Weber, Max

Schriften 1894-1922

Schriften 1894-1922
  • Verlag: Kröner
  • Erscheinungsdatum: 2002
  • Format: Gebundene Ausgabe
  • Umfang: 827
  • ISBN: 3520233010
  • EAN: 9783520233011
  • Amazon.de Verkaufsrang: 161.796
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Beschreibung von buecher.de

Diese Sammlung zentraler Texte Max Webers (1864- 1920) gibt einen repräsentativen Einblick in die verschiedenen Schaffensperioden und vielfältigen Forschungsbereiche des Klassikers der Soziologie, der auch für Historiker, Kultur- und Religionswissenschaftler zu einem zentralen Fixpunkt geworden ist.

Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension von Dirk Kaesler fanden 5 von 6 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen The best of Max Weber!

Die hier zusammengestellte neue Sammlung von zwanzig Texten umfasst den Zeitraum von fast dreißig Jahren eines Gelehrtenlebens. Das Themenspektrum reicht von der Lage der ostelbischen Landarbeiter um 1890 und der Neugestaltung der politischen Ordnung in Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg über die Kultur der Antike und die Kulturbedeutung der okzidentalen Stadt, die Kulturbedeutung des Protestantismus und die Wirtschaftsethik der außereuropäischen Weltreligionen bis zur Wissenschaftstheorie der Sozialwissenschaften und zur Grundlegung einer handlungstheoretisch fundierten Soziologie in kulturvergleichender Absicht. Die Einleitung des Herausgebers, knappe Erläuterungen der ausgewählten Texte, eine Zeittafel, ein vollständiges Verzeichnis der Schriften Max Webers und ausgewählter Sekundärliteratur zusammen mit detaillierten Registern bieten umfassende Hilfestellung für alle, die sich über das Gesamtwerk Max Webers orientieren wollen.

Die editorische Absicht der hier vorgelegten neuen Sammlung folgt einem ganz einfachen Programm: Das Typische und Beste von Max Weber.

Diese Rezension fanden 6 von 9 Kunden hilfreich:
3 von 5 Sternen Gekürzte Fassungen

Vor dieser Ausgabe kann eigentlich nur gewarnt werden. Natürlich sind die großen Aufsätze vorhanden, leider aber jeweils gekürzt. So findet sich alle paar Seiten der Hinweis "Auslassung der technischen Details der Weberschen Argumentation". Einleitung und Anhang mit Zeittafel und Publikationsverzeichnis sind hilfreich.

Diese Rezension fanden 1 von 2 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen Entzauberung, stahlhartes Gehäuse, Virtuosenethik ...

... und der "technisch reinste Typ legaler Herrschaft". Was ist damit eigentlich gemeint? Antworten findet man hier. Die Ausgabe eignet sich meiner Meinung nach gut als Einstieg - eben weil sie wichtige Texte bündelt und so einen Eindruck von dem weiten Themenspektrum vemitteln kann, mit dem Max Weber sich beschäftigt hat. Die Texte sind zwar gekürzt, teilweise auch erheblich gekürzt und Webers Fußnoten wurden scheinbar gänzlich gestrichen, aber wo findet man sonst "Protestantische Ethik", "Agrarverhältnisse im Altertum", "Sinn der Wertfreiheit", "Wissenschaft als Beruf", "Politik als Beruf", "Vorbemerkung zu den Gesammelten Aufsätzen zur Religionssoziologie", "Soziologische Grundbegriffe", "Die drei reinen Typen der legitimen Herrschaft" u.a. in einem Band? Wer sich intensiv mit Weber auseinandersetzen will, wird zu anderen Ausgaben greifen - doch für alle, die erste Orientierung suchen, ist dies Zusammenstellung von zwanzig Texten sehr gut geeignet.

Diese Rezension fanden 3 von 8 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen �Auf dem Weg zur Verkörperung einer neuen Idee�

„Man denke stets daran, dass die kreative Idee einen gewissen unmessbaren Teil beinhaltet, (...) der im Grunde genommen jene innere Hauptkraft darstellt, die den Autor dazu veranlasst, die Arbeit in Angriff zu nehmen und sich der Idee bewusst zu werden, sie zu verteidigen, sie zu formulieren und im großen und ganzen eine Technologie zu erfinden, die ihm erlaubt, die Idee zu verwirklichen. (...) Liegt dem Werk wirklich eine bestimmte Idee zugrunde, so ist sie unerschöpflich; es mag sein, dass die Werke, die bis heute ihre Lebensfähigkeit erhalten haben, sich gerade dadurch von jenen unterscheiden, die lediglich von `musealem' Interesse sind." So äußerte sich Alfred Schnittke 1981 in einem Sammelband zu Problemen alter und neuer Musik. Dirk Kaesler weist in der Einleitung zu den Schriften Max Webers auf zwei unterschiedliche Logiken großer Werke hin: „In dem einen Fall bilden einzelne Schriften gewissermaßen die systematische Entwicklung der von Anfang an geltenden, leitenden Ideen ihres Schöpfers. Im anderen Fall werden erst am Ende des Arbeitsprozesses Ideen ihres Schöpfers erkennbar, die das Ergebnis eines langen Entwicklungsganges sind.(...) Für Karl Marx hat Siegried Landshut überzeugend herausgearbeitet, dass dieser der zuerst genannten Logik folgte.(...)(Max Webers) Begriffe und Perspektiven, derentwegen er zum Klassiker sozialwissenschaftlicher Kulturwissenschaften geworden ist, formten sich vielmehr erst gegen Ende seiner jahrzehntelangen wissenschaftlichen Lebensarbeit."

Und um diese Entwicklung nachvollziehbar zu machen, wird der „Denker Max Weber mit den Ergebnissen seines Fragens und Forschens im historischen Entstehungsprozess präsentiert". Das macht die Lektüre der Texte, die aus anderen Veröffentlichungen schon bekannt sein mögen, erneut spannend. Die Einleitung eignet sich als sehr nützliche Ausrüstung für das Gelingen der „Expedition in die Gedankenwelt Max Webers".

Das Werk ist letztendlich unerschöpflich wie alle die seltenen kreativen Werke mit einem gewissen unmessbaren Anteil innerer Hauptkraft.

Diese These ist nur durch eigene Lektüre zu verifizieren. Und die „Lebensfähigkeit" über das museale Interesse hinaus muss sich in neuen soziologischen Erkenntnissen beweisen. Das liegt nun in unserer Verantwortung.

Schriften 1894-1922



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