Seghers, Anna

Das siebte Kreuz\Die Toten bleiben jung, 2 Audio-CDs

Das siebte Kreuz\Die Toten bleiben jung, 2 Audio-CDs
  • Verlag: BMG Wort
  • Erscheinungsdatum: 2001-02-01
  • Bindung: Audio CD
  • ISBN: 3898301451
  • EAN: 9783898301459
  • Amazon.de Verkaufsrang: 189.516
Bestellen Sie über obige Links! Sie fördern dadurch die Digitalisierung weiterer Bücher, da Zeno.org eine Provision von dem Sponsor erhält. Wann immer Sie etwas bestellen möchten - prüfen Sie vorher die Millionen von Angeboten, die im Zeno.org-Shop beschrieben sind. Bookmarken Sie die Einstiegsseite in den Zeno.org-Shop für spätere Gelegenheiten. Vielen Dank für Ihre Unterstützung.
Beschreibung von buecher.de

Das siebte Kreuz', hier in einer Hörspielfassung von Hedda Zinner, ist die Geschichte einer abenteuerlichen Flucht aus einem deutschen Konzentrationslager im Jahre 1937. Der Roman beleuchtet die Motive der Opfer, Fluchthelfer und Oppositionellen ebenso wie die der Mittäter und Karrieristen des NS-Regimes. 'Die Toten bleiben jung' wird in Auszügen als Mitschnitt einer Lesung von Anna Seghers geboten.

Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension fanden 13 von 15 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen sowohl literariisch als auch historisch überaus interessant

Der „Roman aus Hitlerdeutschland" von Anna Seghers zählt zu den wenigen Widerstandsromanen in deutscher Sprache, die auch im Ausland ein breites Publikum fanden. In den drei vorhergegangenen Romanen („Der Kopflohn" (1933), „Die Rettung" (1937), „Der Weg durch den Februar" (1935)) hatte sich Seghers mit den Ereignissen unmittelbar vor und nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten beschäftigt und die Möglichkeiten des aktiven inneren Widerstands dargestellt. In dem vorliegenden Roman, der im Herbst 1937 spielt, zeigen sich die veränderten historischen Gegebenheiten: das System hat sich stabilisiert, die Chance, durch den inneren Widerstand eine Wende herbeizuführen, hat sich als sehr gering herausgestellt. Sieben Häftlinge sind aus dem KZ Westhoven geflohen. Um die anderen Häftlinge abzuschrecken, werden sieben Kreuze auf dem „Tanzplatz" aufgestellt, an denen die wieder Eingefangenen gehängt werden sollen. Der Gestapo gelingt es schon bald, vier der Häftlinge wieder einzufangen, einer stirbt bei der Flucht und einer stellt sich selbst. Der siebte schafft die Flucht, das Kreuz bleibt „frei"... Der Roman ist sowohl aus literarischer als auch aus historischer Sicht überaus interessant. Vielfach ist er heute Schulstoff. Aber auch außerhalb der Schule sollte man zu diesem Buch greifen, sich zurückziehen und in aller Ruhe das Buch lesen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)

Diese Rezension von funkydiamond fanden 12 von 43 Kunden hilfreich:
1 von 5 Sternen Enttäuschend

