Pfister, Marcus

Der Regenbogenfisch\The Rainbow Fish

Der Regenbogenfisch\The Rainbow Fish
  • Verlag: Nord Süd-Verlag
  • Erscheinungsdatum: 2001
  • Format: Gebundene Ausgabe
  • Umfang: 25
  • ISBN: 3314011733
  • EAN: 9783314011733
  • Amazon.de Verkaufsrang: 262.742
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Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension von mwahl@amazon.de fanden 34 von 43 Kunden hilfreich:
3 von 5 Sternen Gut gestaltet, aber mit Verstand vorzulesen!!

Dieses Buch ist gerade durch die Gestaltung der Seiten toll anzuschauen und fasziniert schon die ganz Kleinen, allerdings sollte der Inhalt der Geschichte wirklich mit Verstand vorgelesen werden, denn sonst könnten Kinder ihn wirklich falsch verstehen und versuchen sich Freundschaft zu erkaufen. Auch sollte man Kindern klar machen, daß man ruhig Etwas Besonderes sein kann, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Man muss nicht immer wie allen anderen sein um Freunde zu haben. Gerade Individualität macht die Menschen aus. Wenn man das beim Vorlesen erklärt und den Inhalt von Teilen und Freundschaft trotzdem "rüberbringt" ein tolles Bilderbuch.

Diese Rezension von Media-Mania.de fanden 33 von 43 Kunden hilfreich:
2 von 5 Sternen Erfolg nur dank der Aufmachung?

Es ist eine seltsame Moral, dass ein stolzer und schöner Fisch nicht gemocht wird. Wenn er aber der Erpressung der anderen Fische Folge leistet und seine Glitzerschuppen alle – bis auf eine einzige – abgibt, mögen sie ihn und spielen mit ihm. Erst wenn alle Fische gleich aussehen, der Regenbogenfisch nichts Besonderes mehr ist und nicht mehr der schönste Fisch im Ozean, ist er wohl gelitten.

Sein Charakter scheint kongruent mit der Anzahl seiner Glitzerschuppen zu sein. Viele Schuppen gleich stolz und abweisend, allein und ohne Freunde. Eine Schuppe - wie jeder andere Fisch auch - gleich nett und zuvorkommend, in Gemeinschaft und mit zahlreichen Freunden. Sehr seltsame Moral. Und dass der „weise Tintenfisch“ dieses von ihm verlangt, setzt dem die Krone auf – was soll dieses alberne Klischee, gepaart mit diesem Verlangen nach Anpassung?

Jetzt kann man einwenden, dass dies eine Interpretation eines Erwachsenen ist, die der Zielgruppe – Kinder ab vier Jahren – zuviel zumutet und falsche Maßstäbe anlegt. Dem sei geantwortet, dass diese Geschichte auch vom pädagogischen Standpunkt aus höchst ungünstige Lehren anbietet.

Sie suggeriert dem „hässlichen“ Kind, dass es Freunde findet, wenn es von ihnen verlangt, sich nicht allzu schön zu machen. Und von den „schönen“ Kindern verlangt die Geschichte, sich nicht aus der Masse heraus zu heben, sondern möglichst ähnlich zu sein und zu wirken wie alle anderen. Gleichmacherei ist die Botschaft.

Und wenn man es im übertragenen Sinn interpretieren würde, was aber ein Kind nicht kann, es versteht die Geschichte wortwörtlich, dann verlangt diese Geschichte, Eigensinn und Individualität abzulegen und sich den Wünschen der Mehrheit anzupassen.

Das kann also nicht der Grund für den Erfolg sein. Bleiben die Bilder und die Besonderheit dieses Buches, wie auch vieler anderer Bücher von Marcus Pfister: die Diffraktionsfolie.

Die Bilder sind ein wichtiger Grund für den Erfolg, aber kein hinreichender. Sie sind schön und liebenswert, aber sie zeigen immer nur den einen Fisch und seine nicht-glitzernden Verwandten – zuwenig für den enormen Erfolg.

Bleibt einzig und allein die Diffraktionsfolie. Sie ist einzigartig, oder war es 1996, und verführt Erwachsene, dieses Buch zu kaufen, und reizt Kinder allein aus optischen Gesichtspunkten zum Kauf.

Dieser Schlüsselreiz ist so stark, dass jeder dieses Buch in die Hand nimmt, wenn es zwischen den anderen Bilderbüchern liegt, und er führt öfter zum Kauf, als es der Inhalt oder die Bilder erreichen könnten. Den Erfolg kann man an der enormen Folgeproduktion von Büchern mit diesen Folieneffekten ablesen. Fazit: Es ist eindeutig, dieses Bilderbuch ist schlecht. Sein Erfolg liegt in dem brillanten Einfall, eine Folie in die Bildoberfläche einzulassen, die bei wechselndem Lichteinfall kleine Kreise aufleuchten lässt. Dieser Effekt, der die Folie in allen Regenbogenfarben schillern lässt, reicht aber nicht als Grund, dieses Buch zu kaufen. Es gibt wunderschöne Bilderbücher von Marcus Pfister, der vor allem als Zeichner großes Talent beweist und es in zahlreichen Publikationen nachweist. Kaufen Sie eins dieser Bücher - und zwar eines der Bücher, die ohne Diffraktionsfolie auskommen – es sind seine Besten!

