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Ein eindrucksvolles Dokument.' (Der Stern)
'Der Wert dieses Buches liegt in den vielen Einzelheiten, die Traudl Junge im tagtäglichen Umgang mit ihrem Chef Adolf Hitler beobachtet und bereits kurz nach dem Krieg notiert hat... Ein lesenswertes Buch.' (Guido Knopp)
Traudl Junge war 22 und träumte von einer Karriere als Tänzerin - als sie die `Chance ihres Lebens` bekam: Adolf Hitler bat die junge Sekretärin zum Probediktat. Von 1942 bis zu Hitlers Tod war sie stets an seiner Seite, tippte seine Reden, seine Briefe und zuletzt sein `politisches Testament`. Nach dem Krieg zeichnete Traudl Junge ihre Erlebnisse zwischen Führerbunker und Berghof auf - erst jetzt wird das historisch unschätzbare Dokument veröffentlicht. Melissa Müller ordnet dieses Dokument mit kritischem Blick historisch und biographisch ein.
'Nach den Enthüllungen über die Verbrechen dieses Mannes werde ich bis zu meiner letzten Stunde mit dem Gefühl der Mitschuld leben.' (Traudl Junge)
"Fräulein Junge, zum Diktat! Nehmen Sie auf."
Fräulein Junge stenografierte, tippte Briefe, brachte ihrem Chef Kaffee und sortierte Akten -- nicht ungewöhnlich für eine Sekretärin. Das Außerordentliche an Junges Berufsleben war ihr Vorgesetzter, denn der hieß Adolf Hitler. Zwischen 1942 und Kriegsende arbeitete Junge als Hitlers Privatsekretärin, saß in Wolfsschanze, Berghof oder Berliner Reichskanzlei, erlebte dort die Nazi-Administration hautnah. "Fräulein Junge, machen Sie aus Ihren Erlebnissen ein Buch!"
Nein, diesen Satz hat Junge nie zu hören bekommen, trotzdem wusste sie von der Bedeutung ihrer Erinnerungen an die Arbeit im Führerhauptquartier. Sie schrieb diese bereits 1947/48 nieder, aber erst 2002 findet der Text an die Öffentlichkeit. Bis zur letzten Stunde enthält Junges nahezu unverändertes Originalmanuskript, eingerahmt von der Einschätzung des persönlich-historischen Bezugsrahmens der Verfasserin durch die Journalistin Melissa Müller -- einer wichtigen Einordnung, strotzt das Manuskript doch stellenweise vor entwaffnender Naivität gegenüber dem Führer. Verständlich angesichts einer damals sehr jungen Schreiberin, noch ohne Distanz zum NS-Apparat -- aber eben erklärungsbedürftig. Bis zur letzten Stunde ist also keine kritische Auseinandersetzung mit Hitler, ebensowenig eine Darstellung interner Entscheidungsprozesse (Junge protokollierte nur deren Ergebnisse). Das Buch zoomt hingegen auf das Alltagsleben des Führers: Umfangreiche Schilderungen seiner Arbeits- oder Freizeitgewohnheiten sind manchmal dröge, aber dafür fesseln die letzten Tage im Berliner Reichskanzleibunker. Der anfängliche Tonfall einer Teekränzchenberichterstattung macht drückender Endzeitstimmung Platz. Das gesamte Buch ist, Melissa Müller kündigte es an, ein Beleg für die "Banalität des Bösen". Und wie banal Hitlers Alltag war! Für die Einblicke in Hitlers biedere Welt muss man Traudl Junge trotz mancher "dramaturgischer" Schwäche loben: "Fräulein Junge, danke für diese Niederschrift!" --Joachim Hohwieler
Prädikat: besonders wertvoll!Frau Junge hat nun ihr Manuskript aus der frühen Nachkriegszeit veröffentlicht, das ich erstmals vor gut 5 Jahren gelesen hatte und das ich damals als einen historisch wertvollen Beitrag erkannte. Aber sie wollte es nicht veröffentlichen. Nun hat sie es endlich getan. Dieses Buch ist aber weitaus mehr, als nur ein Bericht ihres Erlebens des sog. ‘Dritten Reiches’ an der Seite Hitlers. Es geht weit darüber hinaus, insbesondere, weil es die Schwierigkeiten aufzeigt, mit dieser Vergangenheit zu leben. Ich möchte nicht zu viel vorab darüber verraten, aber es ist ein wichtiger Beitrag auch zum Thema Vergangenheitsbewältigung und Schuld. Es ist ein aufrichtiger Beitrag einer Frau, deren Leben viel mehr Aufmerksamkeit verdient, als es bislang der Fall gewesen ist. Sie war die Sekretärin Hitlers, sie ist eine bemerkenswerte Persönlichkeit mit einer nachdenklichen Offenheit, mit jugendlichem Charme und Weisheit. Ich kann ihr jetzt erstmals erschienenes Buch nur weiterempfehlen... Es hebt sich aus der Flut der Memoiren der Zeitzeugen sehr positiv heraus. Prädikat: besonders wertvoll
Phantastische Einblicke in die letzten Jahre HitlersTraudl Junge beschreibt in einer offenen und ehrlichen Art ihre außergewöhnliche (historisch zu Hitler betrachtete) Geschichte. Kurzweilig und faszinierend. Sehr gut: Personen und geschichtliche Hintergründe werden kurz als Fußnote erklärt, um die persönlichen Erinnerungen in die geschichtlichen Begebenheiten einzuordnen.Es fehlt jegliche falsche Selbstbeweihräucherung, wie man es von anderen Geschichten von Zeitzeugen manchmal kennt. Dagegen wird einem Traudl Junges späterer beklemmender Selbstzweifel an ihrer damaligen unbedarften Rolle bewusst.
