Bestellen bei Buecher.de! Preis: 49,90 €
Bestellen bei Amazon.de! Neu ab 49,80 €, gebraucht ab 34,80 €.
Neue Bücher bestellen bei: Buch.de.de, Buch24.de, Bol.de, Libri.de, Thalia.de
Gebrauchte und neue Bücher bestellen bei: AbeBooks.de, Booklooker.de
Der international renommierte Historiker John Röhl legt hier die Fortsetzung seiner '... unendlich kenntnisreichen und lesbaren' (Gustav Seibt, FAZ) Biographie Wilhelms II. vor. Der neue Band schildert jene entscheidende Phase der Herrschaft, die als Aufbau der Persönlichen Monarchie bezeichnet wird. Kennzeichen dieser Regierungsphase sind Bismarck-Krise und Kanzlersturz, außenpolitische Inkompetenz und Caesarenwahn, Flottenbauprogramm und beginnende internationale Isolierung, aber auch innerfamiliäre Tyrannei und eine massiv antidemokratische Grundhaltung.
Er gilt als Hansdampf der deutschen Geschichte. Zu Unrecht! Vorbei sind die Zeiten, in denen Kaiser Wilhelm II., von der Geschichtswissenschaft zum harmlosen Spinner und Maulhelden degradiert, quasi apologetische Narrenfreiheit genoss. Entgegen dem Mainstream macht John C.G. Röhl im zweiten Band seiner monumentalen Biografie Wilhelm II. Der Aufbau der Persönlichen Monarchie den letzten Herrscher der Hohenzollern auf dem Thron von Preußen und dem Deutschen Reich zur entscheidenden Schlüsselfigur auf dem fatalen Weg von Bismarck zu Hitler. Der deutsch-britische Historiker analysiert auf fast 1.200 Seiten (zzgl. Anhang) das "desaströse politische Wirken" des jungen Kaisers, dessen Monarchenideologie sich innenpolitisch in der Verherrlichung von Militär, protestantischer Kirche und Adel sowie in der Verachtung für Zivilisten, Parlamentarismus, Linksliberale, Sozialdemokraten, Katholiken und Juden äußerte, außenpolitisch in einem verhängnisvollen Streben nach einem weltpolitschen "Platz an der Sonne" für sein Reich. Der Professor für Neuere europäische Geschichte an der Universität Sussex zeigt, wie es Wilhelm verstand, zielstrebig die Bismarck-Herrschaft zu unterminieren, beseelt von der anachronistischen Idee seines Gottesgnadentums und entschlossen, die enorme ererbte Machtfülle der preußisch-deutschen Militärmonarchie nach dem Motto "sic volo sic iubeo, suprema lex regis voluntas" voll auszuschöpfen und die Richtlinien der Politik selbst zu bestimmen. Er führt ferner den überzeugenden Nachweis, dass es einzig und allein den waghalsigen außenpolitischen Manövern des Kaisers zu verdanken war, dass das Deutsche Reich in den Augen sämtlicher seiner späteren Kriegsgegner schon um die Jahrhundertwende zum unberechenbaren, "bösartigen Schurkenstaat" auf der Weltbühne mutierte. Die politischen Eskapaden Wilhelms, insbesondere sein von Minderwertigkeitskomplexen gegenüber der übermächtigen Großmutter Queen Victoria geprägtes Verhältnis zu England, das zwischen Anglomanie und Hass auf das "perfide Albion" wechselte, bringt Röhl in Zusammenhang mit der labilen psychischen Konstitution des Monarchen. Sich einer eigenen Meinung über den Geisteszustand des Kaisers enthaltend, macht er dabei mögliche Ursachen für die Rüpelhaftigkeit Wilhelms, seinen mutmaßlichen Cäsarenwahn, sein rigoroses Familienpatriarchat, sein obszönes Interesses am Sexualleben anderer Regenten et cetera in mangelnder Mutterliebe, körperlicher Verkrüppelung und erblichen Vorbelastungen deutlich. Mit seinem episch breit und mit Liebe zum Detail angelegten erstklassigen Werk -- für das erstmals die umfangreiche Korrespondenz der Hohenzollernfamilie mit der Verwandtschaft aus dem englischen Königshaus Sachsen-Coburg-Gotha erschlossen wurde -- befindet sich John C.G. Röhl auf dem besten Wege, sich neben seinem Landsmann Ian Kershaw als weitere führende Koryphäe für Neuere deutsche Geschichte zu profilieren. --Roland Detsch
umfassende Beurteilung der "mittleren Jahre" Wilhelm II.Auf fast 1200 Seiten werden die antiliberalen und antidemokratischen politischen Veränderungen detailliert und quellenbezogen dargestellt, die der Thronbesteigung Wilhelm II. in den Jahren 1888-1900 folgten. Mit jeder Seite füllt sich der Untertitel vom "Aufbau der persönlichen Monarchie". Viele Namen, viele Daten und dennoch, guter englischer Tradition folgend, sehr gut lesbar, ja fesselnd.
