Mensch und Tier

Mensch und Tier
  • Verlag: Suhrkamp Verlag
  • Erscheinungsdatum: 2001-10-22
  • Format: Taschenbuch
  • Umfang: 323
  • ISBN: 3518398016
  • EAN: 9783518398012
  • Amazon.de Verkaufsrang: 501.872
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Rezensionen von Amazon.de-Kunden
Diese Rezension von alfstemki@web.de fanden 5 von 5 Kunden hilfreich:
4 von 5 Sternen guter Überblick über das Thema: Evolution bis Gentechnik

Das Buch ist klasse, weil es die Beziehung Mensch Tier umfänglich darstellt, von der Evolution bis zur Gentechnik. Dabei ist der Ansatz aber nicht so sehr "Handbuch"-mäßig, sondern im Gegenteil auch ein lesevergnügen wg der Kurzgeschichten von Frau Lange-Müller und witzig wg der Zeichnungen von Robert Gernhardt Alles in allem ein Buch zum lesen und verschenken.

Diese Rezension fanden 6 von 7 Kunden hilfreich:
4 von 5 Sternen lesenswerte Übersicht überdas Thema

Das Buch gibt in den 16 Artikeln einen wirklich übersichtlichen undlehrreichen Überblick über das Verhältnis des Menschen zum Tier: von der Evolutionsgeschichte bis zur Gentechnik. Dabei sind die Artikel bei aller Unterschiedlichkeit zum Teil sehr spannend geschrieben bzw. geben den LeserInnen ganz neue Einblicke. Vor allem, aber nicht nur die, Zeichnungen von Robert Gernhardt zeigen auch die witzige Seite der tierischen Menschbeziehung

Diese Rezension von FrizzText fanden 3 von 4 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen die traurige geschichte eines macht-verhältnisses

"dass uns der anblick der tiere so ergötzt, beruht hauptsächlich darauf, dass es uns freut, unser eigenes wesen so vereinfacht vor uns zu sehen," bemerkte einst der philosoph schopenhauer. das mag der grund sein, wieso vom kanarienvogel über das meerschweinchen bis zu hund, katz und pferd von den tieren in fast keiner familie abgelassen wird. aber sie werden auch gegessen - und bei jeder kinder-erziehung gelangt man an den punkt, dass man das töten erklären muss. der karikaturist robert gernhardt, der das buch zum ZDF-nacht-studio illustriert hat, greift dann auch auf die vorstellung zurück, dass man, die hähnchenschenkel auf dem teller, von einem hühner-opa auf krücken vorwurfsvoll besucht wird. das buch gibt nicht nur zum lachen anlass. von den qualmenden leichenbergen BSE-verseuchter rinder bis zur darstellung moderner gen-manipulation fehlt in dem buch auch das schreckliche nicht (derweil gernhardt eine art frankenstein darüber brüten lässt, wie aus katz und maus ein gemeinschaftstier zusammenzusetzen sei - ob diese gattung sich friedlich geben wird?). jedoch wird auch ganz ausführlich von heiligen indischen affen, von den tieren in märchen und mythen, von der freundschaft zwischen tier und mensch geredet. es fehlt auch nicht ein exkurs über menschen-opfer bei den azteken - die allerdings auch hunde verzehrten - schopenhauer würden sie nicht verstanden haben mit seiner bemerkung: "woran sollte man sich von der endlosen verstellung, falschheit und heimtücke der menschen erholen, wenn die hunde nicht wären, in deren ehrliches gesicht man ohne misstrauen schauen kann." ob vegetarier oder gen-forscher, jäger oder historiker: das buch bemüht sich um eine umfassende darstellung des verhältnisses tier und mensch - das leider oft die traurige geschichte eines kühlen macht-verhältnisses ist - obwohl wir uns doch von den tieren so viel kluges abgucken können - wie churchill wusste, als er sagte: "zu einem guten politiker gehören die haut eines nilpferdes, das gedächtnis eines elefanten, die geduld eines bibers, das herz eines löwen, der magen des vogels strauss und der humor einer krähe. diese eigenschaften sind allerdings noch nichts wert ohne die sturheit eines maulesels." leider wissen nicht alle menschen, mit wieviel hochachtung man den tieren begegnen sollte. maxim gorki wusste es: "nach manchem gespräch mit einem menschen hat man das verlangen, einen hund zu streicheln, einem affen zuzunicken oder vor einem elefanten den hut zu ziehen." nach der lektüre dieses buches hat man das verlangen, vor den herausgebern und illustratoren, textern und druckern dieses büchleins den hut zu ziehen.

Diese Rezension von FrizzText fanden 5 von 7 Kunden hilfreich:
5 von 5 Sternen ein buch, vor dem man den hut ziehen muss

"dass uns der anblick der tiere so ergötzt, beruht hauptsächlich darauf, dass es uns freut, unser eigenes wesen so vereinfacht vor uns zu sehen," bemerkte einst der philosoph schopenhauer. das mag der grund sein, wieso vom kanarienvogel über das meerschweinchen bis zu hund, katz und pferd von den tieren in fast keiner familie abgelassen wird. aber sie werden auch gegessen - und bei jeder kinder-erziehung gelangt man an den punkt, dass man das töten erklären muss. der karikaturist robert gernhardt, der das buch zum ZDF-nacht-studio illustriert hat, greift dann auch auf die vorstellung zurück, dass man, die hähnchenschenkel auf dem teller, von einem hühner-opa auf krücken vorwurfsvoll besucht wird. das buch gibt nicht nur zum lachen anlass. von den qualmenden leichenbergen BSE-verseuchter rinder bis zur darstellung moderner gen-manipulation fehlt in dem buch auch das schreckliche nicht (derweil gernhardt eine art frankenstein darüber brüten lässt, wie aus katz und maus ein gemeinschaftstier zusammenzusetzen sei - ob diese gattung sich friedlich geben wird?). jedoch wird auch ganz ausführlich von heiligen indischen affen, von den tieren in märchen und mythen, von der freundschaft zwischen tier und mensch geredet. es fehlt auch nicht ein exkurs über menschen-opfer bei den azteken - die allerdings auch hunde verzehrten - schopenhauer würden sie nicht verstanden haben mit seiner bemerkung: "woran sollte man sich von der endlosen verstellung, falschheit und heimtücke der menschen erholen, wenn die hunde nicht wären, in deren ehrliches gesicht man ohne misstrauen schauen kann." ob vegetarier oder gen-forscher, jäger oder historiker: das buch bemüht sich um eine umfassende darstellung des verhältnisses tier und mensch - das leider oft die traurige geschichte eines kühlen macht-verhältnisses ist - obwohl wir uns doch von den tieren so viel kluges abgucken können - wie churchill wusste, als er sagte: "zu einem guten politiker gehören die haut eines nilpferdes, das gedächtnis eines elefanten, die geduld eines bibers, das herz eines löwen, der magen des vogels strauss und der humor einer krähe. diese eigenschaften sind allerdings noch nichts wert ohne die sturheit eines maulesels." leider wissen nicht alle menschen, mit wieviel hochachtung man den tieren begegnen sollte. maxim gorki wusste es: "nach manchem gespräch mit einem menschen hat man das verlangen, einen hund zu streicheln, einem affen zuzunicken oder vor einem elefanten den hut zu ziehen." nach der lektüre dieses buches hat man das verlangen, vor den herausgebern und illustratoren, textern und druckern dieses büchleins den hut zu ziehen.

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