicherlich weder mit Total Khéops, noch mit Chourmo mithalten. Für jemanden, der die beiden anderen Teile der Trilogie nicht gelesen hat, ist das Buch vielleicht eher mäßig. Jedoch stellt Soléa für Izzo-Fans oder Marseille-Liebhaber einen würdigen Abschluss dar.

Fabio Montale, der (zugegeben) teils verwahrloste Protagonist ist trotz seiner vielen Laster eine der symphatischsten Hauptpersonen, die ich "kennengelernt" habe. Sein Tod -übrigens sehr packend beschrieben- nimmt den Leser richtig mit.

Izzos bringt das Marseiller "Savoir-vivre" brillant rüber, was aus seiner Trilogie mehr als nur Kriminalromane macht.

Solea

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