Wunderbar wird das Auseinanderdriften der verwandten deutschen und englischen Monarchien und ihre gegenläufige gesellschaftliche Entwicklung dargestellt: Der Krieg ist schon zu riechen, noch ehe ein Wort von ihm geschrieben ist.
Positiv ist auch die anhand von Quellen versuchte Annäherung an die für die kommende deutsche Geschichte so verhängnisvolle Persönlichkeitsstruktur Wilhelm II. Ein wenig bleibt aber der Eindruck zurück, für die deutsche Entwicklung jener Zeit allein eben jene Persönlichkeitsstruktur verantwortlich machen zu wollen. Aber nun, es ist ja auch ein Buch über Wilhelm II. und nicht über den deutschen Parlamentarismus jener Jahre.
Ein wenig spekulativ vielleicht auch der letzte Unterabschnitt des Buches, in welchem sich der vielvermuteten Geisteskrankheit des letzten deutschen Kaisers (und seiner englischen Verwandten) gewidmet wird.
Alles in allem auch für geschichtlich Interessierte ein tolles Buch, für dessen Lektüre aber viel Zeit und die eine oder andere Sekundärliteratur eingeplant werden sollten: Ein paar Stammbäume und ein Verzeichnis der wesentlichen Personen wären wünschenswert gewesen.
Was wird der Band über Wilhelm II. im Weltkrieg bieten?Dieses umfangreiche Werk ist sicherlich eine große Fleißarbeit. Röhl aber hat inzwischen so manches Urteil über Wilhelm II. revidieren müssen, so u.a. bezüglich dessen angeblicher Homosexualität.
Der Leser darf gespannt sein, ob Röhl im dritten Band über den Kaiser den Mut hat, auch die Forschungsergebnisse von Joachim Schröder zur Kenntnis zu nehmen. Dieser junge Historiker räumt nämlich in seinem Buch "Die U-Boote des Kaisers" mit vielen Voruteilen über Wilhelm II. auf und belegt u.a. dessen große Rücksichtnahme bei der Führung des U-Boot-Krieges im Ersten Weltkrieg. Wilhelm, so beweist Schröder eindrucksvoll, fügte sich nicht in die von vielen erwartete Rolle eines säbelrasselnden Abenteurers, sondern stellte sich aus moralischen Gründen immer wieder gegen seine eigenen Militärführer und setzte sich erfolgreich für Beschränkungen der U-Boot-Kriegführung ein.
Der Leser darf auf Röhls Antwort gespannt sein.
So sollte eine Biografie seinDer zweite Teil der geplanten Wilhelm Trilogie des deutsch-britischen Historikers John C.G. Röhl ist die detaillierteste Biografie einer historischen Persönlichkeit, die ich je gelesen habe.
Sie ist noch umfangreicher als die bahnbrechende Hitler Biografie von Ian Kershaw oder die erstklassige Bismarck Biografie von Otto Pflanze. Das liegt nicht zuletzt daran, daß kaum ein Monarch oder Politiker von seiner Umgebung schon seit seiner frühesten Jugend dermaßen umfangreich beschrieben und beurteilt wurde wie Wilhelm II. Röhl kann aus einer schier unendlichen Menge an Briefen und anderen Dokumenten schöpfen, die sich mit dem letzten deutschen Kaiser beschäftigen. Röhl räumt mit der geradezu apologetischen Wilhelm Betrachtung einiger seiner Kollegen auf, die in dem Hohenzoller einen reinen "Operettenkaiser" sahen,
der nur durch sinistre Kräfte der preußischen Hof Kamarilla und allgemeinen Stimmungen in der Gesellschaft des Kaiserreichs zu seinen Fehlurteilen und Fehlentscheidungen "getrieben" wurde.