Diese Rezension fanden 30 von 42 Kunden hilfreich:
1 von 5 Sternen Dieses Buch ist Sozialismus pur.

Seit Jahren ist er ein Renner unter den Kinderbüchern. Der Regenbogenfisch mit den schönen glänzenden Schuppen. Er wird als negativ stolz eingestuft, weil er seine Schuppen nicht hergeben will und wird bestraft für seinen 'Egoismus', indem er keine Freunde findet (Manipulation durch Liebesentzug). Freunde kriegt er erst, nachdem er alle seine Schuppen bis auf eine (als wäre das ein Trost!) hergegeben hat. Das ist u.a. ein irres Beispiel für Freundschaft.Dieses Buch ist Sozialismus pur. Den Kindern wird beigebracht, dass man nichts besitzen darf, anderenfalls ist man ein böser Mensch und bekommt keine Freunde. Es dokumentiert die sogenannte soziale Gerechtigkeit, die Umverteilung von oben nach unten. Alle Menschen sollen gleich (wenig) besitzen (eine einzige Schuppe). Es wird ihnen vorgemacht, dass sie nur dadurch glücklich werden können (durch fehlende Individualität und Besitzlosigkeit). Das ist die Verneinung des Lebens. So können Kinder schon in zartestem Alter politisch manipuliert werden.Wie kann ein Kind sich gegen Neidattacken anderer Menschen wehren, wenn ihm das Handeln des Regenbogenfisches als höchster Wert vorgespielt wird? Der neidische Mensch erhält durch eine solche Philosophie das moralische Recht, von anderen gnadenlos zu fordern, was er selbst nicht hat und sich nicht aus eigener Kraft erarbeiten möchte.Jeder sagt, das sei toll, was der Regenbogenfisch tut, aber keiner würde es selbst tun wollen! Selbstverständlich nicht! Und zwar, weil es gegen die menschliche Natur ist, weil man es gar nicht tun kann, ohne sich selbst zu verleugnen. Es geht gegen das Recht auf Eigentum (du sollst nicht stehlen!). Es würde bedeuten, dass ich nur säen darf, aber nicht ernten, dass die Ernte anderen gehört.Der Fisch hat die Schönheit nicht selbst erarbeitet? - Aber der Fisch ist nur ein Symbol und die Schuppen sind auch Symbole für das, was ihm selbstverständlich GEHÖRT, ob es nun bedeutet, dass die Natur es ihm geschenkt hat, oder er es sich selbst erarbeitet hat. Es ist SEINES, es macht ihn aus, es ist seine Individualität, wieso sollte er sie aufgeben sollen? Damit der Neid der anderen Menschen befriedigt wird?Man kann nicht von Kindern (im übrigen auch nicht von Erwachsenen!) verlangen, dass sie lernen, das Eigentum zu respektieren, indem man von ihnen fordert, es gefälligst an andere abzutreten, und ihnen durch solche Bücher noch dazu den moralischen Fußtritt verpasst, dass sie ein böser Mensch sind, wenn sie es nicht freiwillig tun. Das ist ein Hohn auf die Freiwilligkeit.: "Tue es gefälligst freiwillig, verstanden!" Was soll ein Kind mit solchen widersprüchlichen, gegen die menschliche Natur gerichteten Werten anfangen?Martina May

Diese Rezension von Leseratte66 fanden 21 von 30 Kunden hilfreich:
1 von 5 Sternen Ein Meer voller Neider

Was lernen wir aus diesem Buch?

Sei keine schillernde Persönlichkeit, dann mag dich auch jeder!Ich finde es wichtiger, Kindern beizubringen, dass Einzigartigkeit etwas Tolles ist und nicht "Gleichmacherei".

Warum gönnen die anderen dem Glitzerfisch nicht seine tollen Schuppen und spielen trotzdem mit ihm?

Nein sie wollen auch so tolle Schuppen haben und meiden ihn, bis er all seine Schuppen abgegeben hat.

Ein Meer voller Neider.

Irgendwie erinnert mich das Buch an den Grundgedanken des Kommunismus...

Diese Rezension fanden 19 von 24 Kunden hilfreich:
3 von 5 Sternen Schön gemacht, trotzdem wenig überzeugend!

Schön gemacht ist es ja wirklich, das Buch vom kleinen Regenbogenfisch, aber das sollte nicht über die merkwürdige Geschichte und die leicht falsch zu verstehende Botschaft hinwegtäuschen! Der Regenbogenfisch ist auffallend schön, aber arrogant und abweisend - klar dass er keine Freunde hat! Erst als er seine Glitzerschuppen verteilt findet er Freunde, erkauft sie sich förmlich! Meine Tochter fragte nach der ersten Lektüre: "ist der Fisch denn jetzt auch nett geworden oder mögen die den nur wegen den Geschenken?" Eine berechtigte Frage zu einer erklärungsbedürftigen Geschichte!




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