"Das Siebte Kreuz" von Anna Seghers steht an der Kölner Universität auf der obligatorischen Leseliste. Man mag also denken, dass ich das Buch nicht freiwillig gelesen habe. Als ich mir die Zusammenfassung der einzelnen Bücher durchlas, fand ich, dass Seghers Roman äußerst spannend klang und habe mir dieses Buch deshalb als erstes vorgenommen. Leider war ich von Seghers Schreibstil und Darstellungsweise mehr als enttäuscht. Wie kann man solch ein spannendes uns ergreifendes Thema bitteschön so langatmig, trocken und dröge rüber bringen? Das ist fast schon ein Kunststück für sich. Geschichten über den Holocaust finde ich immer besonders ergreifend und erschütternd, deshalb kann ich nicht verstehen, wie man eine Flucht (was ja durchaus schon ein spannendes Thema ist) so langweilig vermitteln kann? Mir ist schleierhaft, warum das Buch so hochgelobt wurde. Es gibt haufenweise bessere und spannendere Bücher zu diesem Thema (allen voran sei Lutz van Dijks "Verdammt Starke Liebe" genannt, das einfach nur einzigartig ist). Lehrer und Universitäten sollten sich mal mit Literatur auseinandersetzen, die sich zwar mit denselben Themen beschafft, aber weitaus zeitgenössischer geschrieben ist. Heute bedarf es schon mehr, um einen Klassiker zu erschaffen. "Das Siebte Kreuz" zählt m.E. keineswegs dazu.

Diese Rezension von funkydiamond fanden 9 von 12 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Differenzierte Betrachtung über den Alltag im NS

Anna Seghers hat in "Das siebte Kreuz. Ein Roman aus Hitlerdeutschland." durchaus autobiographische Erfahrungen mit Verfolgung und Flucht im nationalsozialistischen Deutschland verarbeitet. Obwohl sie dies recht deutlich aus dem Blickwinkel der kommunistischen Verfolgten tat und auch wenn manchmal ein etwas glorifizierender Unterton dem kommunistischen Widerstand gegenüber anklingt, so ist dieses Buch meiner Meinung die vielleicht beste belletristische Darstellung über den Alltag im NS-Deutschland. Virtuos ist Seghers Umgang den verschiedenen Figuren, die in "Das Siebte Kreuz" alle durch ein und dasselbe Schicksal miteinander verwoben sind: Sie stehen alle im Kontakt mit den Flüchtlingen aus einem Konzentrationslager und bekommen es daher mit den nationalsozialistischen Ermittlungsbehörden zu tun. Deutlich wird vor allem eines: Die schmale Grenze zwischen Angst und Anpassung auf der einen Seite und Opposition und Hilfe für Verfolgte, deren Überschreitung nach der einen oder anderen Seite sich individuell nicht immer kontrollieren läßt. Die Lektüre dieses Buches räumt damit auf, den Nationalsozialismus mit den Kategorien von Gut und Böse, nationalsozialistisch und nicht nationalsozialistisch erklären zu wollen. Aufgedeckt werden die Verstrickungen des einzelnen im Alltag, die Durchdringung des Privatlebens durch die Diktatur, die Verkleinerung des privaten Raums für den Einzelnen. Deutlich werden aber auch die typischen Verhaltensweisen von, Menschenverachtung, Duckmäusertum, Karrieredenken ebenso, wie die Möglichkeit der inneren Emigration und das Wagnis der Opposition im Kleinen. All das wird auf unterster Ebene illustriert, abseits des Rampenlichts des offiziellen Nationalsozialismus. Es ist kein Roman über den Nationalsozialismus im großen, sondern über das nationalsozialistische Deutschland im kleinen - eben "Hitlerdeutschland", das Deutschland, das Hitler zur Macht verhalf. Seghers zeigt beispielhaft, was den Nationalsozialismus auf unterster Ebene zusammenhielt. Der siebte und letzte übriggeblieben Flüchtling flieht aus einem Land, das nicht erst seit der Machtergreifung in bedenklichem politischen, aber auch menschlich-moralischen Zustand ist. Damit trifft Anna Seghers, den Kern moderner historischer Interpretationen zum Nationalsozialismus. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)

Diese Rezension von A. Wolf fanden 9 von 9 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Leben unter dem Hakenkreuz

Im Jahr 1939 entstand Anna Seghers' Roman "Das siebte Kreuz", der zu einem der wenigen Bucherfolge exilierter Künstler im späteren Nachkriegsdeutschland werden sollte. Das allein stellt Seghers in eine Linie von Emigranten wie Brecht oder Thomas Mann, die ebenfalls, genau wie Carl Zuckmayer, die Kulturszene der Nachkriegsjahre prägten.