Die Kritik, wonach Röhl zu stark die britische Perspektive berücksichtige, ist absurd, lässt er doch genügend deutsche Weggefährten Wilhelms zu Wort kommen (z.B. Alfred Graf von Waldersee, Bismarcks Sohn Herbert oder auch Wilhelms Erzieher Dr. Georg Hinzpeter).
Eine brillante Studie über diesen höchst problematischen und komplexbeladenen Monarchen von "Gottes Gnaden", die, wie bei guten Biografien eigentlich selbstverständlich, eine stimmige Verbindung aus einer biografisch, personenzentrierten Sichtweise auf der einen und einer gesellschaftlich-strukturalistischen Sichtweise auf der anderen Seite bildet.
Man darf gespannt sein auf den dritten und wohl letzten Teil der Röhlschen Mammutbiografie, der sich dann mit Wilhelms unheilvoller Rolle vor und während des Ersten Weltkriegs auseinandersetzen wird.
Typische englische Siegermentalität.Wann werden sich die Deutschen ihrer Geschichte vor dem November 1918 endlich ohne Vorurteile nähern? Wilhelm II. hat seine von der Verfassung garantierten Rechte nie überschritten und ein französischer oder amerikanischer Präsident haben sehr viel mehr Macht in ihren Händen als der deutsche Kaiser damals. Deutschland war eine konstitutionelle Monarchie und keine Diktatur. Siehe auch einen Artikel von Hans-Joachim Schoeps in dem Buch 'Herrliche Kaiserzeit'. Er ist nicht der Kriegsverbrecher, den die Briten und Franzosen gerne hätten. Für den Ausbruch des ersten Weltkriegs sind auch sie mitverantwortlich ebenso wie das Zarenreich, bei dem wohl ein Großteil der Schuld zu finden sein dürfte. Auf deutscher Seite sind vor allem die Berater Wilhelms und die Generäle Hindenburg und Ludendorff zu nennen, welche den Krieg nicht verhindert haben. Wilhelms Fehler sind wohl die fatale Auswahl seiner Berater und die Treue zu Österreich-Ungarn, einem Staat, der damals schon nicht mehr zu retten war. Vieles wäre uns mit einer Monarchie erspart geblieben, vieles. Ein gewisser Herr A. H. aus Österreich hätte dann keine Chance gehabt.
Das Buch ist aus englischer Perspektive, zu selektiv in seinen Quellen und parteiisch.
Hervorragende FortsetzungAuch der 2. Teil der monumentalen Biographie über den letzten deutschen Kaiser Wilhelm II. überzeugt durch detaillierteste Darstellung und flüssigen Schreibstil. Der erblich vorbelastete und körperlich behinderte Monarch wird durch den Autor John C. G. Röhl lebendig. Erschreckend die Verachtung des Kaisers über den Parlamentarismus, die Sozialdemokratie, seine Meinung über Juden und Katholiken, seine desaströse Außenpolitik und sein Streben nach der Vorherrschaft Deutschlands in der Welt. Wilhelm II. wirkt wie ein Protagonist aus vergangenen Zeiten. Mein Kompliment an den Autor der dieses kenntnisreich und genauestens analysiert hat. 5 Sterne für ein Buch das vom Inhalt und seiner Umsetzung vollständig überzeugt! Ich erwarte jedenfalls voller Spannung den 3. Teil dieser einzigartigen Biographie, die im Jahre 2007 erscheinen soll.
Brockhaus-1809: Die Monarchie · Die Persische Monarchie
Brockhaus-1837: Sardinische Monarchie · Monarchie
Brockhaus-1911: Österreichisch-Ungarische Monarchie · Monarchie
Kirchner-Michaelis-1907: Monarchie
Meyers-1905: Österreichisch-Ungarische Monarchie · Monarchīe · Sardinische Monarchie · Rohl. · Aufbau
Pierer-1857: Sardinische Monarchie [2] · Sardinische Monarchie [3] · Schwedische Monarchie · Monarchie · Sardinische Monarchie [1] · Röhl