(Trotzdem handelt es sich bei dem Buch NICHT um eine verspätete Reinwaschung ihrer Vergangenheit.)
Glücklicherweise hat sich Traudl Junge doch noch entschlossen, ihre Erinnerungen zu veröffentlichen.Ich kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen!!! Es hat mich zwei Nächte lang gefesselt.
Sehr wertvoll, um den historischen Blick auf die letzten Jahre des "privaten Chefs" Hitler und seiner Umgebung abzurunden!
Ein außergewöhnliches zeitgeschichtliches DokumentEs ist interessant, wie weit die Bewertungen zu diesem Buch differieren. Wer von der deutschen Kollektivschuld überzeugt ist, kann diesem Buch mit Sicherheit nichts abgewinnen. Ich persönlich bin sehr beeindruckt, bestätigt es doch das Bild, das ich (Jahrgang '67) durch Gespräche mit ganz gewöhnlichen Zeitzeugen und eine breitgefächerte Lektüre gewonnen habe, nämlich, dass sich Hitlers dämonischer Wahnsinn unter einer Oberfläche aus k.u.k.-Charme und charismatischer Demagogie verbarg. Traudl Junge zeigt unverbrämt auf, wie sie mit der vielleicht etwas naiven Bereitwilligkeit eines jungen Menschen in Hitlers Dienste trat. Bei aller Abscheu, die ich gegenüber Hitler empfinde, muss ich zugeben, dass ich mich in Frau Junges Alter wohl ähnlich verhalten hätte. Sie skizziert auch für den vom Sachbuch geprägten Leser ungewöhnliche Bilder von den Menschen in Hitlers Nähe, und wenn mich eine Szene besonders mitgenommen hat, dann jene um den Mord an den Goebbels-Kindern in Verbindung mit dem Selbstmord der Eltern.
Beeindruckend mutigMit ihren Erinnerungen an ihre Zeit als Sekretärin an der Seite von Hitler legt die 81jährige Traudl Junge ein beeindruckend ehrliches und selbstkritisches Dokument vor, das nachfolgende Generationen ahnen läßt, wie das Nichtsehen und Nichtverstehen des Grauens während der Nazi-Herrschaft seitens vieler Deutscher vor sich ging. Hier schreibt eine mutige Frau, die sich nicht gescheut hat, nach vielen Jahrzehnten des Haderns und Zweifelns an sich selbst, ihren Dämon im hohen Alter endlich an die Wand zu nageln. Eine unbedingt notwendige Ergänzung für alle die, die Guido Knopps TV-Fastfood über den 2. Weltkrieg konsumiert haben und trotzdem das Gefühl nicht los wurden, nicht recht zu verstehen, was neben den historischen Fakten und Zeitzeugen-Soundbites eigentlich Sache war damals. Lesen!
Privater Blick auf einen PolitverbrecherTausende von Büchern sind über Hitler und den Nationalsozialismus weltweit erschienen. Jahrzehntelang haben Herrscharen von Historikern und Journalisten so ziemlich alle Dokumente und Zeitzeugen aufgespürt, die greifbar waren.
Es wundert daher nicht, dass in den letzten Jahren meist Bücher über Hitler erschienen, die keine neuen Erkenntnisse brachten, sondern nur die altbekannte Quellenlage von einer neuen Warte versuchten auszuleuchten. Die neuen Erkenntnisse über das "Phänomen Hitler", waren dementsprechend dürftig.
Eine abschließende Erklärung, wie ein Schulversager und ehemaliger Obdachlosenheimbewohner eine moderne Kulturnation verführen konnte, und mit Ihrer Hilfe das bisher größte Verbrechen der Menschheitsgeschichte durchzuführen in der Lage war, blieb ungeklärt.In Traudl Junges Lebensbeichte finden sich endlich wieder neue Informationen zu der Unperson Hitler, den sie mehrere Jahre lang aus nächster Nähe erlebte. Dass sie erst ganz kurz vor ihrem Tod zur Veröffentlichung bereit war, zeigt, dass ihre Erinnerungen ungeschönt sind, und da sie bereits kurz nach 1945 aufgeschrieben worden sind, kann es nur eine geringe Verfälschung durch das Vergessen geben.
Ihr Buch lässt einen sehr privaten Blick auf einen Politverbrecher zu, der einem erschaudern muss.
Wenn das Böse, das destruktive, so banal, sprich harmlos daher kommt, heißt das für uns alle, dass wir wachsam bleiben müssen. Frau Junge hat ein sehr wichtiges Buch der Primärliteratur als Vermächtnis hinterlassen. Ihr Buch ist ein Muss für jeden, der sich mit 33-45 und der Frage des "wie war es möglich?" beschäftigt.
Adelung-1793: Planeten-Stunde, die · Stunde, die · Junge, der · Bis · Biß · Biß, der
Brockhaus-1911: Junge Pfalz · Ne bis in idem · Frei bis zur Adria · Bis · Bis dat, qui cito dat
DamenConvLex-1834: Stunde · Rom (Geschichte von den ältesten bis auf die neuesten Zeiten)
Heiligenlexikon-1858: Anhang der Bände 1 bis 5
Herder-1854: Stunde · Non bis in idem · Bis · Bis dat qui cito dat
Meyers-1905: Stunde · Zur Guten Stunde · Junge · Junge Pfalz · Offener Biß · Ne bis in idem · Biß · Bis · Frei bis zur Adria! · Bis dat, qui cito dat
Pierer-1857: Stunde · Dummer Junge · Junge · Junge Pfalz · Junge Hölzer · Bis · Non bis idem · Bis dat, qui cito dat · Bis [1] · Bis [2]