Die Handlung: Sieben Häftlingen gelingt die Flucht aus einem KZ, unterdessen werden auf dem Appellplatz des Lagers Kreuze aufgebracht, an denen alle Flüchtigen hängen sollen. Nach und nach erliegen alle der unnachgiebigen Verfolgung, so dass sie - zumindest symbolisch - am Kreuz hängen. Nur dem Protagonisten, Georg Heisler, gelingt die Flucht nach Holland. - Das siebte Kreuz bleibt leer. Es ist die Hoffnung, die solchermaßen zum Ausdruck kommt.

Seghers zeichnet in ihrem Roman ein ausgesprochen vielschichtiges Portrait der Lebenswirklichkeit im Dritten Reich. Ihre Charaktere sind keine weißen oder schwarzen Schablonen, sondern liefern ein äußert realiteres Bild der gesellschaftlichen Lebenswelt während des Dritten Reichs. Gerade in diesen ungemein vielschichtigen Charakterskizzen, die in eine ebenso ausdrucksstarke Naturkulisse gebettet sind, besteht die enorme Leistung der Autorin.

Fazit: Sprachlich kunstvoll und auf hohem Niveau füllt Seghers souverän die Seiten ihres Romans, der sich rühmen darf, einer der wichtigsten deutschen Romane über Nationalsozialismus zu sein. Aufgrund der menschlichen Vielschichtigkeit ist er ohne Zweifel ein zeitloses Meisterwerk.

Diese Rezension von alibaro fanden 8 von 9 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Eine Geschichte mit Atmosphäre

Anna Seghers Bestseller trifft ins Mark einer grauenhaften Zeit: Die Bevölkerung hat Angst vor Bespitzelungen, Gewalt, KZ-Haft. In diese Zeit entflieht Georg Heisler aus dem KZ Westhofen. Um dem Grauen für immer entfliehen zu können, braucht er Hilfe. Doch wem kann er trauen? Er findet sich in einer erschreckenden Zeit wieder, in der ihn der Schrecken mehr als einmal überkommt. Nur noch ein letzter Funken Wille bringt ihn dazu weiter zu gehen, auch wenn er nicht weiß, wohin eigentlich. Anna Seghers gelingt es hierbei, eine derartige Trostlosigkeit, Hilflosigkeit, und Angst, sowohl ihrer Hauptperson, wie auch des gesamten Deutschlands darzustellen, dass der Leser diese Zeit am eigenen Leibe spürt. Er wird praktisch in die Zeit involviert, hofft immer mit Heisler, leidet mit ihm und den anderen Leidenden dieser Zeit. Auch wenn zur Entstehungszeit dieses Romans, 1942, noch gar nicht die Ausmaße Hitlerdeutschlands offensichtlich waren, so gelingt es Seghers dennoch eine Geschichte in einer Zeit nachzuzeichnen, in der sie selber lebte und die von der Stimmung und von den dargestellten Vorgängen haargenau das Leben der Menschen in dem Dritten Reichen wiedergibt. Wer sich einfühlen möchte in diese grauenhafte Zeit, wer etwas von dem Leben zu dieser Zeit verstehen will, wer überhaupt über große deutsche Literatur mitreden möchte, kommt um „Das siebte Kreuz" nicht herum!

Das siebte Kreuz\Die Toten bleiben jung, 2 Audio-CDs



Empfehlungen


Seghers, Anna
12,25 €


Seghers, Anna
8,50 €


Seghers, Jan
25,95 €

Seghers, Anna
19,99 €

Seghers, Anna
19,95 €

Seghers, Jan
25,95 €

Kastner, Jörg
19,90 €



Förster, Anja; Kreuz, Peter
19,80 €
Bookmarks
delicious wong linkarena google
Sponsoren